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Re: Wie sieht fachmännische Sanierung von Schimmel aus
Zuerst einmal muß festgestellt werden wo der Schimmel herkommt und welche Ursachen dafür verantwortlich sind.
Schimmelpilze benötigen einen erhöhten Grad an
Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen. Einige Arten sind in der Lage, sich bereits ab
einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70% zu vermehren. Aus bauphysikalischer
Sicht ist in Wohnräumen eine relative Raumluftfeuchtigkeit von 50% bei einer
Lufttemperatur um 20°C anzustreben.
Schimmelpilze finden sich daher
bevorzugt in Bereichen, wo eine höhere Luftfeuchtigkeit vorherrscht. Dazu
gehören z.B. „dauerfeuchte“ Ecken im Bad, an Duschvorhängen und dauerelastischen
Fugen. Ebenfalls tauchen sie in Außenwandbereichen auf, die unzureichend gedämmt
sind und wo es aufgrund zu geringer Oberflächentemperaturen zu hoher wandnaher
Luftfeuchtigkeit bis hin zum Kondensatausfall kommt. Dies ist dann der Fall,
wenn eine unzureichende Wärmedämmung vorliegt.
Erhöhte Luftfeuchtigkeit
in Wohnräumen kann der Häufigkeit nach resultieren aus:
•bauphysikalischen Mängeln (Wärmebrücken, unterdimensionierte Wärmedämmung)
•Baumängeln, wie z.B. Undichtigkeiten im Fassadenbereich
•einer ehlenden oder defekten AbdichtungAbdichtungSchutzschicht um Feuchtigkeit / Wasser
daran zu hindern, in ein Gebäude einzudringen. im erdberührten Bereich
•unzureichend ausgetrockneter Neubaufeuchte
•falschem Raumnutzungsverhalten (unzureichendes Heizen und Lüften)
•Wasserschäden, resultierend aus Leckagen oder Überschwemmungen
1. Sofortmaßnahmen
Um die Raumluftbelastung in Bezug auf gesundheitsgefährdende Schimmelsporen
zu reduzieren und die Geruchsbeeinträchtigung zu minimieren, werden vor Beginn
der Sanierungsarbeiten spezielle Luftreinigungsgeräte aufgestellt, die mit
HEPAFiltern und Aktivkohlfiltern ausgestattet sind. Diese Maßnahme dient dem
schnellen Schutz der Bewohner.
2. Abschottung
Der schimmelkontaminierte Bereich (Schwarzbereich) wird staubdicht vom
nichtkontaminierten Bereich (Weißbereich) abgeschottet. Der Zugang wird ggf.
durch eine Einkammerschleuse ermöglicht. Um eine Verbreitung der Schimmelsporen
in die nicht schimmelpilzbefallenen Bereiche zu verhindern, wird im
Sanierungsbereich ein Unterdruckgerät mit HEPA-Filter installiert.
3. Schimmelsanierung
Die schimmelbefallenen Tapeten werden entfernt, befallener Putz ggf.
abgefräst und abgesaugt. Das kontaminierte Material wird entsorgt. Es erfolgt
eine Desinfektionsmaßnahme des Sanierungsbereichs mit 80%em Isopropanol Alkohol,
der eventuell vorhandene Mycelreste abtötet. Erst dann kann das Mauerwerk z.B.
mit Klimaplatten von innen wärmegedämmt und die Wandoberfläche dekorativ
gestaltet werden.
Weitere Infos gerne auf Anfrage siehe auch webseite
LG:P:Schneider