Expertenwissen
Von: , 13.03.2010 15:40 Uhr
Liebe/-r Experte/-in,

in einem nachträglich angebrachtenAnbau befindet sich unser Bad. Durch intensive
Nutzung haben wir eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit und dadurch starke
Beeinträchtigung der Fenster (Schimmel).

Der Architekt hatte an einer Seite ein ganzes Fensterband (ca 50 cm hoch)
eingeplant. Wir überlegen jetzt, diese (nicht zu öffnenden ) Fenster raus zu werfen
und alles zu zu machen. Ich möchte - bevor ich mich an einen Handerker wende -
schon selbst eine gewisse Vorstellung haben, welche Lösung hier zu wählen ist.

Ich möchte ungerne die Öffnung ausmauern, isolieren, verputzen, fliesen. Mir
schwebt eher vor, an Stelle der Fenster gut isolierende Wandelemente einzusetzen,
die außen verkleidet und innen verblendet oder gestrichen werden.

Wer kann mir hier mit einer Idee oder konkreten Vorschlägen weiterhelfen????

Vielen Dank im Voraus!

pieter

10 Antworten zu dieser Frage
  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: nachträgliche Dämmung
    Hallo,
    wenn Sie sowieso schon Probleme mit zu hoher Luftfeuchtigkeit und Schimmel haben, würde ich dafür sorgen, dass bessere Lüftungsmöglichkeiten für das Bad geschaffen werden. D.h., Fensterfront entfernen und neue, weit zu öffnende Fenster mit guter Wärmeleitfähigkeit einbauen, damit bei hoher Feuchtelast nach dem Duschen/Baden mit geöffnetem Fenster gut gelüftet werden kann. Überlegenswert wäre auch der Einbau eienes feuchtigkeitsgesteuerten Lüfters, der automatisch bei zu hoher Luftfeuchtigkeit anläuft und die feuchte Raumluft nach draußen bläst.
    Infos zum Thema Schimmelverhütung finden Sie auch auf meiner Homepage www.schimmel-sachverständiger.com.
    Schimmelfreie Grüße
    Jochen Merx
  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: nachträgliche Dämmung
    Durch intensive
    Nutzung haben wir eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit...
    Erste Regel: Lüften, und zwar Stoßlüftung mit Querdurchzug (so ca. 5-10 Minuten), uU mehrmals am Tag.
    Der Architekt hatte an einer Seite ein ganzes Fensterband :....diese (nicht zu öffnenden Fenster...)
    Aha! Wie kann da gelüftet werden (ein Miefquirl ist absolut unzureichend, btw. ...an Stelle der Fenster gut isolierende Wandelemente
    die außen verkleidet...
    Zweite Regel: Dämmung außen, auf die Fensterrahmen laufend, damit die Laibung als Wärmebrücke minimiert wird
  3. Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
    Re: nachträgliche Dämmung
    Hallo Pieter, ich rate dringend von einer absoluten Schließung der Fenster ab. Gerade im Badezimmer ist, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit, eine Lüftung zwingend erforderlich. Du siehst schon, wenn die Fenster nicht geöffnet werden können, gibt es Kondensation und Schimmel ist sofort da. Das würde sich auch nicht ändern, wenn die Fenster einfach verschlossen würden !!! irgendwo muss die Feuchtigkeit ja hin. Mein Rat: Ich würde die nicht zu öffnenden Fenster sanieren und zu öffnende Fenster in neuster Bauart mit dreifach Verglasung einplanen. In Feuchträumen sollten Kunststoffenster mit bester Wärmeschutzverglasung zum Einsatz kommen. Erstens sind die vom Dämmwert mit einer Außenwand vergleichbar und zweitens können sie zum Lüften nach dem Duschen/Baden geöffnet werden. Damit sollte das Thema Schimmel erledigt sein. Nochmal: Bitte nicht einfach zumachen, die Probleme mit der Feuchtigkeit verschwinden garantiert nicht.

    Viele Grüße aus dem Weserbergland von Heiner
    • Antwort von nach 19 Stunden 0 hilfreich
      an alle, die geantwortet haben!
      Liebe Fachleute,

      vielen Dank für die umgehenden Antworten!

      Allerdings nützen sie mir nichts, weil sich bislang alle in das Thema "Schimmel"
      verbissen haben. Aber: Ich kann ausreichend lüften, ich kann querlüften, ich
      betreibe sogar eine große Entfeuchtungsanlage in dem Raum.

      Die handwerkliche Ausführung der Holzfenster läßt halt zu wünschen und damit
      ich nicht mit neuen, teuren Kunststofffenstern eine nur unwesentliche
      Verbesserung erreiche, möchte ich das genannte Fensterband durch eine feste
      Wand ersetzen und frage mich (wenn ich nicht zumauern will), wie diese
      Wandelemente aufgebaut sein sollen, welches Material, welche Isolierstoffe in
      welcher Stärke, usw. Die Schimmelbelastung habe ich deshalb erwähnt, weil das
      u.a. entscheidend für die Materialwahl ist.

      Für Anregungen in dieser Richtung wäre ich sehr verbunden!

      Vielen Dank

      pieter
  4. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: nachträgliche Dämmung
    Hallo Pieter,

    es macht wenig Sinn, ein System durch ein anderes zu ersetzen, wenn die Ursache des Problems nicht behoben ist.
    Ihr habt zu viel Luftfeuchtigkeit im Bad?
    Gut, wenn vorher Schimmel in den Fenstern gesessen hat und die Nutzung nicht geändert wird, zieht sich der Schimmel an die nächst mögliche Stelle zurück.
    Die Wände sind gefliest - da gehts also nicht...
    Was ist mit der Decke? Mineralisches Material? Gipskarton? Holz?
    Wenn ja, wäre dort die nächste Schimmelstelle zu erwarten.

    Was Ihr ändern müsst, ist die Luftfeuchtigkeit im Raume. Und das kurzfristig nach Nutzung, damit der Großteil der Feuchtigkeit schnell verfliegt.

    Eine Möglichkeit wäre, zu versuchen, ob sich nicht etwas von dem Fensterband so ändern lässt, dass man es öffnen kann.
    Eine Weitere, eine Zwangsentlüftung. Beispiel innenliegende Toilette. Dort geht mit betätigen des Lichts eine Absaugung in Betrieb.
    SO etwas gibt es auch für Badezimmer...
    Ich kenne die weiteren Gegebenheiten leider nicht, um nähere Details anzubieten.
    Wenn Du mehr Interresse hast, mail mich an:
    [E-Mail-Adresse entfernt]

    Gruß
    Frank Smuda
    Dachdeckermeister & freier Sachverständiger im Bauwesen
  5. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: nachträgliche Dämmung
    Hallo Pieter,

    vor einer Umbaumaßnahme würde ich folgendes überlegen:
    1. Zwangsbelüftung des Badezimmers (Ventilator)mit Luftzufuhr gegenüber der Fensterseite
    2. Passive Entlüftung in Fensternähe (Lamellenklappe)

    Für die Umbaumaßnahme wie angefragt würde ich einen Experten vor Ort befragen.

    Gruß, Carl Lüttmann
  6. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: nachträgliche Dämmung
    Hallo,

    dazu müßte man den vorhandenen Wandaufbau kennen. Denn die geschlossene Öffnung sollte ja möglichst den gleichen Dämmwert wie die restliche Wand aufweisen. Sonst gibt es Probleme an den Übergängen.

    Auch bei intensiver Nutzung dürfte es kein Schinnelproblem geben, es sei denn, die Fenster sind falsch eingebaut. Wie wird das Bad überhaupt belüftet?
  7. Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
    Re: nachträgliche Dämmung
    Hallo Peter,

    am einfachsten ist es, einen in sich schon gut isolierenden Baustoff zu verwenden, der oberflächenmäßig bearbeitet werden kann.

    Das geht z.B. mit Porenbeton, Handelsbezeichnung u.a. YTONG. Um ein Verputzen + Verkleiden kommt man aber nicht herum.

    Eine interessante Alternative wären Vakuum-Isolationspaneele (VIP), die höchste Dämmwirkung haben. Man könnte z.B. anstelle der Fenster eine (selbst gefertigte) Sandwichplatte in derselben Größe einbauen, die aus innenseitiger und außenseitiger einbrennlackierter dünner Aluplatte mit dazwischen liegendem VIP-Element (Stärke 3 cm) besteht. Müsste weder außen noch innen behandelt werden; nur die Fugen müssen umlaufend fachgerecht angeschlossen werden - innen luftdicht; außen winddicht und schlagregensicher.

    Gruß alpino
    • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: nachträgliche Dämmung
      Vielen Dank,

      auf diese Art Infos hatte ich gehofft!

      pieter
  8. Antwort von nach 291 Tagen 0 hilfreich
    Re: nachträgliche Dämmung
    Ich bin von wer-weiss-was informiert worden, dass ich auf diese Anfrage nicht geantwortet habe. Es tut mir leid, aber ich habe sie nicht erhalten. Ich gehe davon aus, dass sich die Angelegenheit mittlerweile erledigt hat.

    Grüße

    Hartwig
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