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Re: weltuntergang 2012 ja oder nein
Wer immer diese Frage mit konkret mit ja oder nein beantwortet, ist ein diletantischer Stümper. Interessanterweise finde ich derlei Stümper am häufigsten unter jenen, die hellsehen wollen, dass nichts passiert.
Ich persönlich weiß es nicht, aber Ich beschäftige mich schon eine geraume Zeit damit, aber ich kann nur sagen, zu welchen Ergebnissen ich gekommen bin. Das sind natürlich nur Mutmaßungen, denn ich weiß es nicht, ich bin nämlich kein Hellseher.
In den Mythen von nahezu allen Kulturen ist von einem Ende - einer Art 'Weltuntergang' die Rede. So auch bei den alten Maya, deren Kultur schon längst Vergangenheit war, lange bevor Cortez in seiner Gier die Menschen der Folgekultur abzuschlachten begann. Eine der wenigen erhaltenen Schriften ist der Dresdener Codex, der den sogenannten Maya-Kalender beinhaltet.
Dieser besagt, dass am 21.12.2012 die letzte von fünf Zeitabschnitten und damit eine Aera endet, um nach 7 Jahren der Finsternis in eine neue Welt übergeht.
In unserer Kultur stützt sich das 'Weltuntergang-Szenario' in erster Linie auf die 'Offenbarung' des Johannes, die in ihrer Aussagekraft jedoch kaum brauchbarer ist als die Verse des Nostradamus. Sie enthält jedoch eine Fülle von interessanten Symbolen, die durch spätere Interpretationen so verfälscht wurden, dass es schon fast lächerlich ist.
So wurde z.B. aus einem 'Biest' oder 'Tier' der sogenannte Antichrist gebastelt, der aber nichts als eine reine Erfindung von wem auch immer ist. Ich komme immer wieder auf die gleiche Schlussfolgerung, dass es sich dabei in keiner Weise um eine persönliche Erscheinung (also um einen Menschen) handeln kann, sondern vielmehr auf eine Denkweise bzw. Bewusstseinsrichtung handeln muss.
Auf die Symbolik bin ich auf meiner Suche nach einem gemeinsamen Nenner gestoßen und ich stütze mich auf den kulturübergreifenden Teil, also die Bereiche, die in allen Kulturen nahezu gleich sind.
Eine auffällige Gemeinsamkeit betrifft die Prophezeihung Wasser betreffend, das in der Symbolik des Menschen jedoch weniger auf reales Wasser, sondern vielmehr auf Gefühle hindeutet.
Im Dresdener Codex ist eine Darstellung,
http://www.cogwriter.com/Dresden_Codex_Flood.jpg
... die u.a. eine alte Frau zeigt, die ein Gefäß mit Wasser über einen Vogel (Gedanken) ausgießt, der auf dem Kopf eines schwarz gekleideten hockenden Mannes sitzt.
Auf dem Kopf der Frau ist eine Schlange erkennbar, das Zeichen der Transformation (Häutung & Erneuerung).
Langer Rede kurzer Sinn:
Ich halte es für wahrscheinlich, dass es sich bei den Prophezeiungen weniger um den Untergang der Welt als um den des bestehenden Weltbildes handelt. Und ich halte es für möglich, dass die Zeitangabe der alten Maya garnicht mal so deneben liegt.
Möglicherweise ist die Menschheit an einer Weggabelung angekommen, an der sie sich entscheiden muss, wohin ihr weiterer Weg führt. Das Potential für beide Richtungen ist vorhanden, es ist die Frage, wofür sich die Menschheit entscheidet.
Derzeit sieht es allerdings noch nicht nach einer allzu großen Bereitschaft der Einzelnen aus, von alten Glaubensmustern abzulassen, es bleibt also spannend.