Was tun bei Photovoltaik-Vergütungs-Problem?

Von: , 21.07.2010 19:54 Uhr

- 24.02.10 mein Elektriker hat unsere Photovoltaik-Anlage angeschlossen, und Zähler eingebaut

- 04.03.10 Bundesnetzagentur hat unsere Anlage registriert, Sonne schien tapfer, fleißig Strom ins Netz eingespeist, Photovoltaik-Verkäufer versicherte mir, dass der erzeugte Strom komplett vergütet wird

- später bei einem Telefonat stellte sich heraus, dass versehentlich ein ungeeichter Zähler eingebaut wurde

- vom Elektriker waren aber geeichte bestellt, aus dieser Lieferung nahm er auch angeblich den bei uns eingebauten Zähler

- den Lieferanten will er nun aufgrund Falschlieferung verantwortlich machen

- am 11.04.10 ging die Fertigmeldung unseres Elektrikers per Fax bei der EnBW ein. Laut ihm, versuchte er die Fertigmeldung bereits ab dem 15.03.10. an die EnBW zu faxen.

- EnBW kam dann am 07.05.10 (erst) zu uns und baute einen geeichten Zähler ein

- ab diesem Datum läuft nun unsere Vergütung, d.h. unsere Anlage hat über 2 Monate (vom 24.02.-07.05.10) Strom produziert und ins Netz eingespeist, welcher uns von der EnBW gar nicht vergütet wird, da wir keinen geeichten Zähler hatten!

- Wechselrichter zeigte den gleichen Wert wie der Zähler an (wieviel Strom bisher erzeugt wurde) doch auch ein Wechselrichter gilt als keine geeichte Messeinrichtung. Keine Vergütung möglich laut EnBW!

- Elektriker und Verkäufer sind der Meinung, dass auch Lieferant und EnBW Teilschuld an der mir entgangenen Vergütung tragen

- EnBW habe schließlich mit der Abnahme unserer Anlage viel zu lange auf sich warten lassen. Wäre die EnBW früher erschienen, hätte das meinen Schaden vermindert

- da ich mit der Vergütung ab dem Anschlussdatum Ende Februar rechnete, musste ich mein Darlehen nun 3 Monate ohne Vergütung abbezahlen

- 17.06.10 habe ich dem Elektriker die entgangene Vergütung (1.192,20 €) in Rechnung gestellt

- unser Elektriker fragte bereits bei seiner Versicherung nach, diese lehnt eine Regulierung ab, da kein Sachschaden entstand

- er sieht seine Schuld ein, aber übernimmt Schaden nur bis zum 15.03.10 (bis zu seinem 1.Fax an EnBW, welches dort aber nicht ankam) und bietet mir 280€ aus Toleranzgründen an (wie er auf diesen Betrag kommt, weiß ich noch nicht...)

Ich möchte mich hier etwas über meine Möglichkeiten informieren.

Was könnte ich unternehmen?
Wer ist mein Schuldner / bzw. der Verantwortliche?

- EnBW? (da Strom bisher umsonst eingespeist)
- Elektriker? (weil er falschen Zähler einbaute)
- Verkäufer? (weil er mir komplette Vergütung zusagte)
- oder Zähler-Lieferant? (wegen Falschlieferung)

Gibt es hier jemanden, der mir Tipps geben kann?
Sorry für den langen Text, aber ich denke hier sind genaue Details wichtig...!
Kosten für einen Rechtsanwalt möchte ich natürlich verhindern. Außerdem greift meine neu abgeschlossene Rechtsschutzversicherung bei diesem Fall noch nicht.

Für Rückmeldungen vielen Dank schon im Voraus.
Saskia Seibold

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Was tun bei Photovoltaik-Vergütungs-Problem?

    Hallo

    Danke für die gute Beschreibung !

    Eins ist mir nicht klar, der Elektriker hat den Zähler eingebaut und später hat in die EnBW eingebaut. Wer hat denn den Zähler einzubauen ? Im Kaufvertrag nach schauen Kaufpreis ca. 100 €
    oder Miete bei EnBW ca.7-20 € im Jahr.

    Meine Meinung

    Haben Sie einen Zeugen für die Aussage vom Verkäufer ? Wenn ja dann hat der auch dafür gerade zu stehen.
    Der Elektriker hat auf jeden Fall den größten Fehler gemacht und hat dies auch zu verantworten. Er muß wissen dass er einen geeicht Zähler einbauen muß, zumal er den Wareneingang prüfen muß
    Lieferant ist unschuldig maximal die Versandkosten sind ein klagbar
    EnBW ist auch unschuldig z.Z. geht es halt nicht so schnell (der Elektriker kann ja die Vergütung bei der EnBW zurückfordern )
    Vermutlich haben Sie schon den ganzen Betrag bezahlt ?
    Anwalt vergessen Sie dies am schnellsten, ich habe auch nicht gewonnen obwohl meine Aussichten sehr gut waren Kurzfassung LKW fuhr gegen die Halle auf die ich meine PV Anlage bauen wollte. Versicherung Kravag sagte mir die Entschädigung zu. 4500 € war der Ausfall Versicherung wollte erst nur 1500 €dann 2500 € Zahlen. Vergleich bei Gericht 3200 € - 1200 € Kosten war kein gutes Geschäft.

    Ich hoffe ich konnte etwas helfen

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