Expertenwissen
Von: , 15.09.2009 13:10 Uhr
Liebe/-r Experte/-in,

ich habe ausstrahlende Schmerzen im linken Bein und mein Orthopäde möchte mit einem MRT einen Bandscheibenvorfall in der LWS ausschließen. Da ich Klaustrophobie habe und es auch schon erfolglos mit Dormicum in einem herkömmlichen Gerät versucht habe, würde ich gerne in ein offenes Gerät. Ich habe vor 4 Jahren die Krankenkasse gewechselt (vorher BKK IHV, jetzt Techniker), unter der BKK war ich mehrfach in einem offenen MRT, dass keine Kassenzulassung hat. Die TK sagt jetzt, dass nicht alle offenen Geräte gute Ergebnisse liefern würden und weil das Gerät, in dem ich in den letzten Jahren gelegen habe, nicht die technischen Anforderungen hat, die die TK verlangt, können sie mir das nicht bezahlen. Es gibt im ganzen Rhein-Main-Gebiet offenbar nur 2 zugelassene Geräte und beide stehen in Krankenhäusern.
Frage: Kann man mich vor einem MRT so narkotisieren, dass ich ohne Bewußtsein bin, wie z.B. bei einer Darmspiegelung? Oder muss ich eine Wartezeit von 2 Monaten in Kauf nehmen?

Danke! Viele Grüße Simone

6 Antworten zu dieser Frage
  1. Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Re: Offenes MRT versus geschlossenes MRT
    Hallo Simone,
    also wir, ich arbeite an einer Uni machen das mit einer Narkose wenn alles andere nicht funktionieren sollte,und haben damit gute Erfolge. Es muß vorher alles abgesprochen sein mit der Anästhesie und dann sollte das kein Problem sein.

    Viele Grüße Stefan
    • Antwort von nach 19 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Offenes MRT versus geschlossenes MRT
      Hallo Stefan,

      bedeutet das, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich eine "richtige" Narkose bekommen kann, bei einer radiologischen Abteilung in einem Krankenhaus höher ist als in einer niedergelassenen Praxis?

      Danke!

      Viele Grüße

      Simone [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
      • Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Offenes MRT versus geschlossenes MRT
        Hallo Simone,
        das würde ich so mit ja beantworten , weil für eine Praxis es schwierig ist wenn kein Anästsist im Haus oder in der nähe ist.
        Eine Praxis die an ein Krankenhaus angekoppelt ist sollte es kein Problem sein.

        Mfg
        Stefan [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
  2. Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
    Re: Offenes MRT versus geschlossenes MRT
    Hi Simone,
    diese Frage mußt Du eindeutig mit einem Arzt und mit der Krankenkasse abklären. Eine Narkose ist zum einen nicht ungefährlich und zum anderen auch nicht umsonst. Ansonsten gibt es alternativ die Möglichkeit einer CT. Mit der kann ein BSV auch ausgeschlossen werden.

    Ein Tipp: Mal flach auf den Rücken legen, auf eine harte Unterlage (Boden bspw.) und dann die Arme hinter'm Kopf verschränkt auflegen. Versuch dann mal mit den gestreckten Beinen "die Kerze" zu machen, also Beine nach oben. Wenn das nicht möglich ist, spricht's für nen BSV, wenn's geht ist die Wahrscheinlichkeit, daß es von der BS kommt gering.
    Gute Besserung! [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
    • Antwort von nach 19 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Offenes MRT versus geschlossenes MRT
      Hallo Thomas,

      vielen Dank für den Tipp, das werde ich mal versuchen.

      Viele Grüße

      Simone [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
  3. Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
    Re: Offenes MRT versus geschlossenes MRT
    Hallo Simone,

    man kann schon eine Narkose machen, das erfordert aber in der Regel eine gewisse technische Ausrüstung zur Patientenüberwachung. Eine Praxis wird das wahrscheinlich nicht leisten können und wollen. In wie weit Krankenhäuser ambulante Narkosetermine anbieten weiß ich allerdings nicht und ob die TK die Kosten hierfür übernimmt bleit auch offen. Du (ich sag mal Du) bist allerdings die erste Patientin die ich erlebe die mit Dormicum nicht zu untersuchen ist... war vieleicht die Dosisierung etwas sparsam?
    Anderer Punkt: Weiß denn der Orthopäde von der Problematik? Welche Kosequenz hat die Untersuchung für den Orthopäden? Meistens ändert sich nach dem MRT wenig an der Therapie - es sei denn es gibt bereits Lähmungserscheinungen.
    2. Möglicherweise tut es auch ein CT, ist zwar nicht ganz so gut wie ein MRT und mit ein wenig Röntgenstrahlen verbunden - aber besser als nichts. Sprich noch mal mit dem Orthopäden.

    Alles Gute und viele Grüße
    Dr. Smax