Expertenwissen
Von: , 27.01.2011 16:39 Uhr

Hallo an alle Wissenden, bitte teilt etwas davon mit mir, da ich noch Recht jung bin und keine selbstständige Erfahrung mit Krankenversicherung und EkSteuererklärung habe. Mein Fall ist folgender:

Nach dem Abitur und während des Studiums habe ich 5 Jahre lang für ca. 500 € Netto im Monat gearbeitet, war gesetzlich Krankenversichert und habe keine EkStErklärung abgegeben. Es hat sich nie jemand beschwert, also war anscheinend alles rechtens.

Zum 30.09.2010 habe ich bei meinem Arbeitgeber gekündigt, da ich seither im nichteuropäischen Ausland (DomRep) arbeite. Ich habe einen ADAC Aulandsschutz ür 6 Monate abgeschlossen und plane das noch bis Ende 2011 zu machen, ehe ich wieder nach Deutschland zurückkehre. Hier verdiene ich 2500$ Netto im Monat, eine Wohnung und ein Auto. Das Geld kommt monatlich auf mein deutsches Konto.

Ich mache keine EkStErklärung, bin seit 30.09. nicht mehr krankenversichert und habe keine Anwartschaft bei der Krankenkasse abgeschlossen. Ich bin nicht arbeitslos gemeldet. Mein Hauptwohnsitz liegt immer noch in Deutschland.

1. Was soll/kann ich mit meiner Krankenkasse machen, da ja egtl eine Versicherungspflicht besteht?
2. Sollte ich eine EkStErklärung abgeben? Was wird da auf mich zukommen? Ist das Schwarzarbeit trotz Ausland?
3. Hat jemand noch generell eine Anmerkung/ Tipp?

Vielen vielen Dank im Voraus, Palmine

16 Antworten zu dieser Frage
  1. Antwort von nach 11 Minuten 1 hilfreich
    Re: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
    Das ist alles nicht einfach.

    Formal ist man mit Hauptwohnsitz in Deutschland krankenversicherungspflichtig. Wenn man aber der Krankenkasse plausibel nachweisen kann, dass man den Lebensmittelpunkt im Ausland hat, sollte das funktionieren. Hauptwohnsitz in DomRep, Zweitwohnsitz oder keiner in D, sollte doch gehen ?
    Bei Rückkehr nach D wird man wg. der Versicherungspflicht wieder von der Kasse aufgenommen, wo man zuletzt war.
    (Richtig gesicherte Praxiserfahrungen hat man mit der Versicherungspflicht in solchen Fällen noch nicht, jede Kasse, jeder Bearbeiter kann das anders sehen.)
    Der ADAC-Krankenschutz wird nicht akzeptiert werden. Kann der überhaupt solange angeschlossen werden ?

    Zur Steuer kann ich wenig sagen: Werden in DomRep Steuern gezahlt ? Ist der Arbeitgeber in DomRep ?
    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
      Danke für die schnelle Antwort.
      Ich zahle in der Dom keine Steuern, aber mein Arbeitgeber ist eine Dominikanische Firma.
      Den ADAC Schutz gibt es auch als Langzeitvariante. Zum Glück.
      Ich bin nur etwas vorsichtig damit meinem AOK Sachbearbeiter alles zu erzählen, da ich mich rechtlich unsicher fühle. Werde das aber mit ihm durchsprechen und ihn überzeugen müssen.
  2. Antwort von nach 28 Minuten 1 hilfreich
    Re: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
    Hallo,
    da du bisher krankenversichert warst, hat dein AG mit Sicherheit Lohnsteuer abgeführt, so dass die Tatsache, dass du keine Steuererklärung abgegeben hast, eher zu deinem Nachteil war (Steuerrückzahlung bei dem relativ niedrigem Einkommen).
    Zur jetzigen Situation: Da du keinen deutschen AG hast und auch nicht in Deutschland arbeitest, besteht nach deutschen Recht in Deuitschland keine gesetzliche Krankenversicherungspflicht. Für den evtl. Notfall (teurer Krankenhausaufenthalt in der Dom Rep. oder auch hier in Deutschland solltest du dir jedoch schleunigst eine private Krankenversicherung suchen, die entsprechend deinen Ansprüchen evtl. Krankheitskosten absichert, ansonsten musst du alle Krankheitskosten alleine bezahlen.

    Hinsichtlich der Steuern würde ich mich an das Finanzamt wenden ! Wer ist dein AG, führt er Steuern in der Dom Rep. ab usw. Das solltest du mit dem FA klären.

    Gruß ayro
    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
      Danke für die antwort.
      Mein arbeitgeber ist eine dominikanische Firma un dführt für mich keine Steuern ab.
      Sollte ein nicht arbeitsbedingter Krankheitsfall eintreten schützt mich mein ADAC Auslandsschutz. Ist es ein Arbeitsunfall springt vertraglich geregelt mein AG ein.
      Zwecks Steuern bin ich mir nicht sicher zum FA zu gehen. Der Krankenkasse stehe ich da offener gegenüber, aber ein staatliches Organ hat andere Beweggründe und Möglichkeiten mit meiner rechtlichen Unsicherheit umzugehen...
      • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
        uslandsaufenthalt handelt. Aber das musst du mit dem ADAC klären.

        Das mit dem FA musst du entscheiden. Wenn nirgends ein Einkommen nach deutschen Steuerrecht hinterlegt ist, wird dir das FA auch kein steuerpflichtiges Einkommen nachweisen können.

        VG
        ayro
    • Antwort von nach 36 Minuten 1 hilfreich
      Re: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
      Hallo Palmine,

      das mit der Krankenkasse ist kein Problem. Notfalls kannst Du durch die Stempel im Pass nachweisen, dass Du Dich für längere Zeit im Ausland aufgehalten hast, auch wenn Dein Wohnsitz immer noch in Deutschland ist. Zum Theme EInkommensteuererklärung kann ich Dir leider nicht weiterhelfen.
  3. Antwort von nach 48 Minuten 0 hilfreich
    Re: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
    Hallo,

    zum Bereich Steuer kann ich keine Aussage treffen.
    Thema Krankenversicherung: Ist es ein deutscher oder ein heimischer Arbeitgeber? Ist es ein heimischer Arbeitgeber, so gibt es keinen Schutz über die dt, Krankenkasse. Ist es ein deutscher, so gilt es mehrere Faktoren zu klären.
  4. Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
    Re: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
    hallo,
    eines der leichtesten Übungen.
    Du wirst ohne Nachzahlung oder sonst eine "Quälerei" in jeder GKV aufgenommen. Ebenso (solltest Du das wünschen und genügend verdienen, in jeder PKV.
    Diese Nachzahlungspflicht trifft nur diejenigen, die in D arbeiten und leben und nicht versichert waren.
    Du aber warst bis zu Deiner DomRep-Anstellung pflichtversichert, als KV-Versichert.
    Also: wenn Du wieder nach D kommst um hier zu leben, dann melde Dich bei einer Versicherung Deiner Wahl an.
    Und fertig ist die Laube.
    Sollte diese Kasse Probleme machen (was ich nicht glaube, dann schreibe mir. Ich bring Dich unter.
    Hupftiegel
    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
      hehe,
      klare Worte.
      Danke
    • Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
      Re: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
      Hallo,

      kurz und knapp:

      Es ist keine Schwarzarbeit.
      Für die Krankenkasse reicht ein Nachweis, dass sie sich im Ausland aufgehalten haben.
      Wenn sie zurück kommen und Anspruch auf ALG II haben oder hier wieder arbeiten gehen, dann werden sie ganz normal weiter versichert. Wenn nicht, dann bleibt die freiwillige Versicherung und die kostet ca. 140 EUR. Wichtig ist der Nachweis über ihren Auslandsaufenthalt da sie sonst die Monate die sie im Ausland waren auch zahlen müssen.

      Viele Grüße
      Christoph
    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
      Danke erstmal. Keine Schwarzarbeit beruhigt.
      Ich habe nur etwas Angst wegen der Verbindung von "Hauptwohnsitz in Deutschland" und "monatliche nicht geringfügige Eingänge auf mein dt. Konto".
      Ich weiss ja nicht wie transparent mein geldverkehr dem FA ist, Stasi gibt es nicht mehr, aber Schäuble's Schergen sind nicht zu unterschätzen.
      Nachdem die Antworten aber allesamt aufmunternd sind und ich mittels Naivität doch nicht zuviel falsch gemacht habe bin ich beruhigt.
      Danke nochmal!
        • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
          Re: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt

          Hi Palmine.
          Erfolgte in /für Deutschland eine Abmeldung?
          Gruß
      • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
        Re: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
        krankenversichern musst du dich erst wieder wenn du einen deutschen arbeitgeber hast. nur der wohnsitz in deutschland löst keine versicherung aus. eine anwartschaft ist nicht nötig denn sobald du zurückkommst kannst du zurück in die gesetzliche kasse in der du warst gehen. egal pb arbeitslos gemeldet oder mit beschäftigung, die kasse muss dich aufnehmen
      • Antwort von nach 36 Tagen 0 hilfreich
        Re: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
        A) Schwarzarbeit nach deutschem Recht ist es nicht, da deutsche Gesetze nur in Deutschland gelten.
        B) Die Krankenversicherung bei der du vor deiner Abreise zuletzt versicherst warst, muss dich bei deiner Rückkehr wieder aufnehmen.
        C) Mach dir um sie Steuern erst mal keinen Kopf.
        Hast du eine Aufenthaltsgenehmigung (Cedula) für die DomRep?
        D) Bei der ADAC Langzeit Auslandskrankenversicherung irrst du dich meines Wissens. Ich hatte dort nämlich mal angerufen, weil ich ein Jahr ins Ausland gehen wollte. Man sagte mir sie gelte nicht in Deutschland und auch nicht am Wohnort(!). Sie gilt für "reisen" aber nicht für "wohnen". Da du aber in der DomRep sowas wie einen Wohnsitz hast, bist du dort wohl darüber nicht versichert fürchte ich.
      • Antwort von nach 46 Tagen 0 hilfreich
        Re^2: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
        A) Ich hab es hier schon erlebt, dass Interpol Deutsche in ihren Wohnungen hier besucht und ggf. mitnimmt. Das aber nur bei wirklichen Straftaten nehme ich an...
        C) Eine Cedula habe ich nicht. Bin als Touri im Land.
        D) ADAC schuetzt mich bei Unfaellen auf Ausfluegen etc. Bei "Arbeitsunfaellen" sorgt die Firma...
        • Antwort von nach 46 Tagen 0 hilfreich
          Re^3: Arbeiten im Ausland - Krankenversicherung & EkSt
          wenn du dich nur mit dem touristenvisum in der domrep aufhältst, dann hast du meines wissens keine arbeitserlaubnis in der domrep.
          gut, die domrep ist nicht deutschland, das mit den gesetzen wird nicht so ernst genommen. allerdings bezweifel ich das die versicherung deiner firma bei einem arbeitsunfall zahlen wird, das müsste die firma schon selbst tun da sie dich ja "illegal" beschäftigt haben.
          da du ja offiziell nur urlaub in der domrep machst und deinen offiziellen wohnsitz in deutschland hast, bist du rein formal mit deinem welteinkommen in deutschland steuerpflichtig. nur man muss ja nicht die pferde scheu machen ..
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