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Re: Übergewicht durch Übersäuerung
Hallo Buentchen,
wie waren die ph-Werte? Bei einem pH-Wert unter 7,36 ist das Blut übersäuert - es liegt eine Azidose vor. Steigt der Wert über 7,44, ist es zu basisch.
Es ist so, dass der Mensch leichte Abweichungen von diesen Werten nicht spürt, jedoch gerade in der Naturheilkunde oft bei unspezifischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Abgeschlagenheit etc. eine Übersäuerung als Ursache vermutet wird, welche dann mit speziellen Diäten behandelt werden soll.
Wer hat dir diese spezielle Säuren-Basen-Diät empfohlen? Ich rate generell, immer eine zweite Meinung einzuholen.
siehe hierzu auch folgenden Artikel: (Quelle Stern)
Erst starke Entgleisungen führen zu körperlichen Störungen. Das ist etwa bei Übersäuerung eines Diabetikers (Ketoazidose) der Fall. Symptome der schweren Azidose sind zum Beispiel starke Übelkeit und schwere Kreislaufprobleme; unbehandelt kann die Störung in ein Koma münden und lebensbedrohlich sein.
In der Naturheilkunde gibt es Vertreter, die annehmen, dass bereits geringe, im Labor meist nicht messbare Abweichungen des pH-Wertes Beschwer- den und schwere chronische Krankheiten auslösen könnten. Unspezifische Symptome wie Abgeschlagenheit, Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen sollen Hinweise auf eine chronische Übersäuerung sein; einige bringen auch Krankheiten wie Allergien, Schmerzsyndrome, Migräne, Neurodermitis oder Rheuma mit einem gestörten Säure-Basen-Haushalt in Verbindung. Sie raten zu speziellen Diäten und der Einnahme von basischem Pulver, um der latenten Übersäuerung entgegenzuwirken.
Bernhard Uehleke, Arzt in der Abteilung für Naturheilkunde der Charité, mahnt zur Vorsicht: "Ich halte nicht viel von dem Konzept der Entsäuerung, vor allem nicht allein mit Basenpulvern. Eine starke Alkalisierung ist genauso gefährlich." Die Theorie der latenten Übersäuerung sei auch unter Alternativmedizinern umstritten. "Sie wird vor allem von Anhängern der Lehren des Kurarz- tes Franz Xaver Mayr vertreten, einer kleineren Gruppe innerhalb der Naturheilkunde." Nüchtern resümiert Andreas Pfeiffer, Professor für Innere Medizin und ärztlicher Leiter der Abteilung für Klinische Ernährung am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam den Forschungsstand: "Das ist wissenschaftlich bislang nicht belegt, und es spricht nichts dafür, dass ein Nachweis erfolgen könnte.
Mein Rat:
1) PH-Werte vergleichen, ob sie wirklich so dramatisch von den normalen Werten abweichen
2) 2. Meinung einholen
3) aus eigener Erfahrung rate ich, ein komplettes Blutbild machen zu lassen, Hormonstatus checken lassen - Stichwort Schilddrüsenhormone. Evtl. ist auch ein Überschuss an weiblichen Sexualhormonen vorhanden. Das ist aber reine Spekulation.
Allerdings tippe ich immer als erstes auf die SChilddrüse, wenn es trotz Ernährungsumstellung und Sport mit dem Abnehmen nicht funktionieren will
Viel ERfolg