Antwort
von
nach 151 Tagen
0
hilfreich
Re: kortison ?
Hallo Hermann
Ja es ist oft sehr schwierig eine genaue Antwort der Ärzte zu erhalten.
Das Kortison Schleimhäute austrocknet ist eigentlich bekannt.
Sicherlich spielt dabei auch die Dosis eine Rolle.
Bei der Nase, die ja sehr empfindlich ist, schätze ich es als großes Risiko ein.
Wie ich schon mal schrieb, leide ich seit Jahren unter den Folgen.
Ich würde davon abraten, Kortison in die Nase zu sprühen.
Wenn die Nasenschleimhaut gestört ist, gibt es kein Zurück mehr.
Nun noch einmal: Kortison ist ein Hormon, welches der Körper selber herstellt.
Wird aber mehr Kortison benötigt, so wird eine höhere Dosis für eine gewisse Zeit eingesetzt.
Der Körper erzeugt es dann nicht mehr selber.
Bei besonders schweren Fällen kann es in sehr hoher Dosis anstelle von Morphium angewandt werden. Dies führt bei Bettlägerigen zur Versteifung der Gelenke.
Der Zeitraum ist dabei unterschiedlich (2-X Jahre). Also kein Normalfall.
Morphium oder hohe Dosis Kortison, werden sicherlich nur bei sehr großen Schmerzen einge-setzt. Der Vorteil des Kortisons, es macht nicht süchtig.
Nimmt jemand für längere Zeit Kortison und möchte es wieder absetzen, so muss dies langsam geschehen. Bei hoher Dosis können die Sprünge (z.B. von 90 mg auf 60 mg) möglich sein.
Ab 20 mg, in Stufen a 5mg, kann es bis zu 2 Jahren dauern, bis man auf 0 mg kommt.
Denn der Körper muss erst wieder dazu gebracht werden, das Hormon selber herzustellen.
Wichtig auch dabei, dass alle paar Wochen eine Blutuntersuchung stattfindet.
Da das Hormon in der Nebennierenrinde hergestellt wird, bekommen Patienten mit Nierenschä-den, auch bei nur einer Niere, Kortison in geringer Dosis. i.d.R. 5 mg. Bis 6-7 mg ist Kortison voll-kommen unschädlich für den Körper. Man sagt, das wäre die Menge, die der gesunde Körper eh selber herstellt. Je nach Befinden, kann die Dosis dann bis 20 mg für kurze Zeit erhöht werden, ohne zu schaden.
Ich bleibe dabei, Kortison ist fast ein Wundermittel, wenn es vernünftig eingesetzt wird.
Rudi