Wohnungskauf vor dem Scheidungstermin?
Von: , 22.10.2011 18:34 Uhr
Mein Freund lässt sich nach 6 Jahren Ehe (2 gemeinsame Töchter, 7 und 4 Jahre) scheiden.Die Noch-Ehefrau hat die scheidung eingereicht. Da sich Beide in folgenden Punkten einig waren:
-Kinder bleiben bei ihr, Unterhalt zahlt er lt Düsseldorfer Tabelle
-auf Zugewinnausgleich wird verzichtet (da keiner von Beiden einen erheblichen Zugewinn hatte )
-auf den Versorgungsausgleich wird NICHT verzichtet.
schlug die Ehefrau vor, dass sie sich gemeinsam vertreten lassen um Kosten zu sparen. Inzwischen gibt es Streit um den versorgungsausgleich, sodass es sein kann, dass er sich doch einen Anwalt nimmt.
Nun will er sich noch vor der Scheidung eine günstige 4Z-Wohnung mit Garten (50 000Euro+10 000Euro Nebenkosten für Notar, Markler, Grunderwerbssteuer, Einbauküche und Umzugskosten) kaufen, in die er dann auch direkt einziehen will. Eigenkapital hat er nicht, aber er wird den Kredit vorraussichtlich trotzdem von der Bank kriegen, weil sein Verdienst reicht.
Das Angebot ist deshalb so günstig, weil es in dem Dorf außer Häusern, Wald und Wiesen nichts gibt. Für uns liegt die Wohnung sehr günstig(Arbeitsplatznah) und ist genau das, was wir suchen. Vergleichbare Wohnungen allerdings ohne Garten kosten hier zwischen 55 000 und 80 000Euro sodass es einfach schade wäre auf so eine Chance zu verzichten...
Meine Frage: solange wir vor der Scheidung keine große Arbeit zur Aufwertung der Wohnung reistecken ist er doch auf der sicheren Seite, falls sie von dem Kauf was mitkriegt und doch einen Zugewinnausgleich will, oder? Da er ja die gleiche Summe die er Gewinnt (durch den Wohnungserwerb) ja auch gleichzeitig der Bank schuldet. Oder mache ich irgendwo einen Denkfehler?
Die Wohnung hat sicherlich einen höheren Wert, der deutlich über dem Kaufpreis liegt. Wäre das ein Zugewinn? (Er will dort selbst wohnen).
(Zudem zahlt er insgesmmt 10000Euro Bafög ab, was ggf. ein negativer zugewinn wäre?)
Ganz herzlichen Dank schon mal!
