Braucht ein kostenloses Internet Service AGB`s ?

Von: , 25.02.2010 18:53 Uhr


Wenn man eine kostenlose Kontaktbörsen Webseite betreiben will wo User sich kostenlos registrieren können und die Funktionalität der Webseite kostenlos nutzen können.

Braucht man dafür auch eine AGB oder Datenschutzerklärung um rechtlich abgesichert zu sein?

Beispielsweise sollen die User kein rechtlichen Anspruch auf diese Dienstleistung haben wenn es Offline geht oder Fehler hat.
Habe ich als Betreiber eines kostenlosen Dienstes solche Sicherheit automatisch oder muss man das per AGB angeben?

Es werden Daten von Usern gespeichert, ist dafür eine Datenschutzerklärung notwendig?

6 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 15 Minuten 0 hilfreich
    Re: Braucht ein kostenloses Internet Service AGB`s ?

    Auch wenn es kostenlos angeboten wird, dürfte der Dienst rechtlich als "gewerblich" eingestuft werden. Das heißt, du brauchst vor allem ein volles Impressum mit allen notwendigen Angaben gemäß TMG. (Volle Adresse, Telefon, eMail, ggf. Handelsregistereintrag und USt-ID, falls vorhanden und du nen Gewerbeschein hast.
    Das volle Impressum ist vor allem dann wichtig, wenn du Werbung auf der Seite anzeigst. Gilt auch schon für Google-Ads.

    AGB solltest du zu deiner Sicherheit vielleicht auch aufsetzen und solche Sachen reinschreiben, dass der Dienst jederzeit beendet werden kann, dass du keine Garantie für die Richtigkeit der Inhalte und so weiter machen kannst. Außerdem muss drin stehen, dass der Nutzer sich verpflichtet, keine falschen Angaben zu machen und insbesondere bei Bildern nur solche einzustellen, für die er die Urheberrechte hält und die er einstellen darf.

    Und da du mit persönlichen User Daten rummachst, ist die Datenschutzerklärung absolut wichtig und notwendig. Du musst klarstellen, dass die Daten keinen Dritten zur Verfügung gestellt werden, bwz. wenn doch, was weitergegeben wird. Die ganze Litanei eben, die man so kennt.

    Bei der Anmeldung muss der Nutzer unbedingt bestätigen, dass er AGB und Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert hat. Sonst kriegst du am Ende Probleme deswegen.

    Merksatz gilt immer: Je mehr du schreibst und machst, umso besser bist du abgesichert. Von daher würd ich sowohl AGB als auch die zwingend erforderliche Datenschutzerklärung erstellen.

    Und noch was zur Anmeldung. Mach hier ein Double-Opt-In Verfahren. Nur das gilt derzeit vor Gericht als annerkannt. Das heißt, der User meldet sich an und kriegt dann eine Mail, mit der er bestätigen muss, dass er sich angemeldet hat. Das geht dann wieder über einen personifizierten Link. Erst dann wird seine Anmeldung wirksam.

    Die Double-Opt-In Mail gilt auch nicht als unerlaubter Spam, sondern ist vom Empfänger zu akzeptieren. Sonst könnte sich ja jemand mit ner gefakten Adresse anmelden und ein anderer ist leidtragender.

    • Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Braucht ein kostenloses Internet Service AGB`s ?

      Hallo,

      danke für die ausführliche Antwort, ist sehr hilfreich.
      Ich habe noch zwei Fragen:

      - Auf manchen vergleichbaren Webseiten findet man statt AGBs nur die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen. Gibt es ein Unterschied zwischen AGB und Nutzungsbedingungen?


      - Bezüglich dem Double-Opt-In Verfahren. Das ist ja fast überall schon Standard. Aber wie aussagekräftig ist es wirklich?
      Weil als Betreiber hat man theoretisch die Möglichkeiten solche Registrierungen auch zu fälschen, auch die IP von jemanden einzutragen ist kein Problem.
      Wenn es da zu einem Rechtsstreit käme wo ein User so etwas vorwirft das er sich angeblich nie registriert hätte. Was dann?
      Weil die Möglichkeit zu Fälschung ist ja da, aber der User kann das auch einfach vorwerfen. Wer ist dann im Recht?

      Bei einem kostenlosen Dienst halb so wild, problematisch wäre es bei kostenpflichtigen Angeboten wo Online Verträge abgeschlossen werden.

      Gruß

  2. Antwort von nach 16 Minuten 0 hilfreich
    Re: Braucht ein kostenloses Internet Service AGB`s ?

    hallo dahaka,
    mE ja, schon um mögliche Haftungsfragen zu klären, dass der Nutzer eben nicht darauf vertrauen kann, dass der Service immer reibungslos funtioniert etc.
    auch braucht diese seite eine Datenschutzerklärung und ein Hinweis auf den Verantwortlichen.
    REs sollte auch geklärt werden, was mit den Daten des Anwenders geschieht, dürfen die weitergegeben werden (Einwilligung erforderlich), wann werden diese gelöscht, kann er selbst löschen etc.
    Damit geklärt?

  3. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: Braucht ein kostenloses Internet Service AGB`s ?

    Hallo Dahaka,

    also ich bin mit den Datenschutzbestimmungen im Moment nicht auf dem neuesten Stand.
    Also sicher ist wenn Daten von Usern gespeichert werden dann mußt Du die Datenschutzbestimmungen auf jeden Fall einhalten.
    Der User muß, so viel ich weiß, mit der Speicherung seiner Daten einverstanden sein.

    Hoffe ich konnte wenigstens ein bisschen weiterhelfen

    Viele Grüße von
    Andy

  4. Antwort von - abgemeldetes Mitglied - nach 11 Stunden 0 hilfreich
    Re: Braucht ein kostenloses Internet Service AGB`s ?

    Du brauchst ganz dringend eine AGB. Darin klärst du ab, was passiert wenn sich jemand schlecht benimmt. Eine Datenschutzerklärung brauchst du auch. Du musst z.B. versichern das du die Daten nicht an Dritte weitergibts etc.

  5. Antwort von - abgemeldetes Mitglied - nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Braucht ein kostenloses Internet Service AGB`s ?

    Hallo,
    ein User hat nur Anspruch auf den Service, wenn er dafür zahlt. Du brauchst keine AGB, es reichen auch einfach nur Regelungen oder Benimmregeln. Als Datenschutzerklärung würde ich einfach nur schreiben: Die von Ihnen angegeben Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.

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