Stromerzeugung für ehem. Bauernhaus

Von: , 08.03.2010 15:07 Uhr

Hallo an Euch im WWW.

Folgende Frage möchte ich stellen:

Ich beabsichtige meine Stromversorgung auf einen mit Biokraftstoff betriebenen Generator umzustellen, da mir die Preissteigerungen und falschen Rechnungen zu Hals heraus hängen.
Nur weiss ich nicht in welche Leistungsklasse ich da einsteigen muss, mein Elektriker vor Ort hat mich nur dumm angeschaut und vom Energieversorger bekam ich nicht einmal eine Amntwort.
Wir bewohnen einen ehemaligen Bauernhof, heizen mit Holz und z.Zt. wird das Warmwasser noch elektrisch erzeugt (Boiler 6KW, soll auch geändert werden).
Das Leistungsstärksste Gerät ausser Haus ist eine
8KW Kreissäge und ein gleichstarkes Heugebläse das ab und an verwendet wird.
Wie stark bzw. wieviel kva muss ein Generator haben um mich komplett autark zu versorgen?
Ich weiss das so etwas funktioniert, denn ich war mal im Urlaub auf Fuerteventura, dort gab es nur von 7.°° - 12.³° und von 17.°° biss 22.³° Strom von einem Dieselgenerator, allerdings versorgte dieser fast 15 Häuser.
Da muss das doch auch mit einem gehen, oder?

In Erwartung Eurer Ratschläge verbleibe ich
Helmut

9 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: Stromerzeugung für ehem. Bauernhaus

    Klar geht das auch mit einem Nun muss man für die Bemassung der Grösse einiges beachten (Was alles gleichzeitig genutz wird oder kann plus eine reserve) oder mal nachmessen(wieviel KW man jetzt so braucht wenn man mal das an macht was so Max. zusammen läuft plus reserve.)
    Und dann mus man auch mal sehen welcher Hersteller welche Grösse anbietet die man auch mit Biokraftstoffen betreiben kann.

    Mit freundlichem Grusse
    Hioffe damit ist erst einmal geholfen.
    P.S. Warum schaute er denn nur, hielt er die Idee für Dumm oder weil er keine Ahnung hatte denn dann sollten Sie den Elektriker schnelstens wechseln.

    • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Stromerzeugung für ehem. Bauernhaus

      Hallo Mac Doc,

      vielen Dank für Deine Antwort,
      den Elektriker habe ich schon gewechselt, ich vermute mal das er zwar mit der Materie vertraut ist, aber er arbeitet viel im Auftrag des hiesigen stromversorgers, was evtl. das mangelnde Interesse erklärt.

      Ich werde vermutlich doch Abstand nehmen müssen von meinem Autarken Traum, es sei denn ich finde ien Lösung mich mit selbst erzeugtem Biogas zu versorgen.
      Ansonsten sind die Erzeugerkosten einfach zu hoch, selbst wenn ich eine Förderung bekäme.
      Die meisten generatoren brauchen um die 3-6ltr. Kraftstoff/Stunde da muss man nur mal den derzeitigen Heizölpreis von ca. 0,55 € nehmen schon ist der Traum geplatzt.

      Aber trotzdem nochmals Danke für die ASntwort.

      Mit vielen grüßen Helmut

  2. Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
    Re: Stromerzeugung für ehem. Bauernhaus

    Hallo Helmut,

    ich habe annähernd das selbe vor, jedoch als reine Notstromversorgung. Habe mich für einen 10 kVA Generator der auch Schieflast verträgt (ungleichmäßige Belastung der drei Phasen) entschieden. Werde diesen Sommer das ganze in Angriff nehmen. Generator ist schon vorhanden.

    Um den maximalen Strombedarf bei dir zu ermitteln, müßtest Du vom Extrembedarf Deiner Verbraucher ausgehen. Heißt alle möglichen Verbraucher die zur selben Zeit Energie benötigen zusammen rechnen. Und da kommt schon einiges zusammen.
    Wichtig sind große Verbraucher. Geschirrspühler (ca. 2300W) evtl. E-Herd??? (meiner max. gesamt ca. 11kw!!! also im Normalgebrauch 2 Platten evtl. Röhre an ca. 6kw), Kühlschrank und Gefrierschrank geschätzt ca. 400w, Strom Heizungsbetrieb (Pumpen) geschätzt ca. 400w, Computer ca. 250W, Beleuchtungsaufgaben, ca. 350W, Sonstige elektrische Verbraucher (Mircowelle, Kaffeemaschine,Fernseher, Radio usw.)laufen ja nie alle gleichzeitig - geschätzt ca.2500W
    Also das sind jetzt geschätzte Werte von mir..... können je nach Haushalt variieren.
    Also rechnen wir mal alles zusammen:
    2300W+6000W+400W+400W+250W+350W+2500W=12200W
    (gehe mal davon aus, das das Gebläse nie gleichzeitig mit Kreissage läuft.)
    12200W + 8KW Kreissäge = 20200W
    Jetzt zum nächsten Problem. Was heißt Problem. Man sollte Versuchen möglichst alle Phasen gleich zu belasten. Also Geräte mit großem Verbrauch unterschiedliche Phasen zuteilen.
    Wir gehen davon aus das dies der Fall ist . Rechnen aber sicherheitshalber mal ca. 35% Schieflast hinzu.
    20200W / 3 Phasen = 6733,34W/je Phase+35% =9090W * 3 Phasen= 27270W
    Meine Berechnung ist natürlich sehr spekulativ. Da ich nicht wirklich weiß wie viel und welche Verbraucher Du hast. Ich denke aber das ein Generator mit ca. 30kVA reichen sollte. Jedoch ist diese ganze Geschichte sehr kostenintensiv. Habe mich selber mit der Materie beschäftigt. Und der Generator wird schon einiges an Kraftstoff benötigen. Also günstiger als der aktuelle Strom wird es auf keinem Fall. Das Problem: Der Generator produziert ständig Strom der ja leider nicht gespeichert werden kann.( zumindest nicht in den Mengen) Die Motoren passen sich zwar der Leistung an aber z.B. Ein Auto im Leerlauf verbraucht auch Sprit ohne einen Meter zurückzulegen.
    Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen weiter helfen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Enrico

  3. Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
    Re: Stromerzeugung für ehem. Bauernhaus

    Hallo Helmut,

    ich habe annähernd das selbe vor, jedoch als reine Notstromversorgung. Habe mich für einen 10 kVA Generator der auch Schieflast verträgt (ungleichmäßige Belastung der drei Phasen) entschieden. Werde diesen Sommer das ganze in Angriff nehmen. Generator ist schon vorhanden.

    Um den maximalen Strombedarf bei dir zu ermitteln, müßtest Du vom Extrembedarf Deiner Verbraucher ausgehen. Heißt alle möglichen Verbraucher die zur selben Zeit Energie benötigen zusammen rechnen. Und da kommt schon einiges zusammen.
    Wichtig sind große Verbraucher. Geschirrspühler (ca. 2300W) evtl. E-Herd??? (meiner max. gesamt ca. 11kw!!! also im Normalgebrauch 2 Platten evtl. Röhre an ca. 6kw), Kühlschrank und Gefrierschrank geschätzt ca. 400w, Strom Heizungsbetrieb (Pumpen) geschätzt ca. 400w, Computer ca. 250W, Beleuchtungsaufgaben, ca. 350W, Sonstige elektrische Verbraucher (Mircowelle, Kaffeemaschine,Fernseher, Radio usw.)laufen ja nie alle gleichzeitig - geschätzt ca.2500W
    Also das sind jetzt geschätzte Werte von mir..... können je nach Haushalt variieren.
    Also rechnen wir mal alles zusammen:
    2300W+6000W+400W+400W+250W+350W+2500W=12200W
    (gehe mal davon aus, das das Gebläse nie gleichzeitig mit Kreissage läuft.)
    12200W + 8KW Kreissäge = 20200W
    Jetzt zum nächsten Problem. Was heißt Problem. Man sollte Versuchen möglichst alle Phasen gleich zu belasten. Also Geräte mit großem Verbrauch unterschiedliche Phasen zuteilen.
    Wir gehen davon aus das dies der Fall ist . Rechnen aber sicherheitshalber mal ca. 35% Schieflast hinzu.
    20200W / 3 Phasen = 6733,34W/je Phase+35% =9090W * 3 Phasen= 27270W
    Meine Berechnung ist natürlich sehr spekulativ. Da ich nicht wirklich weiß wie viel und welche Verbraucher Du hast. Ich denke aber das ein Generator mit ca. 30kVA reichen sollte. Jedoch ist diese ganze Geschichte sehr kostenintensiv. Habe mich selber mit der Materie beschäftigt. Und der Generator wird schon einiges an Kraftstoff benötigen. Also günstiger als der aktuelle Strom wird es auf keinem Fall. Das Problem: Der Generator produziert ständig Strom der ja leider nicht gespeichert werden kann.( zumindest nicht in den Mengen) Die Motoren passen sich zwar der Leistung an aber z.B. Ein Auto im Leerlauf verbraucht auch Sprit ohne einen Meter zurückzulegen.
    Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen weiter helfen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Enrico

    • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Stromerzeugung für ehem. Bauernhaus

      Hallo Enrico,

      vielen Dank für die Antwort,
      Ich werde diesen selbstversorgertraum wohl abschreiben, denn es rechnet sich nur, wenn ich mich mit selbst erzeugtem Biogas versorgen könnte, wobei dann aber noch die Biogasanlage dazukäme.
      Man hat mir zwar gestern ein 15KVA BKHW für 950,- € angeboten, aber selbst da kommen nur Miese dabei heraus.
      Also werde ich mir den günstigsten Stromanbieter heraussuchen und in den sauren Apfel beissen und weiter die Dividenden der Aktionäre mitbezahlen.
      Aber trotzdem vielen Dank für Deoine antwort und alles Gute Gruss
      Helmut

  4. Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
    Re: Stromerzeugung für ehem. Bauernhaus

    Hallo Helmut,

    ich bin zwar z.Z. für die nächsten 10 Monate auf großer Reise, so erwischt micht die Anfrage mit 'hohlem Bauch'.
    Zunächst sollte man sich nach dem stärksten Verbraucher richten, zur Sicherheit noch etwa 25% drauflegen und vor allem vom öffentlichen Netz abkoppeln. Der Generator sollte steuerbar, so dass er sich an den Leistungsbedarf anpaßt.
    Bei einer Schweizer Firma (Maurelm.ch oder so ähnich) habe ich solche Anlagen schon gesehen, alerdings mit Wasser- bzw Windkraft, aber das ist eine andere Sache.
    Mehr kann ich ohne Unterlagan jetzt icht sagen, hoffe aber trotzdem etwas geholfen zu haben.

    Grüße

    Henry

    • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Stromerzeugung für ehem. Bauernhaus

      Hallo Henry,

      danke das Du mir noch geschrieben hast, aber mein projekt ist jetzt schon so gut wie gestorben, da ich z.Zt. keine Möglichkeit sehe, dieses im einem wirtschaftlichen Rahmen umzusetzen. Dafür müßte ich schon eine eigene Biogasanlage bauen und dafür fehlt es mir an Geld und Know How. Also werde ich bis auf weiteres einer der ausgepressten Kunden unserer Strommultis bleiben. Leider ist genau so einer hier der günstigste, wenn auch immer noch teure Anbieter ist. Ich dachte bei einem Stromverbrauch von über 2000,- € im Jahr wäre es billiger möglich, aber dafür bin ich nicht reich genug, denn dann könnte ich über Biogas, Solar und Windkraft etliches an Einspeisungsvergütung einfahren. Aber in diesem kleinen rahmen ist und bleibt es zumindest vorerst ein Draufzahlergeschäft. Mal schauen was die Zukunft bringt.
      Also Danke für Deine Antwort und viel Sopass und Erholung bei Deiner grossen Reise Helmt

  5. Antwort von nach 408 Tagen 0 hilfreich
    Re: Stromerzeugung für ehem. Bauernhaus

    Wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage aus, wenn man die eingesparten Heizkosten mit einbezieht?
    Ich meine, in jedem Haus steht eine Zentralheizung, ein Stromgenerator ist aber eigentlich auch nichts anderes als eine Heizung die zu einem Drittel Strom und zu zwei Dritteln Wärme erzeugt. Meiner Ansicht nach kann der Privatmann die anfallende Wäme sehr viel effektiver Nutzen als die großen Energiekonzerne sie nutzen bzw. verkaufen können. In jedem Haushalt wird Warmwasser auch im Sommer gebraucht - die Wärme kann man in Absorber-(Tief-)-Kühlschränken verwerten, den Strom dafür braucht man also erst gar nicht mehr zu erzeugen - Kühlen macht man also ganz nebenbei. Der Gesamtwirkungsgrad einer häuslichen Anlage müsste also viel höher als jedes dezentrale fossile Kraftwerk sein. Wie kann der "Strom aus der Steckdose" rein rechnerisch günstiger sein? Wegen steuerlichen Vorteilen der Energieversorger?

    • Antwort von nach 408 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Stromerzeugung für ehem. Bauernhaus

      Hallo Maak. Du hast genau das Problem genannt, was es zu lösen gilt, denn einfach einen Generator hier hinstellen und laufen lassen wäre wohl absoluter Blödsinn und dazu irre kostspielig.
      Leider gibt es hier im Haus k e i n e Zentralheizung und eine einbauen kommt auch nicht in Frage weil es sich um ein gemietetes Objekt handelt.
      Allerdings haben wir alleine durch die Anschaffung von einigen Schaltuhren und 4 Funksteckdosen, sowie deren konsequenter Einsetzung allein im letzten Jahr eine Ersparnis von über 250,-- Euro erzielt. Wir waschen grundsätzlich nur noch nach 22.°° Uhr (Nebentarif) stromfressende Arbeiten wie Holzsägen, spalten o.Ä. machen wir nur an den Wochenenden aus dem gleichen Grund. Die Funksteckdosen wurden hinter Schreibtischen, Schränken etc. einggebaut wo man nicht an die Steckdosen rankommt. Wenn wir zu Bett gehen, genügt nun ein Knopfdruck und alles was sonst entweder einzeln abgeschaltet oder ausgezogen werden musste ist stromlos.
      Um Stromausfälle im öffentichen Netz zu kompensieren, haben wir uns einen kleinen Stromerzeuger mit 4 KW Leistungangeschafft, der reicht um unsere Telefonanlage,einige lampen unsere Kühltruhen und die PC's zu bertreiben. Dadurch können wir unser Geschäft auch dann betreiben.Im übrigen: Die Kühltruhen hängen auch an Schaltuhren, sie werden um 22.00 Uhr eingeschaltet und um 6.oo Uhr wieder aus. Tagsüber halten die Truhen die kälte problemlos. Selbst an den heißesten Tagen im Sommer letzten Jahres hatten wir lediglich eine Temperaturerhöhung von maximal 4°in den Truhen. Selbstverständlich stehen diese im kühlsten Raum des Hauses und werden nur immer kurz geöffnet.
      wir planen jetzt noch den Bau von einigen (kleinen und genehmigungsfreien) Windrädern um dammit dann Batterien aufzuladen, die wiederum über einen Wechselrichter (ich glaube so heisst das Ding)Strom mit 240 Volt liefern können.
      Photovoltaikanlagen kommen für uns leider nicht in Frage, da zum 1. wir - wie geschrieben- nur Mieter sind und 2. die Dachstühle erneuert bzw. massiv verstärkt werden müssten und 3. der Preis ja doch recht hoch ist.
      Ich kann jedem nur folgende Adresse empfehlen:www.einfaelle-statt-abfaelle.de , dort erhält man diverse Broschüren mit Tipps zum Leben und den ganzen Rest.

      Vielleicht findest Du dort auch einige Anregungen.

      Gruss Helmut

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