arbeitsrecht
Von: , 11.08.2009 08:52 Uhr
Liebe/-r Experte/-in,
vielleicht können Sie mir kurz helfen, ohne dass es in eine juristische Auskunft ausartet?
Also: mein Mann ist Geschäftsführer eines sozialen freien Trägers. Er hat einen stellvertretenden Geschäftsführer, der das Gefühl hat (ja, im sozialen Breich geht leider viel über Gefühle), er sei der "bessere" Geschäftsführer.
Dieser Stellvertreter (ich kürze ab als STv) kam nun gestern zu meinem Mann und sagte, erkönne "so nicht weiterarbeiten".
Folgendes: ich habe einen Kommilitonen aus Studientagen an den Verein meines Mannes verwiesen, der dort als Berufspraktikant (noch) tätig ist. Ich habe diesem Kommilitonen leider erzählt, dass mein Mann oft sehr viel zu tun hat, da er die Arbeit für den Stv oft mitmachen muss, da dieser oft krank ist (entspricht den Tatsachen). Ich habe mich darüber beklagt, dass mein Mann dementsprechend dann spät nach Hause kommt.
Nun wurde dieser Ex-Kommilitone wohl von vielen Sozialarbeitern im Verein "verdächtigt", ein Spitzel meines Mannes zu sein (weil ich ihn ja kannte und vorgeschlagen hatte). O-Ton Kommilitone, als ich ihn zur Rede stellte. Da hat sich dieser Ex-K. wohl bemüssigt gefühlt, gewisse Dinge "geradezurücken" und hat mich dann wohl ziemlich schlecht gemacht auf einer Dienstbesprechung. Was ich ihm alles erzählt hätte über die MItarbeiter. Abgesehen davon,dass ich fassungslos bin - ich habe seit Monaten bewusst keinen Kontakt zu diesem Ex-K. - hat mein Mann nun Probleme mit dem Stv, der dies bis in den Vorstand tragen möchte: was für ein Quatschmaul ich quasi bin (meine Worte) unddas mein Mann "Dienstgeheimnisse" ausplaudere usw.
Mich nervt das Ganze tierisch, ich werde mich auch nicht rechtfertigen vor dem Stv, suche aber nun auf Wunsch meines Mannes einen gemeinsamen Termin mit dem Stv, um klarzustellen, was ich gesagt und was nicht und dass ich es unglaublich finde, wie dem Ex-K. geglaubt wird , der sich sowieso nur in der Opferrolle sieht sowie der Stv nun auch.
Ich empfinde es als üble Nachrede, was der Stv nun versucht, mir anzuhängen.
Gestern habe ich meinen Ex-K zur Rede gestellt in einem freundlichen Gespräch. Ich möchte natürlich die Situation im Guten bereinigen, wenn möglich. Er streitet ab, überhaupt was gesagt zu haben, verwickelt sich in Widersprüche, kam immer wieder auf seine eigene Opferstory zu sprechen und darauf, dass man ihn als Spitzel direkt ins Gesicht verdächtigt hat.
Abgesehen von den m.M. katastrophalen kollegialen Zuständen dort, wollte ich Sie einfach - so wie es denn möglich für Sie ist bei dem Wirrwarr - um einen kleinen Rat bitten, wie damit umzugehen ist?
Ich stelle mich dem Gespräch, wäre aber z.B. nicht mehr bereit, mich dem Vorstand zu "stellen", sollte das vom Stv angestrebt werden. Es ist für mich absoluter KInderkram undich rechtfertige mich nicht weiter. Dass ich mich mit dem Stv und meinem Mann treffe, tue ich für meinen Mann.
Mein Mann hat nun überlegt, ob er nicht eine Abmahnung denen erteilt, die meinen Ex-K als Spitzel bezeichnet haben alsStörung des Betriebsfriedens? Dass meinem Mann überhaupt unterstellt wird, er würde Spitzel einsetzen? (Ich versichere Ihnen, das ist nicht der Fall, er hat ganz andere Dinge zu tun)
Kann ich dem Stv sagen, dass ich es als üble Nachrede empfinde, was er da sagt? Auf meinen Ex-K wird er sich nicht berufen können, der streitet nun alles ab.
Ich habe schon Kopfschmerzen, Sie sicher inzwischen auch.
Ich bin ziemlich wütend, aber auch ratlos.
Mein Ex-K schämt sich jetzt, das habe ich gemerk. Gut so, aber zu spät.
Wie kann man mit dem Stv umgehen, damit der nicht gleich zum Vorstand rennt (mir persönlich egal, aber meinem Mnan nicht).
Das Gequatsche von meinem Ex-K fand wohl schon im Mai statt, da bleibt die Frage offen,w arum der Stv erst jetzt damit kommt. Das empfindet mein Mann auch als belastend, bedeutet es doch, dass der Stv nicht gerad hinter ihm steht und gleich solche Dinge mit ihm bespricht.
Ich hoffe, ich habe Sie jetzt nicht "erschlagen" mit all dem, aber ich würde mich wirklich über eine kleine Idee von Ihnen freuen, wie wir damit umgehen können.
Vielleicht ist es Ihnen ja möglich.
#Mit freundlichen Grüßen und schon mal vielen Dank, dass Sie sich all dies durchlesen.
M. Scheel
