Wie war Berlin in den 30jährigen Krieg verwickelt?

Von: - abgemeldetes Mitglied - , 10.04.2010 20:40 Uhr


Hallöle!
Inwieweit war Berlin eigentlich in das Kriegsgeschehen des dreißigjährigen Krieges verwickelt? Weiß das irgendwer?
Liebe Grüße

9 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von - abgemeldetes Mitglied - nach 2 Minuten 0 hilfreich
    Re: Wie war Berlin in den 30jährigen Krieg verwickelt?


    Hallöle!
    Inwieweit war Berlin eigentlich in das Kriegsgeschehen des
    dreißigjährigen Krieges verwickelt? Weiß das irgendwer?
    Liebe Grüße
    Kurfürst Georg Wilhelm hatte versucht, sein Land aus dem Kampf zwischen katholischer und protestantischer Seite, zwischen dem Kaiser und dem König von Schweden, herauszuhalten. Dennoch wurde die Kurmark Brandenburg als Hauptkriegsschauplatz des Dreißigjährigen Krieges eines der am schwersten betroffenen Länder.

    Als der Kurfürst Georg Wilhelm am 1. Dezember 1640 starb, hinterließ er seinem Nachfolger ein bitteres Erbe. Die Bevölkerungsverluste der Mark Brandenburg betrugen bis zu fünfzig Prozent. Die kurfürstlichen Einnahmen, die ehemals 260 000 Taler betragen hatten, beliefen sich noch auf 35 000.

    Friedrich Wilhelm wendete die brandenburgische Außenpolitik sofort zu einer schwedenfreundlichen Politik und begann alsbald mit Friedensvorkehrungen, vor allem mit dem Truppenabbau. Nach vierjährigen Verhandlungen in Münster und Osnabrück wurde am 24. Oktober1648 der Westfälische Frieden geschlossen.
    Der Gewinn für Brandenburg war gering: Hinterpommern und Cammin, Bistümer Halberstadt und Minden, Grafschaft Hohenstein, Anwartschaft auf das Erzbistum Magdeburg. Vorpommern ging wider den Wünschen Friedrich Wilhelms an Schweden.

    Der Westfälische Frieden bestätigte die Vorherrschaft Schwedens im Ostseeraum. Die letzten Truppen zogen erst fünf Jahre später ab und auch das erst, als der Kurfürst den Abzug unter Vermittlung des Kaisers erkauft hatte. Brandenburg hatte noch Jahre über den Friedensschluß hinaus die Großmacht Schweden und deren wiederholte Übergriffe zu fürchten.

    Auch interessant: Zur Berliner Sittengeschichte im Dreißigjährigen Krieg
    http://www.berliner-lindenblatt.de/content/view/460/...

    • Antwort von - abgemeldetes Mitglied - nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: Wie war Berlin in den 30jährigen Krieg verwickelt?

      Vielen, lieben Dank. Knapp, übersichtlich und gut zu verstehen, dass war genau das was ich brauchte :)

  2. Antwort von - abgemeldetes Mitglied - nach 13 Stunden 0 hilfreich
    Re: Wie war Berlin in den 30jährigen Krieg verwickelt?


    Hallöle!
    Inwieweit war Berlin eigentlich in das Kriegsgeschehen des
    dreißigjährigen Krieges verwickelt? Weiß das irgendwer?
    Liebe Grüße
    Berlin war zu dieser Zeit ein Kaff mit ungepflasterten Wegen.
    Spandau war der strategische Stützpunkt des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg.
    Georg Wilhelm war mit Gustav Adolf verwandt.
    Weitere Hinweise unter www.koni.onlinehome.de und dort in den Biographien unter Brandenburg, Georg Wilhelm nachschlagen.
    Gruß Koni

    • Antwort von - abgemeldetes Mitglied - nach 16 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Wie war Berlin in den 30jährigen Krieg verwickelt?

      Dankeschön! :)

  3. Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
    Re: Wie war Berlin in den 30jährigen Krieg verwickelt?


    Hallöle!
    Inwieweit war Berlin eigentlich in das Kriegsgeschehen des
    dreißigjährigen Krieges verwickelt? Weiß das irgendwer?
    Liebe Grüße
    Siehe hierzu folgende Links:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Brandenburg-Preu%C3%9Fen

  4. Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
    Re: Wie war Berlin in den 30jährigen Krieg verwickelt?

    hallo,

    ich kann leider z.zt. nicht ausführlich antworten.

    gruß
    jan

  5. Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
    Re: Wie war Berlin in den 30jährigen Krieg verwickelt?

    Moin,

    ich habe Deine Anfrage so verstanden, dass Du Berlin als
    Hauptstadt von Brandenburg betrachtest und die Verwicklung Brandenburgs in der 30jährigen Krieg erkunden willst.
    Deswegen habe ich Dir eine Reihe von Artikeln herausgesucht, in denen der Krieg insgesamt, aber auch Brandenburgs Verwicklung darein geschildert werden:

    http://www.abipur.de/hausaufgaben/neu/detail/stat/21...

    http://www.koni.onlinehome.de/kurzbiographien/brande...

    http://deutsche-geschichte.suite101.de/article.cfm/g...

    http://www.stefanjacob.de/Geschichte/Unterseiten/Auf...

    http://www.morgenpost.de/printarchiv/wissen/article2...

    http://www.mybrandenburg.net/book/export/html/35

    http://www.berliner-lindenblatt.de/content/view/188/...


    Ich hoffe, damit das Eichtige getroffen zu haben.
    Solltest Du aber die Stadt Berlin allein gemeint haben, müsstest Du umnter "Geschichte Berlins" suchen.

    Gruß - Rolf

    • Antwort von - abgemeldetes Mitglied - nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Wie war Berlin in den 30jährigen Krieg verwickelt?

      Vielen Dank :)

  6. Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Re: Wie war Berlin in den 30jährigen Krieg verwickelt?


    Hallöle!
    Inwieweit war Berlin eigentlich in das Kriegsgeschehen des
    dreißigjährigen Krieges verwickelt? Weiß das irgendwer?
    Liebe Grüße
    Wenn man sich Mühe gibt, eine Antwort zu schreiben, dann kann
    man auch erwarten, dass man auf eine gegebene Antwort eine
    Antwort bekommt, wie die gegebene Antwort verwertet worden ist.

    Die gestellte Frage, betrifft die Demokratiefindung im
    Norddeutschen Bereich, der dann gesamtdeutsch wurde.

    Die Hohenzollern besaßen zu Beginn im Jahre 1618 unter anderem
    Brandenburg, die Altmark, die Residentstadt Berlin und
    Liegenschaften am Niederrhein und viele Landschaften
    versprenkelt mehr im "Römischen Reich Deutscher Nation". Der
    Dreißigjährige Krieg war eine Reaktion auf die Reformthesen
    Luthers, angezettelt u.a. vom katholischen Spanien als
    Kolinialmacht in den Niederlanden und der institionellen
    katholischen Kirche, eben des "Römischen Reich Deutscher
    Nation". Es war ein Bürgerkrieg. Im Bereich Brandenburgs,
    Magdeburg wurde fast dem Erdboden gleich gemacht, wurden große
    Teile der Bevölkerung hingemetzelt.

    Brandenburg und Berlin waren dem mörderischen Treiben hilflos
    ausgesetzt.

    Entschieden zugunsten der Reformation war sicherlich der frühe
    Eintritt der Schweden in den Krieg (Dänemark hat bis auf den
    heutigen Tag die verfassungsmäßige Staatsreligion der
    Reformierten, ebenfalls England). Karl Gustav landete in
    Schleimünde.

    Die Konsequenz hin zu Menschenrechten vollzogen die
    Hohenzollern ein Jahr vor dem Westfälischen Frieden:

    Der Aufbruch nach dieser grausigen Zeit fand in Berlin im Jahre
    1948 statt, der Begründung und Gestaltung "Unter den Linden",
    die Stadtmauer befand sich zu diesem Zeitpunkt etwas westlich
    vom Stadtschloß, zwischen Zeughaus und Neue Wache (die es
    damals noch nicht gab).

    Die Anlage Unter den Linden entstammt Vorbildern vom
    Niederrhein, von dort wurde auch der Baum die Linde eingeführt.
    Die Ideen dieser Zeit ist die Idee der bürgerlichen Gleichheit,
    ausgedrückt im öffentlichen Straßenraum.

    Bis in die Zeit Friedrich des Großen (ab 1740) hießen und
    heißen diese Vorgaben:

    Jeder Bürger soll in seinem städtebaulichen Umfeld die gleich
    guten Verhältnisse vorfinden, die da sind:

    Doppelte Mittelstreifenallee mit Promenadengang, weitere
    Baumreihe an den Häuserpromendaden, Randstein aus Granit, dann
    Allebaum, diagonale Gehwegplatten oder Granitplatten in Reihe,
    dann am Haus wieder Kleinpflasterung, die Häuser fügen sich
    Wand an Wand (im Quaree), Entwässerung zur Strasse (keine
    Giebelbebauung) und als Ausdruck der Gleichheit der Bürger, die
    Höhe ist auf 22 m begrenzt(Traufhöhe).

    Die Lehren der Hohenzollern war also die Konstituierung des
    Gleichheitssatzes, dann dem Streben nach einem eigenen Staat,
    Begründung außerhalb des Römischen Reiches Deutscher Nation,
    nämlich in Preußen 1701, daher der Name für den Staat Preußen
    (im englischen wird das noch deutlicher Prussia .... Russia),
    es war auch das grundsätzliche Bündnis mit Russland. Berlin
    wurde fast parallel zu Petersburg erbaut.

    All das kann man an den historischen Bauten in der Berliner
    Mitte heute noch ablesen.

    Viel Spaß bei Wanderungen in der Berliner Mitte, der
    preussichen Stadt.

    Eine logische Konsequenz dieser Lehren waren die Arbeiten des
    Staatslehrers Emanuel Kants aus Königsberg, der Mann schreibt
    sich wirklich mit "E" laut Geburtsurkunde mit seinem
    wichtigsten Werk "Vom Ewigen Frieden".

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