LED-Leuchte im 50Hz-Netz

Von: , 22.06.2010 07:13 Uhr

Liebe/-r Experte/-in,
Guten Tag,
ich habe eine Leuchte von Philips gekauft, die Bezeichnung wäre Ledino Spot 57910/31/16, darin befindet sich ein Netzteil mit der Bezeichnung Xitanium, Led Driver, 10W/0,7A-14V DIM. Gleich vorweg, sie funktioniert einwandfrei, mein Problem ist nur, dass ich den beleuchteten Bereich mittels einer Kamera überwache (Bahnkantensteuerung einer Maschine), und scheinbar durch das 50Hz.-Netz sieht die Kamera bei Überschneidung von Frequenz und Bildfolge manchmal ein schwarzes Bild. Da ich Laie bin habe ich bei einigen Online-Shops um bessere Netzteile angefragt, leider ohne Erfolg, eine Aussage war jedoch, ich solle eine Diode wo "reinschalten", das könnte helfen. Nach langer verwirrender Beschreibung nun meine Frage, was kann ich tun oder kaufen, damit das Problem behoben ist? Ich danke Ihnen allen im Voraus für Ihre Hilfe, mit freundlichen Grüßen Werner Alfred

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 44 Minuten 0 hilfreich
    Re: LED-Leuchte im 50Hz-Netz

    Hallo,
    Also, das Flimmern bei Kameras kommt (soweit ich weiß) nicht direkt aus den 50Hz, sondern aus der Elektronik im Xitanium. D.h. du wirst das Flimmern nicht so einfach los werden. Außerdem solltest du bei der Wahl eines neuen LED-Drivers aufpassen, da das eine Konstantstromquelle ist, die konstant 700mA liefert, d.h. nicht einfach auf die Volt schauen!
    Eventuell könntest du probieren, die Spannung ein wenig zu glätten - am einfachsten am Ausgang (parallel zur Leuchte) einen großen ELKO (Polarität!!!) schalten. Vielleicht hilfts...

    lg
    Andreas

  2. Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Re: LED-Leuchte im 50Hz-Netz

    Hallo Herr Alfred,

    das von Ihnen beschriebene Problem ist leider weit verbreitet.
    Der Hintergrund:
    LEDs leuchten prinzipbedingt nach Abschalten der Versorgungsspannung nicht nach (im Gegensatz zu konventionellen Glühlampen).
    Da aber die Stromversorgung von LEDs üblicherweise mittels kostengünstigster getakteter Netzteile erfolgt, welche die LEDs schnell ein-/ausschalten, tritt ein ausgeprägter Stoboskopeffekt auf, welcher sich in Ihrem Falle durch schwarze Kamerabilder äussert.
    Die Hersteller von LED Leuchten wählen aus Kostengründen die Taktfrequenz gerade hoch genug, damit für das menschliche Auge kein Flackern wahrnehmbar ist.
    Kommt eine Kamera ins Spiel, so treten die von Ihnen beschriebenen Probleme auf, da die Bildfrequenz der Kamera und die Taktfrequenz der LED völlig asynchron sind.
    Abhilfe schafft hier nur ein Austausch des Netzteils.
    In einem ähnlichen Fall bin ich folgendermassen vorgegangen:
    - bis auf die LED(s) wurden alle elektronischen Bauteile aus der Leuchte entfernt
    - die LED(s) wurden mit genau berechneten Vorwiderständen versehen
    - als Netzteil kam ein Steckernetzteil mit gesiebter, geglätteter Ausgangsspannung zum Einsatz
    Das Ergebnis des Umbaus war der völlig flackerfreie Betrieb der LED(s) an einer konituierlichen Gleichspannung.
    Dieser Umbau erfordert jedoch Fachkenntnisse im Umgang mit LEDs, der Berechnung des notwendigen Vorwiderstands und dem Bau elektronischer Schaltungen.
    Vielleicht finden Sie in Ihrer Umgebung jemand, der einen solchen Umbau vornehmen kann.
    Ich hoffe, dass meine Antwort Ihnen weiterhilft.

    mfG
    J.Blechschmidt

  3. Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
    Re: LED-Leuchte im 50Hz-Netz

    Hallo Werner,
    das ist nicht ganz richtig, was Dir da einige Leute zugeflüstert haben. Das Netzteil (eigentlich der Treiber für die LED) ist ein Schaltnetzteil. Die erzeugte Gleichspannung wird normalerweise recht gut geglättet, aber das folgende Modul für den Konstantstrom (notwendig für die LED) arbeitet mittels PWM. D.h. die Gleichspannung wird mit einem variablen Puls "zerhackt". Natürlich steht da auch eine Frequenz dahinter, aber meistens keine 50Hz. Somit ist eine solche Lampe nicht in der Lage, synchron zur Kamera-Bildfrequenz zu arbeiten. Du siehst es im Bild durch Flimmern oder laufende Schatten. Schon im Sucher einer Handykamera kannst Du auf den Erfolg oder Misserfolg einer LED-Beleuchtung schließen.
    Zum Filmen mittels LED-Beleuchtung kannst Du nur einen glatten Gleichstrom benutzen, der natürlich in einer solchen Lampe nicht vorhanden ist (mehr Wärmeprobleme), oder Du synchronisierst beide Geräte.
    Was heißt das nun? Hände weg von LED-Komplett-Leuchten aus dem Baumarkt (oder von Philips u.ä.), wenn man filmen will. Momentan gibt es nur die Möglichkeit, ein solches Gleichstromvorschaltgerät selber zu bauen oder ein marktübliches mit der Kamera zu synchronisieren (ist allerdings der aufwendigere Part).
    Freundliche Grüße
    realHanno

  4. Antwort von nach 6 Tagen 0 hilfreich
    Re: LED-Leuchte im 50Hz-Netz

    hab dieses problem leider noch nie gehabt, vielleicht könnte der einsatz eines kondensators helfen? müsste eigentlich das "flackern" um eine halbe wellenlänge verschieben... allerdings ist das von mir nur eine vermutung...

    lg

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