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Re: Auffassungsgabe
Hi Schnellchecker,
mir geht es so ähnlich und auch ich muss daran arbeiten. Nützlich dabei ist ein Konzept, das Achtsamkeit heißt. Google das mal im psychologisch-therapeutischen Zusammenhang. Es geht darum, dass man zu jedem gegebenen Moment weiß, wo man ist und was mit einem passiert. Also dass man auch die Bedeutung jeder Situation versteht und sich bewusst entscheidet, wie man sich in dieser Situation verhalten will. Dabei sein, nicht in Gedanken weit weg und unaufmerksam. Man lenkt seine Konzentration selber. Nach einer Zeit wird es zur Gewohnheit. Bei mir ist es schon so, dass ich auch sehr zufrieden bin, zu wissen, dass ich die Situationen in denen ich mich jeweils befinde ernst nehme und wahrnehme. ...heiß aber natürlich nicht, dass ich sie alle WICHTIG nehme, einfach nur ernst, ich schenke ihnen bewusst meine Aufmerksamkeit. Ich lasse mich darauf ein, sage "Ja, worum geht es hier?" Probier es aus in jeder Situation, egal ob es ein Treffen mit deinen Eltern ist, ein Vorstellungsgespräch, der Weg zur S-Bahn oder Spaziergang im Wald. Nimm dir nicht vorher vor, wie du sein willst, lasse dich auf die Situation ein, agiere und reagiere dort. So kannst Du tatsächlich Winke mit dem Zaunpfahl wahrnehmen, gegebenenfalls irgendwo abbiegen, bevor Du dich verrennst, Fehler vermeiden oder Chancen nutzen. Wenn dir jemand plötzlich sagt "Planänderung, kommst Du mit!?" und Du das Gefühl hast, so schnell geht es aber nicht, weil Du mental voll auf der alten Schiene hängst, dann sag einfach deinem Gegenüber und die selbst: "ich brauche jetzt eine Weile, um mich zu entscheiden" und nimm die die Zeit, bewusst. Dabei natürlich immer hinhören, wenn dir dein Bauch versucht, etwas zu sagen. Wenn der Bauch keinen Bock hat, dann gehorche ihm, er ist ziemlich schlau.
Bei mir klappt das Ganze schon meistens, wenn ich nicht gerade einen Rückfall in meinen alten Schnellchecker-Zustand habe.
Grüße,
Agata