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Re: Ist der Islam an sich wirklich so böse?
Hallo, wie soll man "normal" antworten, wenn doch jeder mit seinem eigenen Hintergrund geprägt ist. Aber meine subjektive Antwort will ich nicht vorenthalten.
Der Islam bedeutet, im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, nicht Friede (Salam) sondern Hingebung oder Unterwerfung. Also eine absolute Treue zum Religionsstifter Mohammed und Allah. Ist er aber böse? Die meisten derzeitigen heißen Konflikte dieser Erde sind an den Grenzen des islamischen Kulturkreises (Indien/Pakistan, Zentralasien (Afghanistan Kirgistan ...), Israel/Palästina, und insbesondere die ganze Sahara/Sahelzone). Ist ein Indiz, aber kein Beweiß. Allerdings waren die ersten Jahrhunderte des Islams sehr kriegerisch. Nordafrika, die heutige Türkei, Libanon, etc. waren alles (ur-)christliche Gebiete. Sie wurden durch das Schwert bekehrt. Leider nahmen die Christenheit als Antwort dann auch das Schwert in die Hand und nannten es Kreuzzug. Bis auf Spanien (reconquista) und ein bisschen Balkan hat es aber nicht lang gehalten. Der Islam war in seiner kämpferischen Verbreitung erfolgreicher.
Die Koranzitate die man so hört stimmen zumeist. Allerdings gibt es auch viele friedliche Zitate. Das Problem der Zitierung ist, dass man den Koran chronologisch kennen müsste. Denn jede spätere Offenbarung bedeutet mehr als frühere Erkenntnisse. Hierzu bedarf es eines Islamwissenschaftlers.
Nicht alle Muslime tragen Kopftuch, das hat auch kulturelle Gründe, aber es ist zum umkämpften Raum geworden, da viele Mufti es zur Abgrenzung vom Westen oder eigener Kulturbestimmung fordern. Deshalb auch die westliche Gegenbewegung, die doch eigentlich selbst das Kopftuch (Nonnen) gut kennt. Es geht aber auch öfters um die komplett Verschleierung nicht allein das Kopftuch - den Niqab (derzeitige Verbots-Regelungen in Belgien und anderen westeuropäischen Ländern).
Schweinefleisch ist halt unrein, Juden halten es ebenso. Vielleicht kann man es aus einer Zeit heraus verstehen, in der Bakterien und Keime noch nicht erforscht waren, dass Allesfresser mit Argwohn betrachtet wurden.
5-mal beten ist Vorschrift. Das gehört zu den 5 Säulen des Islams. Wie auch die Hadsch nach Mekka, Almosengeben, Glaubensbekenntnis und Fasten. Allerdings gibt es für Muslime dabei keine Heilsgewissheit, wie es dies für Christen gibt. Allah ist ein ferner Gott, dessen Willen unergründlich ist. Es gibt nur eine Erwähnung eines definitiven Eingangs ins Paradies, das ist das Umkommen im Heiligen Krieg, im Dschihad. Das ist einer der zentralen Unterschiede zum Christentum, in dem es einen Gott gibt, der sich den Menschen zuwendet, seinen Sohn Jesus schickt, diesen umkommen lässt (und auferstehen) und somit christliche Märtyrer keine im Kampf gefallenen sind, sondern im Einsatz für Gott (Mission, Dienste) umgebracht wurden. Man weiß da eher woran man ist, wer sich zu Jesus bekennt hat die Erlösung. Wie es zum Unterschied zu den fernöstlichen Religionen steht weiß ich nicht, ich kenne mich eher bei den Buchreligionen Judentum, Christentum, Islam aus. Allerdings ist der Buddhismus, sofern ich es mitgekriegt habe, im Westen etwas völlig anderes, bis zu konträr verschiedenes zum Original. Tibet z.B. war kein friedliches Land sondern eine religiöse Despotie. Bei Hollywood-Filmen kommt das nie rüber ;)
Beste Grüße und ich wünsche Erfolg beim Suchen und Finden ewigen Friedens