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Re: popper, adorno, positivismusstreit
Hallo,
ich hätte diese Frage nie gestellt, weil ich sie auch für unsinnig halte. Trotzdem mal ins Blaue fantasiert:
Die Dominanz des quantitativen Ansatzes, gefördert durch einfach zu bedienende Auswertungsmethoden (s. SPSS und andere Formen) hätte Adorno sicher gestört.Die Leichtfertigkeit und mangelnde Qualität aktueller Forschung - jeder Laie kann heute einen Fragebogen machen und ihn auswerten - hätte aber auch Popper gestört. Adornos Grundidee, das aus seiner Sicht unmenschliche kapitalistische System der Entfremdung lässt sich vielleicht durch heuristische, imhalsanalytische Methoden besser abbilden - wenn der Forscher diese Grundeinstellung vorab teilt. Auch dazu gibt es ja entsprechende Methoden (z.B. ATLAS TI). Diese sind allerdings mit immensem Aufwand verbunden und kaum ein Forscher wagt sich, meines Wissens, da ran. Aber um zum Schluß zu kommen: der Prof hätte auch fragen können, ob Schiller und Goethe eher qualitativ oder quantitativ gearbeitet hätten.
Gruß
Heinz Gralki