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Re: Otitis +Pilz nach OP vor 4 Jahren permanent
Bei beidseits geschlossenem Trommelfell (Röhrchen sind ja wohl draussen, ich gehe davon aus, daß kein Loch im Trommelfell vorliegt)handelt es sich um eine "Gehörgangsmykose" = Gehörgangspilz. Ein Abstrich ist ja wohl gemacht worden (wenn man weiß, daß es sich um einen "hartnäckigen" Pilz handelt, wohl "candida albicans", ein Hefepilz. Das Labor, das den Abstrich untersucht hat, gibt in aller Regel auch bekannt, gegen welche Medikamente der Pilz empfindlich ist. Die Behandlung geschieht natürlich "antimykotisch" = pilztötend, wobei es 2 Möglichkeiten gibt: von außen ("lokal") und von innen mit Tabletten ("systemisch"). Falls lokal: regelmäßiges Ausspülen (nicht nur Absaugen oder mit Wattetupfer säubern!!)der Gehörgänge (müsste auch bei einer 7 - jährigen schon möglich sein)und Auftragen von antimykotischen Medikamenten mit Wattedriller und/oder "Streifen". Das wirsamste Medikament ist und bleibt "Castellani ROT!!! Lösung", in Deutschland leider nicht mehr zugelassen, müsste aber auf dem "Obergefreitendienstweg" zu bekommen sein. Außerdem selber antimykotische Tropfen reintun. Ohrpflege (so nennt man das, was der HNO macht) beim HNO: ca. 1/Woche, anfangs evtl. öfter, später weniger häufig, je nach Verlauf. Pilze muß man lokal meist über Monate behandeln ohne Pause!! Sollte das nicht nützen (unwahrscheinlich bei "regelmäßiger" Pflege), muß man systemisch dran. Beim Erwachsenen wird das eher gemacht, bei Kindern zögert man, da eine relative ! Kontraindikation dagegen besteht, ich selber würde es bei meiner Tochter bei Versagen der lokalen Behandlung tun. Auch mal Hautarzt fragen, die haben bei Mykosen die größte Erfahrung, dafür wohl nicht die Möglichkeit der Pflege. Das Beste: wenn HNO und Hautarzt sich in diesem Fall zusammenschließen!!
Gute Besserung, nach meiner Erfahrung ist bisher jeder Pilz geheilt worden!