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Re: Wer kennt sich aus i. Unterhaltsrecht Ehegatten-U
Hi,
es ist richtig, es gibt einige Änderungungen seit dem 01.01.08 im Ehegattenunterhalt. Die sind im Endergebniss aber mehr förmlicher Natur und erwecken nur den Eindruck, dass Männer bzw. Väter mehr Rechte haben. Die Realität sieht immer noch anders aus.
Beim Ehegattenunterhalt hat sich bei den Gerichten der Grundsatz durchgesetzt, dass jeder für sich selber sorgen soll(spätestens nach 3 Jahren).
Klingt gut, funzt aber nicht, wenn die Ex nicht will,weil:
1. Familienstreitigkeiten jetzt dem Anwaltszwang unterliegen. Wenn Du nicht gerade in Hartz IV oder work-poor bist, musst den Anwalt selbst bezahlen. schätze, ca. 200 -800€,abhängig vom Streitwert.Hängt also sehr von deiner ein Einkommenssituation ab, ob du einen Erstberatungsschein im Wert von ca. 80€ von der Rechtsantragsstelle bei deinem Amtsgericht bekommst. Falls du dann einen vernünftigen(!!!!) Anwalt findest, der dich ernsthaft vertreten will(!!!) und deine Abänderungsklage überhaupt zugelassen wird(!!!), kannst du Prozesskostenhilfe beantragen, welche dann die weiteren Kosten abdeckt.
2. Wenn deine Ex für sich und eure Kinder einen "guten" Arzt kennt, hast du keine Chance sie loszuwerden. Zumutbarkeitsregel,Krankschreibungen etc. + Gefahr f. das Wohl der Kinder.
3. Wenn du den Klageweg beschreitest,kann sich ein Eskalationspotential aufbauen, von dem Du Nachts träumen wirst. Es ist wirklich kaum zu glauben, aber es spielen sich dann Sachen ab, bei denen man sich nur an den Kopf fassen kann.z.B. legaler Kindesentzug, Probleme mit der neuen Partnerin sind da noch die netten Konsequenzen.Hierbei durchzuhalten ist wirklich schwer, weil Du letzendlich alleine dastehst.
Nach meiner Erfahrung gilt das Rechtsstaatsprinzip praktisch nicht für Väter!!!
Fazit: Spreche erstmal mit deiner Ex, ob sie auf den Ehegattenunterhalt verzichtet.
Überleg Dir sehr gut, ob Du in Deutschland einen Kampf gegen eine Kindesmutter gewinnen kannst.
Viel Glück
eggi