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Re^3: Ist Operation nach Lymphdrüsenentfernung möglich?
Hallo, nein ich bin kein Arzt, aber nach einem Todesfall nach Brustkrebs in meiner Familie wurde bei meiner Frau wurde 3 Jahren Brustkrebs festgestellt und seitdem beschäftige ich mich mit nichts anderem. Ich kann dir sagen, dass nichts falscher ist, als sich in diesem Punkt auf einen "Hausarzt" zu verlassen. Krebs-Therapien werden üblicherweise nach internationalen Richtlinien standardgemäss durchgeführt, deren Verzicht auf Handlungsspielraum für den behandelnden Arzt (mit Absicht) die Verantwortung für den Arzt enthebeln. Im Fall von Brustkrebs sind es die "Basel-Richtlinien", die jeder Arzt befolgt, wenn du dich nicht selbst um die Sache bemühst. Wenn du dich richtig schlau machst (auf wissentschaftlichem Niveau, NICHT im Internet-Forum), wirst du sehen, dass die Richtlinien zwar nicht "falsch" sind, aber immer 2 Jahre veraltet und fast nie die "im Einzelfall BESTmögliche Behandlung" ist. Bei meiner Frau z.B. wusste ein angeblicher Brustkrebs-Spezialist einer Privatklinik in Barcelona nichts davon, dass (ganz in der Nähe) eine Studie eines neuen sehr guten Medikaments durchgeführt wurde, bei dem sie teilnehmen konnte und ihre Heilungs-Chancen verbessern konnte.
Um es abzukürzen und dich nicht zu langsweilen: Ob eine moderne Chemo-Therapie bei Nicht-Befall des Wächters "nicht nötig" ist, kann nur dann vertretbar sein, wenn du z.B. (was ich nicht weiss) älter als 55 bist UND dein Tumor UNTER 2cm Durchmesser hatte UND er den "Grad 1" aufwies (Grad geht von 1-3, wobei Grad die Teilgeschwindigkeit, also Gefährlichkeit der Vermehrung bedeutet). Ich nehme fast an, man hat die nicht richtig erklÄrt, dass VOR Entfernung deines Tumors, dieser Krebszellen über den ganzen Körper verteilt hat, zwar vernehmlich über Lympfdrüsen (in deinem Fall negativ), aber eben auch über das Blut. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese irgendwann Metastasen bilden könnten (bis zu 10 Jahren), kann zwar je nach deinem Alter, Grad und anderen Faktoren bei ca 10% liegen, dieses Risiko würde aber durch eine Chemotherapie auf ca 6% gesenkt. Dieses einfach auszuschliessen nach dem Motto "nicht nötig" wäre in Augen vieler Spezialisten nur dann vertretbar, wenn du z.B. andere gesundheitliche Probleme hättest, die eine Chemotherapie unvertretbar machten.
Also ohne dich beunruhigen zu wollen (deine Heilungs-Chancen sind bei Nichtbefall des Wächters exzellent!), ich würde unbeding eine 2. Meinung einholen... Alles Gute (wenn du noch Fragen hast, kein Problem)