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Re: Beatmungsfilter ja, aber für was?
Hallo Printfax,
Beatmungsfilter heißen offiziell ja "HME", was die Abkürzung für Humidity and Moisture Exchanger ist, übersetzt also in etwa "Feuchtigkeitsaustauscher". Das ist nämlich ihre zweite Funktion, die ausgeatmete Feuchtigkeit zu speichern und bei der nächsten Inspiration wieder mit in´s Tracheobronchialsystem zu nehmen. Normalerweise machen das unsere Nasenmuscheln.
Es gibt sehr interessante Elektronenmikroskopische Bider vom Flimmerepithel in den Atemwegen, wie es nach mehrstündigen Beatmungen mit und ohne Filter aussieht. Dia Variante "ohne" gleicht einem Rasen, der den gesamten Sommer nicht gegossen wurde :-) Die Folge ist eine stark reduzierte Selbstreinigungsfunktion mit deutlich höheren Pneumonie-Raten.
Diese Austrocknung entsteht zwar erst bei mittel- bis längerfristiger Beatmung, ich würde mal sagen im Bereich mehrerer Stunden. Trotzdem schadet diese Form der Atemgasanfeuchtung auch bei präklinischer Beatmung nicht, auch wenn diese ja meistens unter einer Stunde andauert.
Grüße aus Göttingen von der RTH-Station CH 44,
Daniel
(FA Anästhesie, Intensivmedizin, Rettungsmedizin)