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Re: Warum sind beim Trafo auf der Primär seite mehr kupferwicklungen als bei der sekundär seite ?
Also auf den meistens skizzen von trafos malt man meistens auf
der sekundärseite mehr wicklungen als auf der primärseite.
und ich möchte wissen warum das so ist :D
Hallo Nino,
das muss nicht so sein, dass auf der Sekundärseite mehr Windungen als auf der Primärseite sind. Das hängt davon ab für was der Trafo genutzt wird. Bei den kleinen Trafos die du überall im Haushalt nutzt ist es eigentlich umgekehrt.
Wenn die Sekundärseite weniger Windungen als die Primärseite hat, dann kommt auf der Sekundärseite weniger Spannung raus als auf der Primärseite anliegt. Also z.B. der Trafo einer Spielzeugeisenbahn. Auf der Primärseite liegen die 230V aus der Steckdose und auf der Sekundärseite sollen nur ungefährliche 12V rauskommen.
Wieviele Windungen du nun brauchst kannst du mit der Formel
U1/U2 = N1/N2 ausrechnen. (U ist die Spannung und N ist die Windungszahl). Wenn du nun einen Trafo brauchst der 12 Volt liefert, dann brauchst du ein Windungsverhältnis von 230V/12V = N1/N2 = 19,2. Das heißt auf der Primäseite 19,2 mal soviele Windungen als auf der Sekundeärseite.
Ein Trafo der auf der Sekundärseite mehr Windungen hat als auf der Primärseite, der liefert eine höhere Ausgangsspannung als auf der Eingangsseite anliegt. Das geschieht z.B. im Kraftwerk nach der Stromerzeugung. Die Generatoren liefern eine Spannung von ein paar Tausend Volt und für die Übertragung des Stroms auf langen Überlandleitungen wird die Spannung dann auf 380000V hochtransformiert, weil dann die Energieverluste bei der Übertragung geringer sind.
Gruß
Hermann