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nach 219 Tagen
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Re: Kann mir einer sagen wie man nicht täglich
Wenn jemand aus Deinem engeren Bekanntenkreis stirbt, dann besuche ihn, z.B. wenn er aufgebahrt ist. Sprich mit ihm und akzeptiere seinen Tod. Vielleicht kannnst Du ihn berühren oder streicheln, da wirst Du sehen, dass der Körper nur noch eine leblose Hülle ist. Das Leben ist gewichen. Was nun mit dieser leblosen, wachsartigen Hülle geschieht, ist der Gang der Dinge. Trotzdem wirst Du das Gefühl haben, mit der Person reden zu können.
Befasse Dich mit dem Tod und mit Nah-Tod-Erfahrungen und verliere so den Schrecken vor dem Tod. Viele Menschen zwischen 30 und 50 Jahren machen diese "Krise" durch (evtl. Depressionen, Burn-Out). Sprich Dein Problem auch bei Psychologen und Therapeuten an. Je näher Du Dich mit dem Tod befasst, desto mehr kannst Du ihn als Teil Deines Lebens akzeptieren. Nach und nach wird der Tod wieder an Wichtigkeit und "Sinnesgewalt" verlieren. Ich habe es selber erlebt, bei mir ging diese Phase fast 20 Jahre. Denk an all die Lebewesen dieser Erde, die Dein Schicksal teilen. Suche wieder Erfüllung in Deinem Leben (erinnere Dich an das, was Dir früher Freude bereitet hat, geh in die Natur und schule wieder Dein Auge für Faszination dieser Erde). Ist Deine Seele erfüllt von etwas, dann ist der Tod nicht mehr Feind sondern Partner. Vielleicht findest Du ja doch noch einen Weg zu Gott. Du glaubst nicht an ihn (wie Du sagst), aber er an Dich!
Alles Liebe
vincentsohr