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von
nach einem Tag
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Re: Tatsächlicher Gewinn der Banken?
Hallo Oleg,
das ist eigentlich ganz einfach. Ich geh jetzt mal von einem Tagesgeld aus. Wenn Deine Bank nicht genug Kunden hat, die Kredite brauchen: Anlage bei anderen Banken zum aktuellen Tagesgeldsatz von ca. 0,3% ==> Bank macht 1700 Oiro Verlust. Also muss die Bank das Geld längerfristig anlegen, als sie es von Dir gekriegt hat.
Wenn Deine Bank Glück hat, brauchen genug Kunden Kredite:
a. Dispo: Zins 12% ./. ca. 1% Bearbeitungskosten ./. 3-8% Kreditausfälle (bei verschiedenen Banken sind die Quoten der nicht zurück bezahlten Kredite sehr unterschiedlich) ./. Deine 2% Anlgezins ==> Gewinn 1-6%
b. Verbraucherdarlehen: 7% ./. 1% Bearbeitungskosten ./.2-4% Ausfälle ./. Deine 2% Anlagezins ==> Gewinn 0-1%
c. Baudarlehen: 4% ./. 0,5% Bearbeitungskosten (längere Laufzeit, Kosten verteilen sich auf mehr Jahre)./. 0,5% Kreditausfälle (da hier Häuser bzw. Wohnungen als Sichheit dienen sind echte Ausfälle sehr selten) ./. Deine 2% Kreditzins ==> Gewinn 1%
Bei der Anlage am Interbankenmarkt und bei Variante b + c hat die Bank aber längerfristiger verliehen, als Deine Anlagefrist ist.
An solchen "Laufzeittransformationen" ist in den 70ern die Herstatt-Bank krepiert.
So, dann lass mal die Kreditausfälle noch steigen (war 2008 in der Krise z.B. höher) und zieh von dem Ganzen noch 70% Steuern ab - dann weißt Du, was die Banken verdienen.
PS: Klar verdienen die Banken ordentlich, aber nur weil sie mit Riesensummen arbeiten. Ein Mittelständler könnte von solchen "Handelsspannen" unmöglich leben.
Gruß
Thommy