Tatsächlicher Gewinn der Banken?

Von: , 14.01.2011 17:41 Uhr


Hallo Mitmenschen..

Nehmen wir es mal an, ich lege bei einer bank 100 000 Euro an. Bei den aktuellen Zinsen mache ich nur ca. 2000 Euro Gewinn im Jahr. Aber mich würde gerne interessieren, wie viel Gewinn macht der Bank für sich mit meinem Geld im Jahr.

11 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 18 Minuten 0 hilfreich
    Re: Tatsächlicher Gewinn der Banken?

    Hallo,

    da spielen viele Faktoren eine Rolle, insbesondere was die Bank mit Deinen 100.000 macht. Sie kann es verleihen an Leute, die Ihr Konto überziehen mir 10 %, dann hat die Bank eine Bruttomarge von 8%. Sie kann
    aber auch deutsche Bundesanleihen kaufen die werden
    zu 3,5% verzinst, dann ist die Bruttomarge 1,5 % oder
    in Aktien spekulieren.

    Von der Bruttomarge müssen noch alle Kosten für den Bankbetrieb abgezogen werden, das ist dann die Netto-
    marge abgezogen werden.

    Das ist eine sehr grobe Einschätzung, in Wahrheit ist
    das eine komplexe Angelegenheit.

    Banken, die keine Bankfilialen haben, haben z.B. weniger Kosten wie eine Bank mit Bankfilialen. Am besten Du gehst zu einer Bank und läßt Dir einen Geschäftsbericht geben und schaust mal nach über
    die Zinsmarge etwas drin steht.

    • Antwort von nach 27 Minuten 0 hilfreich
      Re^2: Tatsächlicher Gewinn der Banken?


      Danke für ihre Meinung,
      Ein Bekannter von mir ist Finanzberater,
      er verspricht 2,6% zinsen, aber monatlich.
      Das wären um die 31% Zinsen im Jahr.
      Nach seiner Aussage machen die Banken 300% Gewinn.
      Kann sowas möglich und vorallem sicher sein?

      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Tatsächlicher Gewinn der Banken?

        Von einem Finanzberater der 2,6% Zinsen mtl. verspricht
        würde ich die Finger weglassen. Es zählt der Zinssatz im Jahr. Einen mtl. Zinssatz anzugeben ist gesetzlich verboten, est muss immer der effektive Jahreszins angeben werden. Und was soll das für eine Anlage sein?
        Wieviel Gebühren bezahlt hast? Welche Sicherheit hast Du das Du Dein Geld zurück zubekommen?
        Google mal über den Finanzberater bzw. über die Anlageform ob Du etwas negatives im Internet findest.

        Mein TIP ohne weitere Info's von Dir: Finger weg!

        Es kann durchaus sein bei einem Bankgeschäft 300% Gewinn entsteht, z.B. bei bestimmten Aktiengeschäften
        (Wettgeschäfte) ist das möglich, aber die Bank kann auch sehr schnell alles verlieren. Je höher Du ein Risiko bei der Bankanlage eingehst, desto höher ist der Zins.

        Die große Bank Lehmann Brother in Amerika ist zusammengebrochen 9/2008 weil sie ein zu hohes Risiko
        eingegangen ist.

  2. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: Tatsächlicher Gewinn der Banken?

    Hi,
    ich würde sagen, es kommt drauf an wie dein Geld angelegt wurde.
    Wenn du ne einfache Sparanlage gemacht hast, hat die Bank auch nicht wirklich was gewonnen. Dies ist ziemlich unrentabel für Banken. Wenn du aber ein Fonds, Zertifikat, Bausparen oder Versicherung abgeschlossen hast, dann hat die Bank Provisionen an dir gut gemacht.
    Ich hoffe ich habe geholfen!!

  3. Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
    Re: Tatsächlicher Gewinn der Banken?

    Hallo Mitmensch
    Das ist ganz individuell. Es kommt darauf an, was die Bank mit dem Geld weitermacht. Sie kann es vermieten "Kredit" Sie kann damit spekulieren. "Aktien" "Rohstoff" Mit Rohstoffkauf, wird schon von Banken in eigenen Lagern Rohstoff Eingelagert, auf dem Markt künstlich verknappt, - die Preise künstlich angehoben und enorme Gewinne gemacht, die wir dann als Konsumenten bezahlen.
    Der Variantenreichtum ist aber nur die halbe Wahrheit.
    Eine Bank produziert auch Geld. "Buchgeld"
    Ihre 100'000 Franken - die Bank vergibt einen Kredit von 80¨000 an einen Hausbesitzer für eine Renovation. Der Unternehmer legt davon 40'000 wieder auf die Bank und schon hat sich das Geld von 100'000 auf 140'000 vermehrt. Von den 40'000 wird wieder ein Kredit 30'000 vergeben. Davon geht wieder 20'000 auf die Bank und schon zirkulieren 160'000
    Rechne jetzt aus was die Bank verdient?!?!?
    Auf jeden Fall reicht es um Millionen Boni zu bezahlen.
    Wehe, - die Wirtschaft fällt auf die Nase. - Ein Milliardenloch!!!!! Von Geld, das nur in Büchern existiert!
    Grüessli Fredy Niklaus CH 061 761 30 56 Hallo Mitmenschen
    Nehmen wir es mal an, ich lege bei einer bank 100 000 Euro an.
    Bei den aktuellen Zinsen mache ich nur ca. 2000 Euro Gewinn im
    Jahr. Aber mich würde gerne interessieren, wie viel Gewinn
    macht der Bank für sich mit meinem Geld im Jahr.

  4. Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
    Re: Tatsächlicher Gewinn der Banken?

    Hallo,
    die Frage kann so nicht abschließend beantwortet werden, da hier unterschiedliche Geschäftsmodelle Berücksichtigung finden müssen. Das Risikoappetit einer Bank findet Niederschlag im Ergebnis. Eine Bank, die nur Kleinkredite macht, realisiert i.d.R. weniger Verluste, als eine die ein mehr risikobehaftetes Geschäftsmodell fährt.
    Letztlich lohnt sich aber die Veranstaltung, sonst gäbe es nichts so viele Banken.

    Greets

    Randori01

  5. Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
    Re: Tatsächlicher Gewinn der Banken?

    Hi,

    Nachdem Du zur Zeit bei einer Baufinanzierung auf fünf Jahre ca. 3,2% an die Bank zahlen musst, aber die Bank Dir teilweise 2,2 für 1 Jahr zahlt, ist der Gewinn für die Bank überschaubar undliegt bei z.Zt. im Schnitt eher unter 1% der Anlagesumme

    Grüße

    Uwe

  6. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Tatsächlicher Gewinn der Banken?

    So pauschal kann man das nicht sagen. Die Bank verleiht dein Geld natürlich weiter in Form von Krediten. Seien es Ratenkredite, Baudarlehen oder Dispositionskredite. Für diese Kredite bekommt sie natürlich Zinsen. Die Differenz zwischen den Zinsen, die die Bank an die Sparer zahlt und den Zinsen, die sie für die Kredite bekommt abzüglich der Material- und Personalkosten sind der Gewinn der Bank.

  7. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Tatsächlicher Gewinn der Banken?

    Hallo Oleg,

    das ist eigentlich ganz einfach. Ich geh jetzt mal von einem Tagesgeld aus. Wenn Deine Bank nicht genug Kunden hat, die Kredite brauchen: Anlage bei anderen Banken zum aktuellen Tagesgeldsatz von ca. 0,3% ==> Bank macht 1700 Oiro Verlust. Also muss die Bank das Geld längerfristig anlegen, als sie es von Dir gekriegt hat.
    Wenn Deine Bank Glück hat, brauchen genug Kunden Kredite:
    a. Dispo: Zins 12% ./. ca. 1% Bearbeitungskosten ./. 3-8% Kreditausfälle (bei verschiedenen Banken sind die Quoten der nicht zurück bezahlten Kredite sehr unterschiedlich) ./. Deine 2% Anlgezins ==> Gewinn 1-6%
    b. Verbraucherdarlehen: 7% ./. 1% Bearbeitungskosten ./.2-4% Ausfälle ./. Deine 2% Anlagezins ==> Gewinn 0-1%
    c. Baudarlehen: 4% ./. 0,5% Bearbeitungskosten (längere Laufzeit, Kosten verteilen sich auf mehr Jahre)./. 0,5% Kreditausfälle (da hier Häuser bzw. Wohnungen als Sichheit dienen sind echte Ausfälle sehr selten) ./. Deine 2% Kreditzins ==> Gewinn 1%

    Bei der Anlage am Interbankenmarkt und bei Variante b + c hat die Bank aber längerfristiger verliehen, als Deine Anlagefrist ist.
    An solchen "Laufzeittransformationen" ist in den 70ern die Herstatt-Bank krepiert.
    So, dann lass mal die Kreditausfälle noch steigen (war 2008 in der Krise z.B. höher) und zieh von dem Ganzen noch 70% Steuern ab - dann weißt Du, was die Banken verdienen.
    PS: Klar verdienen die Banken ordentlich, aber nur weil sie mit Riesensummen arbeiten. Ein Mittelständler könnte von solchen "Handelsspannen" unmöglich leben.

    Gruß
    Thommy

  8. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Tatsächlicher Gewinn der Banken?

    Hallo Oelq,

    das lässt sich nicht so einfach sagen.
    Nehmen wir an, die Bank würde nur das Einlagen und das Kreditgeschäft betreiben. Sie würde Dein Geld einfach, sagen wir mal mit 10% weiterverleihen.
    Von den 8% Differenz muss sie:
    - Miete
    - Personal
    - Verwaltungskosten
    - Kontoführungskosten
    - Werbung
    - Compuer
    - Strom
    - Heizung
    - Rückstellungen für Kreditausfallsrisiken
    - Kosten für den Einlagensicherunsfonds
    - usw, usw
    bezahlen.

    Diese Kosten sind bei jeder Bank verschieden.
    Da bleibt, bei einer seriösen Kalkulation, nicht viel übrig. Zudem ist zu beachten, wie viele Kunden diese Bank hat, wieviele Anleger der Bank ihr Geld anvertrauen, wieviel Geld Sie verleihen kann und zu welchen Zinssätzen.
    Wieviel des verleihten Geldes bekommt sie zurück und wieviel muss sie abschreiben.

    Dieser ganze Kompex ist aber viel zukompiziert, als dass man ihn auf wenige Gedanken reduzieren kann. Die Frage,so wie sie gestellt ist, ist somit nicht zu beantworten.

    Gruss Roland

  9. Antwort von - abgemeldetes Mitglied - nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Re: Tatsächlicher Gewinn der Banken?





















    hallo oleq
    eine exakte zu Deinem Rechenbeispiel passende Zahl wird Du nicht ergalten.Der Gewinn jeder Bank wird von vielen Faktoren bestimmt.Die komplette Gewinn/Verlustrechnung von Banken zu erläutern, ist hier nicht möglich.Ich empfehle Dir,die veröffentlichten Jahresabschlüsse der großen Banken im Internet mal anzuschauen. Hinweise zur Rentabilität der Bank sind dort nachlesbar.Eine "gute" Bank wird das Ihr anvertraute Vermögen unter Beachtung der 3 Faktoren Liquitität.Rentabilität und Sicherheit versuchen zu mehren.Leider hat die jungste Vergangenheit gezeigt,daß Rentabilitätsstreben zu Lasten der Sicherheit uns Steuerzahler erhebliche Schulden beschert hat.
    Ein generelles Problem, das sich aus Ihrer Frage ergibt, ist die Moglichkeit der Banken "billiges Geld" entsprechen Ihrem Eigenkapital zu erhalten , diesen Vorteil nicht sofort an die Kunden weiter geben zu müssen.
    Ansonsten sind 2% Zins doch z,Zt,gut.
    MfG hhm

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