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Re: 20. Juli 1944: Aussage von Henning van Tresckow
Hallo.
Meine Antwort wurde, das entdeckte ich gerade, nicht zugestellt; - ich sende sie daher ein zweites Mal:
Danke für die Frage bzgl. "Befehlsverweigerung aufgrund des Gewissens." - Aus der Hüfte beantwortet: - Friedrich der Große befahl einem Leutnant, ein Gehöft im Siebenjährigen Krieg niederzubrennen. Der Leutnant verweigerte den Befehl mit dem Hinweis, er sei kein Brandstifter - die Antwort ist sinngemäß wiedergegeben und verkürzt. Friedrich der Große hielt inne, salutierte dem Leutnant, gab ihm recht und beförderte ihn zum Rittmeister. Für Näheres müsste ich selbst in die Regale geben.
2. David von Yorck (später Yorck von Wartenburg) schloss in der Konvention von Tauroggen entgegen des Befehls von Friedrich Wilhelm III. mit General Diebitsch (in russ Diensten) mit Rußland einen Seperatfrieden / Waffenstillstand währen des Rückmarsches der napoleonischen Grande Armee. Friedrich Wilhelm III. verurteilte von Yorck dafür - wenigstens offiziell zum Tode, nahm die Entscheidung später zurück. Berlin, wo der preuss. König damals seinen Sitz hatte, war zur gleichen Zeit von französ. Truppen besetzt. York, später York von Wartenburg, war seinem preuß. König und der Koalition im weiteren Verlauf der Befreiungskriege 1813 - 1815 ein wichtiger militärischer Truppenführer.
3. Es gibt natürlich mehr Beispiele, z. B. 1914 die Waffenruhe deutscher und britischer / französ. Truppen während der Weihnachtszeit, die ohne Billigung der Generalstäbe sowohl der deutschen, britischen und französischen Genralstäbe stattfand.
Frage: Genügt die "Antwort auf die schnelle?"
Klaus