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nach einem Tag
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Re: altes wintergedicht
Hallo Claudia,
ich freue mich, Ihnen weiterhelfen zu können und hoffe, dies ist das Gedicht, das Sie meinen:
Der Winter draußen stürmt und fegt,
da rücken wir näher zusammen.
Der Schnee an den Fenstern rieselt und schlägt,
und schürt im Kamine die Flammen.
Da bitten die Kinder den Vater so sehr:
"Erzähl uns vom armen Seppi noch mehr,
wir sind wie die Mäuschen so stille."
Arm' Seppi war von Tür zu Tür, von Haus zu Haus gegangen,
und hatte weder dort noch hier ein freundliches Wort empfangen.
Da klagt er: "Ach, alles ist mir verwehrt,
heut' wird der heilige Christ beschert,
und ich muss hinaus in den Winter."
Und draußen lag weit über das Feld,
ein weißes Tuch gebreitet.
"Hier find ich wohl mein Bett bestellt,
mein Lager mir bereitet?
Die Englein schütteln mir ein Bettlein aus,
es fliegen die Federn alle heraus-
hier will ich heut ruhen und schlafen."
Im Feld stand ein Tannenbaum,
dort legte der Knabe sich nieder.
Da hört er hoch in des Himmels Raum,
die festlichen Weihnachtslieder.
Und wie er so schaut in den Baum hinein,
da schimmert's und flimmert's mit hellem Schein.
Wie goldene Stern' in den Zweigen.
"Ich freu' mich, du heiliger Christ,
nun wird auch mir bescheret."
Der glänzende Weihnachtsbaum hier ist
mit reichen Geschenken beschweret.
Von Zuckerweiß kandiert so fein,
und tausend Kerzen und Wachsstöckelein
auf den grünen Zweigen sich wiegen.
Der Knabe schlief ein auf kaltem Bett.
Die Sterne gingen unter.
Da kamen zu seiner Lagerstätt'
vier liebliche Engelein herunter.
Die nahmen den Knaben wohl auf den Arm
und trugen ihn weich gebettet und warm,
hinauf in den himmlischen Garten.
LG
Daniela