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Re: Inwiefern kann der Mond als fallender Körper betra
Hallo,
meines Wissens nach fällt der Mond tatsächlich nicht, er entfernt sich pro Jahr wenige Zentimeter von der Erde. Wenn man allerdings die Kräfte betrachtet, die auf den Mond wirken, kann er gewissermaßen als fallend betrachtet werden.
Aufgrund der Gravitation ziehen sich Erde und Mond gegenseitig an. Hierbei beschreibt der Mond jedoch seine Kreisbewegung um die Erde.
Die Gravitationskraft hat die Formel Fg = (G * m1 * m2):r^2.
m1, m2 = die Massen der beiden Körper. r die Entfernung ihrer Mittelpunkte und G die Gravitationskonstante (G = 6,673 * 10^-11 m^3/(kg * s^2)).
Bei Kreisbewegungen wird der kreisende Körper durch die so genannte Zentripetalkraft zum umkreisten Körper hin beschleunigt:
Fz = m v^2/r
In diesem Fall entspricht die Gravitationskraft der Zentripetalkraft:
Fz = Fg
Aufgrund von actio-reactio wirkt der Zentripetalkraft eine betragsgleiche Gegenkraft entgegen, die Zentrifugalkraft. Im Idealfall bewegt sich der kreisende Körper also auf einer beständigen Kreisbahn, die er nicht verlässt. Wie beim Kräfteparallelogramm lässt sich der Geschwindigkeitsvektor, der ja in diesem Fall Richtung Erdmittelpunkt zeigt, aufteilen. Dabei ist der Geschwindigkeitsvektor, der für die Kreisbewegung zuständig ist, die jeweilige Tangente an den Kreis. Der Mond wird also immer wieder in eine andere Richtung beschleunigt, und zwar so, dass sich die Kreisbewegung ergibt. Ich hoffe, dass ich das verständlich erklärt habe.
Prinzipiell gibt es also die Gravitationskraft, die in diesem Fall der Zentripetalkraft entspricht, die den Mond auf die Kreisbahn zwingt. Dabei wirkt eine Komponente der Zentripetalkraft längs der momentanen Tangente an den Kreis.
Um deine Frage endlich zu beantworten: Der Mond wird sowohl zur Erde hin beschleunigt (er "fällt") als auch tangential zur Kreisbahn (Kreisbewegung). Da jede Kraft jedoch eine Gegenkraft bewirkt (actio-reactio) wird der Mond auf der Kreisbahn gehalten.