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Re: Welche Gesellschaftsform als ...
Bin kein Jurist. Aber nach meinen Kenntnissen wäre in Österreich der gemeinnützige Verein die wohl beste Form, wenn keine Gewinnabsicht besteht. Dazu braucht es ein Vereins Ziel (zB Förderung von Kultureller Vielfalt in einem geografischen Umfeld), ein Statut, behördliche Genehmigung, und zumindest Obmann/Obfrau, Kassier/Kassierin und Schriftführer/in als Funktionierende. Man kann Regelungen erlassen, wer Mitglied werden darf, sodass man nicht alle aufnehmen muss. Wenn keine Gewinne gemacht werden, muss auch nicht einkommenversteuert werden, weil das als Liebhaberei gilt, als Hobby sozusagen, wie ein Tulpenzüchterverein. Dafür kann man auch keine Vorsteuern abziehen. Es darf aber niemandem ein persönlicher Gewinn zuwachsen. Allenfalls könnten an bestimmte Personen für nachgewiesene Aufwände Spesen (zB km-Geld) oder Honorare ausbezahlt werden - letztere sind dann aber vom Bezieher zu versteuern, wenn sie steuerpflichtig hoch sind, das sind in Österreich derzeit ca. 1000 Euro pro Jahr (abzüglich nachgewiesener Aufwändungen). Alle anderen Abgaben und steuern blecht ein Verein natürlich, zb die "Lustbarkeitsabgabe", Musikschutzgebühren, Umsatzsteuer, usw usw. Also da geht nix mit schwarz. Der Vorstand des Vereins haftet mit seinem Privatvermögen für alle Verpflichtungen des Vereins und es müssen penible Vorschriften eingehalten werden: Buchhaltung, Belege 7 Jahre aufheben, Sitzungen und Protokolle, Wahlen an Behörden melden u.dgl. Geschlossene Veranstaltungen nur für Mit(und ohne) Glieder sind nicht öffentlich und unterliegen zT nicht den komplizierten (Sicherheits-, Hygiene-, Müll-, usw usw) Bestimmungen und Auflagen für öffentliche Veranstaltungen. Es soll Vereine geben, da erwirbt man beim Eintritt die Mitgliedschaft für einen Tag (laut Statut) und ist daher bei einer vereinsinternen Veranstaltung. Ob das rechtens ist, bezweifle ich allerings. Hauptproblem ist, wenn was passiert, zB ein Brand, oder jemand verletzt wird - dann kanns seeehr teuer und auch straffällig werden, wenn man sich nicht an alles hält. Ich veranstalte beruflich bedingt jährlich einen Ball - ehrenamtlich würd ich das NIE tun, man kann de facto nicht alle Bestimmungen einhalten und ist immer mit einem Bein im Unrecht. Übers Vereinsgesetz gibt es Fachliteratur - googeln! Deutsches oder anderes Vereinsrecht kenn ich nicht, kann unterschiedlich sein. Ansprechpersonen: Anwälte, Notare, Steuerberater. Die billigsten Steuerberater sind die Finanzbeamten - ins Finanzamt gehen, nach dem/der Zuständigen fragen, dumm stellen (Ich würde gerne ... was muss ich tun, wie versteuern ... will ja alle korrekt machen...), evt. auch die Vereinsbehörde, das ist in Österreich die Bezirkshauptmannschaft (glaub ich), in den Statutarstädten die Bundespolizeidirektion.