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Re: Diät für Kinder
Hallo Tacheles,
danke für Deine Anfrage und dass Du Dir ernsthaft Sorgen machst um Deine Tochter. Welches sind die Gründe für das Übergewicht? Dazu musst Du sehr ehrlich den Familienspeiseplan und Eure Lebenssituation betrachten. Allein die Ernährung umstellen, klappt nicht. Frage Dich: Bist Du selber übergewichtig? Wie ißt Du? Hast Du oft das Verlangen, einen unwiderstehlichen Drang nach etwas? Nach Schokolade, Wurst, Chips etc.? Wie geht es Dir psychisch? Wenn Du übergewichtig bist, wann hat es bei Dir angefangen? Hast Du unaufgearbeitete Themen in Deinem Leben? Liegt ein Mißbrauch in Deiner Kindheit vor?
Dann Fragen zu Deiner Tochter: Seit wann hast Du bemerkt, dass sie übergewichtig ist? Wie ißt sie, damit meine ich, schaue hin, ob sie einen unwiderstehlichen Drang hat zu essen? Hat sie ein Sättigungsgefühl oder ißt sie immer so viel bis alles alle ist? Wie ist die Beziehung zu Dir und Deinem Mann? Was macht Ihr in der Freizeit? Was genau ißt Deine Tochter tagsüber? Ist sie in einem Kindergarten? Was gibt es da zu essen?
Aus diesen Fragen bekommst Du mit den Antworten ein klareres Bild, welches ich leider jetzt nicht habe. Solltest Du merken, dass Du Hilfe brauchst über dieses Portal hinweg, so traue Dich, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Und nun zur Essensumstellung:
Ich halte mich in erster Linie an Dr. med. Max Bruker, auch ist mir das Leben nach Blutgruppen wichtig. Folgendes empfehle ich Dir für Deine ganze Familie:
3 Hauptmahlzeiten, morgens Frischkornmüsli (3 EL Korn/Person, gut ist Dinkel, gemahlen und über Nacht in Wasser angesetzt stehen lassen), angemacht mit Früchten, Joghurt und wenn es sein muss Honig oder Ahornsirup oder ähnlichem, bitte keinen Zucker, Zucker ist u.a. ein Suchtmittel und erzeugt im Körper einen unwiderstehlichen Drang nach mehr. Mittags eine Mahlzeit, in der mindestens 1/3 Salat oder Grünzeug angeboten wird, 1/3 Gemüse, nicht jeden Tag Fleisch. Abends ebenso Salat/Grünzeug, Rezepte gibt es genug, schaue mal in einer Bücherei nach. Abends wenn es geht kein Brot mehr, ist besser. Verwende nur Vollkorn-Produkte (auch bei Kuchen, Nudeln etc.) Verwende keinen weißen raffinerierten Zucker, nimm andere natürliche Süßungsmittel. Nicht zu spät abends essen.
Als Zwischenmahlzeit ist immer eine Möhre/Karotte gut, auch Kolrabi, Apfel etc. bitte keine Banane, hat viel Kalorien und befriedigt die Kaumuskeln nicht, eher danach mehr Hunger.
Wieviel Bewegung habt Ihr pro Tag? Kinder in diesem Alter brauchen viel Bewegung, gehe besonders in die Natur, macht Ausflüge, geht auch mit dem Fahrrad. Je natürlicher Bewegung abläuft, desto besser ist es.
Welche Rituale habt Ihr in der Familie? Wer schenkt Deiner Tocher Süßigkeiten? Ist es ein Liebesersatz? Süßigkeiten sollten sehr eingeschränkt werden und nur als Besonderheit gereicht werden. Süßigkeiten sollten nie Liebesersatz, in Langeweile oder als Trösterchen / Ersatzbefriedigung für etwas dienen. Anfangs kann es zu einem Zuckerentzug kommen, der sehr nervig ist, aber sei stark, lenkt Euch ab und geht in die Natur, nach ein paar Tagen wird es besser.
Das Gespräch in der Familie ist wichtig. Besonders wichtig ist, dass es DIR gut geht und Du in Deiner Mitte lebst. Deine Tochter spiegelt evtl. ein Problem, was Du hast. Löse dieses Problem, evtl. auch mit einer Psychotherapie, dann wird es auch Deiner Tochter besser gehen.
Auch der Glaube kann Dir helfen. Gott sieht Dich / Euch. Er will, dass es Euch gut geht, bitte ihn um Hilfe, er ist da, immer, auch wenn Du verzweifelt bist.
Noch ein Tipp: Wenn Du die Blutgruppe Deiner Tochter weißt, Eure Blutgruppen, dann kannst Du Dich auch nach den guten Lebensmitteln der Blutgruppendiät halten. Deine Tochter ist in einem Alter, wo sie, wenn sie gesund wäre, selber weiß, was und wieviel ihr gut tut. Lass sie selber entscheiden, vorausgesetzt dieses Empfinden funktioniert bei ihr noch. War sie Flaschenkind? Wenn ja, dann versucht sie evtl. durch Essen Liebe zu "ergattern", diese körperliche Liebe, die sie als Baby durch den nicht vorhandenen Hautkontakt nicht hatte.
Solltest Du darüberhinaus noch Fragen haben, dann schreibe mir noch einmal, wenn Du mit mir telefonieren willst, dann können wir auch das arrangieren.
Ich wünsche Dir viel Erfolg und Gottes Segen, bleibe mutig auf diesem Weg, es ist das Beste für Dich und Deine Tochter.
Herzliche Grüße
Ulrike