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Re: Wie bekomme ich einen bezahlbaren Irischen ...
huhu.
ganz ehrlich? finanzielle überlegungen sollten beim kauf eines wölfchens eher eine untergeordnete rolle spielen. die folgekosten können, müssen aber nicht enorm sein. als beispiel: mein irischer wolfshund hat in seinem ersten lebensjahr aufgrund einer sehr komplizierten krankheitsgeschichte knapp 5000€ tierarztkosten "verursacht". anfang diesen jahres ist er an knochenkrebs erkrankt. dies ist mehr oder minder unheilbar, er ist schmerztherapeutisch behandelt worden, um ihn in seinen letzten wochen schmerzfrei zu halten. von diagnose bis euthanasie sind knapp 2,5 monate vergangen. in der zeit hat er pro tag (!) schmerzmittel für etwas mehr als 15€ bekommen.
natürlich ist ein beim vdh/dwzrv eingetragener züchter keine garantie dafür, einen gesunden hund zu bekommen, aber die chancen sind einfach größer. die entsprechenden züchter verpflichten sich zu bestimmten standards, deren einhaltung turnusmäßig kontrolliert wird. ebenfalls müssen die elterntiere laut zuchtbestimmungen bestimmte untersuchungen beim tierarzt absolviert haben, damit z.b. herzkranke tiere nicht in die zucht gelangen.
ganz wichtig ist neben einer entsprechenden gesundheitlichen basis darauf zu achten, dass die welpen gut sozialisiert werden. auch darum kümmert sich ein verantwortungsvoller züchter.
außerdem ist beim vdh-züchter klar, wer die elterntiere sind. mir ist ein fall bekannt, da hat jemand einen "hinterhof-iw-welpen" gekauft. inzwischen ist das tier zwei jahre alt und sieht auch für den besitzer eindeutig nach einem iw-doggen-mix aus. könnten sie bei einem welpen erkennen, ob es ein reinrassiger iw ist?!
ich kenne eine ganze reihe vom eingetragenen züchtern persönlich. KEINER davon verdient großartig geld mit seinem hobby. die aufzucht von wölfchen ist enorm kostspielig, man denke an hochwertiges futter, tierarzt, räumlichkeiten, deckgebühr etc. soll eine solche zucht geld einbringen, müssen entsprechend viele würfe pro jahr her - dass dies zu lasten der sozialisierung der einzelnen welpen geht, ist klar. darum mein rat: lieber noch ein bisserl sparen und eine eingetragene hobbyzucht auswählen. ein guter züchter wird zudem mit rat und tat zur seite stehen, solange "sein" hund lebt. da wölfchen sehr speziell sind, ist das ganz, ganz wichtig.
wer partout weniger geld ausgeben möchte, kann sein glück bei der windhundhilfe oder windhunde in not versuchen. dort werden ab und an in not geratene wölfchen gegen eine schutzgebühr vermittelt - allerdings müssen die neuen halter strenge auflagen erfüllen (wohnbegebenheiten, arbeitszeiten, oftmals zweithund etc.).
hoffe, geholfen zu haben.
bei weiteren fragen: immer her damit :-)
grüße,
maren