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Re: Diagnostik CT MRT Abdomen
Hallo Thomas,
Das ist so vollkommen richtig. Es braucht erst einmal ein Phase ohne Kontrastmittel und dann mindestens eine nach Kontrastmittel. Standars sind aber zwei Phasen nach Kontrastmittelgabe, eine in einer früheren, arteriell dominierten Phase und einer späteren "Auswaschphase". In der nativen CT lassen sich Dichtemessungen vornehmen, die man mit den Dichtewerten der KM-Phasen vergleichen kann. Nimmt die Dichte nach KM deutlich zu, bedeutet das, daß der Prozeß durchblutet ist. Bleibt die Dichte nahezu unverändert, ist es vermutlich nur eine eingeblutete gutartige Flüssigkeitsansammlung (z.B., oder etwas anderes gutartiges). Ein Nierenzellkarzinom ist häufig stark von arteriellen Gefäßen durchsetzt, deshalb gibt die frühe Phase durchaus hilfreiche Zusatzinformationen.
MRT geht prinzipiell auch, kann man nur nicht richtig messen, manchmal gibt es Probleme mit der Atmung und - nicht zu vernachlässigen - ist teurer!
Meistens sind Patienten mit dem Verdacht auf einen Nierentumor nicht mehr richtig jung (ok, ist schwer zu definieren....). Die Strahlung des CT ist dann sicher von untergeordneter Rolle. Nur mal so am Rande: Niemand (!!) auf dieser unserer Welt, hat irgendeine Ahnung, was im Dosisbereich der medizinischen Untersuchungen überhaupt passiert. Die ganze Strahlenhysterie basiert auf völlig unbewiesenen Mutmaßungen, die aus den Hochdosisdaten der Atombombenabwürfe stammen.
Trotzdem gilt immer und zurecht ALARA - as low as reasonalble possible oder auch "so viel wie nötig, so wenig wie möglich".
Klare Empfehlung: Wenn ein begründeter Verdacht auf eine Nierenraumforderung vorliegt und der Patient nicht gerade 19 Jahre jung ist: 3-Phasen CT!!
Geholfen?
Grüße Smax