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Re: Gibt es Menschen, die nicht träumen ?
Hallo Jaibie!
Es gibt 2 Arten Menschen, die sagen, dass sie nicht träumen:
A - Menschen, die träumen, sich aber nicht daran erinnern können.
B - Menschen, die tatsächlich nicht träumen.
Zunächst Allgemeines:
Im klassischen Traum verarbeitet der Mensch die unzähligen Erlebnisse, Informationen, Eindrücke, Gefühle, usw., die er im Laufe des Tage gesammelt hat. Insbesondere gilt das für all die Dinge, die der normalen Wahrnehmung des Wachzustandes entgangen sind: das sog. "Unbewusste". Generell gilt: je mehr der Aufmerksamkeit entgeht, d.h. je mehr Unbewusstes angehäuft wird, desto mehr und intensiver trämt der Mensch.
Zu A:
Wer die Konfrontation mit seinem Unbewussten vermeiden möchte, verdrängt gerne auch seine Träume. Je weniger man von seinem Unbewussten wissen möchte, d.h. evtl. auch je traumatischer die dort gespeicherten Erfahrungen sind, desto mehr verdrängt man die Erinnerung an seine Träume. Man glaubt schließlich, gar nicht zu träumen.
Die meisten Menschen, die von sich sagen, sie träumen nicht, fallen in Katergorie "A". Als Ausnahme davon muss man aber wohl noch den Schlaf der völligen Erschöpfung erwähnen. Er wirkt völlig traumlos, man kann sich am Morgen an Nichts erinnern, weil man völlig fertig ist. Wer also viel und stark erschöpft ist, kann sehr "traumlos" schlafen. Das ändert sich sofort, sobald man wieder mehr Energie zur Verfügung hat.
Von dieser Ausnahme abgesehen, lässt sich hier Abhilfe schaffen, indem man sich den Zugang zu seinem Traumleben wieder öffnet. Dazu gibt es weiterführende Bücher, Techniken, auch ein Besuch bei einem mit der Materie erfahrenen Psychologen kann hilfreich sein. Vor allem aber gilt: man muss es wirklich wollen. Wenn das nicht gegeben ist, helfen keine noch so guten Techniken.
Zu B:
Wenn man sich im täglichen Leben bemüht, immer mehr Bewusstsein in sein eigenes Leben zu bringen, wird der Anteil dessen, was im Unbewussten verschwindet, nach und nach immer kleiner. Je bewusster wir leben und je geringer der Anteil des Unbewussten ist, desto weniger besteht die Notwendigkeit zu träumen. Nach und nach werden die Träme weniger. Man kann auf diesem Weg tatsächlich zu einem schlichten, traumlosen Schlaf kommen, der sehr ruhig, friedlich und sehr erholsam ist. Es ist der beste Schlaf, den man sich wünschen kann. Ich kann Jedem, der das kennt, hier nur herzlich gratulieren.
MFG