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Re: Warum beten Moslems gen Mekka?
Hallo,
Sie haben eine interessante Frage gestellt. Die Gebetsrichtung hängt mit der Anfangszeit des Islam zusammen. In der Zeit, als Muhammad lebte, wurden von den arabischen Stämmen viele Götter angebetet. Dazu gehörten Felsformationen, besondere Bäume und unter anderem ein Meteorit.
Ein weiterer Aspekt - es gab zu gewissen Jahreszeiten Treffpunkte, an denen man sich traf, um zu handeln. An diesen Orten und zu diesen Zeiten war eine Friedenspflicht. Einer dieser Orte war Mekka. In diesem Ort gab es Sippen, die die Besucher betreuten, was einträglich war. Zu einer dieser Sippen gehörte auch ein Zweig der Familie Muhammads.
Muhammad selber lernte bei seiner Arbeit - er leitete Karawanen seiner Frau - ein-Gott-Religionen kennen. Er begeisterte sich für diese und wollte an sich dieses Wissen an swinw Landsleute weitergeben. Er verkündete, dass es nur einen Gott (allah) gebe und wollte als Gebetsrichtung Jerusalem. Es gibt auch Überlieferungen, die über Ereignisse Muhammads in Jerusalem berichten.
Leider gab es dann aber Differenzen mit Juden und Christen, die sagten, dass er bei der Weitergabe des Wissens Fehler mache. Aus dem Grund entschloss sich Muhammad, einen eigenen Wallfahrtsort vorzugeben, eben Mekka.
Dabei gab es allerdings erst einmal neue Probleme. Die Bewohner Mekkas befürchteten den Verlust ihrer Einnahmequellen durch die Entstehung einer neuen Religion. Aus dem Grund zog Muhammad mit seinen Anhängern erst einmal in eine andere Stadt, Madina (heißt auf deutsch auch Stadt - des Propheten). Hier arbeitete er als verehrter Schlichter. Das war besonders wichtig, weil es in Arabien die Blutrache gab und ein Vermittler, der Blutvergiesen erreichte, war sehr angesehen. Dann gelang es ihm, nach Mekka zurück zu kehren und es begann der Siegeszug des Islam.
Ich hoffe, das hilft Ihnen soweit erst einmal weiter.
Stephan Wirth