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nach 19 Stunden
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Re: Hund und Katze aneinander gewöhnen - wie?
Hallo,
Das mit der Teorie und der Prxis.
Meine Erfahrungen sind nur ausgezeichnet, da waren 3 Katzen und 2 Hunde und die waren nicht alle jung da die ins Haus kamen.
Prinzipiell gibt es eine Metode die als sicher gilt, daß Hund und Katz sich zumindest akzeptieren und respektieren. Doch Teori und Praxis klaffen oft auseinander.
Die Metode dauert normal 14 Tage:
1. Die Katze darf als Erste die Lokalität für sich in Anspruch nehmen und alles kennenlernen (mehrere Stunden).
2. die Katze kommt in ein anderes Zimmer und der Hund ist dran.
3. Dann wieder die Katze.
4. wenn beide an dieses gewöhnt sind und die Situation als entspannter Alltag sehen kann man erst mit dem nächsten Schritt beginnen, also hab Geduld das kann mehrere Tage dauern.
5. Nun kommt die Katze in die Katzenbox, und der Hund an die Leine. Die Katze in einem abgelegenen ruhigen Zimmer wo sie sich wohlfühlt, der Hund in der Stube. die Türe ist offen, so daß sie sich direkter riechen können.
6. Wieder bis beide ganz entspannt sind und sich an diesen Alltag gewöhnt haben.
7. Jetzt kommt die Katzenbox näher an die offene Tür, jedoch noch nicht auf sicht. (immer noch katz in Box, Hund an Leine)
8. Das dauert normal nun schon mehrere Tage, wenn Du schlafen willst mußt Du eben im Wohnzimmer aufs Sofa, mit dem Hund an der Leine - Und Deine Freundin im Schlafzimmer mit der Katze
9. Wieder bis beide vollständig entspannt sind.
10. Jetzt, wenn beide so langsam den Eindruck geben daß sie sich akzeptieren, soll man sich nicht verleiten laßen die Gewöhnungszeit zu verkürzen!
11. Nun stellt Ihr die Katzenbox so daß die 2 auf Sichtweite sind, jedoch ein Tuch über die Katzenbox.
12. im Verlauf der nächsten Tage das Tuch schrittweise so zurückziehen, daß die Katze so lange wie möglich die Chance hat sich hinter dem Tuch zu verstecken.
Nun siehst Du wie entspannt die Katze wirklich ist.
13. Wenn beide ungehindert auf sich sind, wieder Gewöhnungszeit geben bis beide entspannt sind.
14. Im nächsten Schritt verkürzt Ihr die Distanz ein ganz kleines bischen, also lieber nur 10 cm als 1 cm zuviel. Bis zur Entspannung.
15. Jeden Tag etwas näher, wenns nur 10 cm aufs mal sind, so müßt Ihr akzeptieren daß das länger dauert als wenns 50 cm pro Tag sind. Die Tiere sagen selbst wo die Grenze ist.
16. Geduld, Geduld, Geduld.
Falls Dir die Leine "aus Versehen" aus der Hand gleitet, darf Dir Deine Freundin eine richtige Ohrfeige geben. Also: sowas darf im gesammten Prozess einfach nicht passieren.
17. Wenns dann soweit ist daß die Katze in der Box entspannt ist und der Hund sich nicht weiter an der Katze interessiert, so kommen die 2 sich langsam näher bis der Hund ganz bei der Box ist.
18. Da gibt die Katze den Ton an.
19. Der nächste Schritt ist daß der Hund erstmals ohne Leine der Katzenbox begegnen darf, er soll nicht mit der Katze darin spielen wollen (und schon gar nicht sie als snack sehen).
20. Bis zur Entspannung.
21. Nun könnt Ihr die Katzenbox erst kurzzeitig, dann länger öffnen. Doch ist es die Katze alleine, und nicht Ihr Menschen, die bestimmen wann sie sich rauswagen soll. Der Fluchtweg in die Box soll ständig zur Verfügung stehen.
22. Erst wenn die Katze sich sicher fühlt wird sie raus kommen, und zwar ganz vorsichtig, und erst nur ganz kurz.
23. Die Box soll Ihr noch lange Zeit als Höhle zur Flucht da sein, jedoch wählt sie selbst wann und wo sie sich aufhalten will. Macht gar nichts wenn sie sich angewöhnt, den halben Tag darin zu verbringen.
24. aus der Akzeptanz kann sich langsam eine Freundschaft entwickeln.
Je jünger die Katze ist, desto einfacher ist das.
Beider Erfahrungen aus früherer Zeit können die Angewöhnungsfase auch drastisch in die Länge ziehen.
Angst und Jagdeifer sind die größten Hinderniße.
Wenn Ihr nicht Zuhause seid, so sind die Tiere in anderen Räumen, ev die Katze in der Box (am Anfang).
Genauso beim Freßen sollt Ihr die 2 so lange getrennt halten bis beide sich sicher fühlen (vor allem die Katze braucht mehr Zeit).
Zum Abschluß, mein guter alter war immer mit dabei wenns kleine Katzen gab. Meist vom Tierheim, und die mußten mit der Flasche gesäugt werden, danach zum Hund mit der Kleinen Katze und der hat sie geleckt daß sie die Toilette machen konnten. mit den einen kleinen Kater hat er sich so gut angefreundet, den haben wi behalten, und den konnte er noch Jahre später im Mund mittragen (also der ausgewachsenen Kater im Hundemaul). Der kam auch immer auf die kurzen Hundetouren mit, und der Hund hat gewartet bis der Kater immer nachkam.
Viel Erfolg bei der Angewöhnung, es lohnt sich. Es gibt ganz viele schöne Stunden wenn man später sieht wie Hund und Katz auch beide anfangen gegenseitig die Körpersprache nachzuahmen, und sich in ihrer gegenseitigen Kommunikation beinahe einen eigenen Dialekt aneignen.
LG Christian