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Re: Woran gutes Klavier erkennen?
Hallo!
Diese Frage ist gar nicht einfach zu beantworten.
Gravierende Mängel kann man leider häufig nur als Klavierbauer (der ich auch nicht bin) erkennen. Als erstes würde ich mich am Baujahr orientieren. Auf jeden Fall sollte es ein Klavier sein, was erst nach dem zweiten Weltkrieg produziert worden ist. Klangvolle Namen wie steinway, Grotrian Steinweg, Schimmel, bösendorfer o. ä. Versprechen sicherlich für sich schon eine gewisse Qualität. Wenn es eher ein so genanntes noname-Produkt aus Budgetgründen werden wird, ist auch das äußere Erscheinungsbild der Tasten und der Mechanik von einer gewissen Bedeutung. Wie sieht der Filzbelag auf den Hämmern aus? Erscheint er gleichmäßig abgenutzt, sind Teile herausgebrochen, wie sehen die Dämpfer aus? wenn man mehrere Tasten nebeneinander gedrückt hält, stehen die Hämmer in etwa in gleicher Entfernung von den Saiten? All das hilft aber nur begrenzt weiter.Das Klavier, auf dem ich Klavierspielen gelernt habe, hatte einen Mangel, den erst ein Klavierstimmer beim Stimmen bemerkt hat. Die Metallzapfen, auf denen die Saiten aufgespannt waren, waren sehr locker. Einen derartigen Mangel kann man im Grunde genommen leider vorher gar nicht herausfinden. Er wird aber sicherlich umso unwahrscheinlicher, je neuer das Klavier ist. je nach Budget würde ich vielleicht sogar noch eine zweite Zeitungsannonce aufgeben um zu schauen, ob sich ein Pianist oder ein Klavierbauer bereit erklärt, für ein begrenztes Budget mitzugehen, um sich für eine Viertelstunde einen Eindruck zu verschaffen!
Viel Erfolg bei der Suche.