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Re: Welpe von Mutter verstoßen - was tun?
Hallo,
Wenn Ihr es mit den jungen Hunden ernst meint, so erkennt Ihr daß die Hündin das beste Auge hat für die Jungen.
Deswegen wird da wohl ein genetischer Fehler vorliegen, der bei dem einen offen zu Tage tritt. Demzufolge gehört dieser Welpe eingeschläfert, das hört sich für die meisten Menschen hart an, ist jedoch notwendig um nicht noch mehr kranke Hunde zu vermehren. Es gibt schon genug Hunde mit Epilepsie, HD, unnatürlicher Agression, Augenkrankheiten, Verhaltensstörungen, ....
Bei den anderen Welpen des Wurfes wird der genetische Defekt auch vorliegen, jedoch latent. Das heißt, nicht offensichtlich sondern verdeckt. Da ist es am besten nicht weiter zu vermehren mit der Linie, sondern konsequent im Alter von etwa einem Jahr zu sterilisieren um die Gene nicht weiter zu vererben.
Auch bei dem seriösesten Züchter kann ein fehlerhafter Wurf vorkommen. Doch wird ein richtiger Züchter, der nicht für das Geld züchtet, diese Linie nicht fortsetzen. Da hab ich ein Beispiel mit Siberian Husky (Schlittenhund):
Die Hündin war auf dem 3. Platz in der Europameisterschaft, der Rüde 2. Platz in der Weltmeisterschaft, beides super Hunde und Kerngesund, top Sozialsierung und absolut viel versprechend. Aber:
Der Wurf war nichts:
eine Hündin war immer krank, ein Rüde wurde mit 1,5 Jahren eingeschläfert, da seine Knochen zu verwachsen begannen, ein Rüde hat miserables Sozialverhalten und will nicht laufen, eine Hündin frißt nicht wenn sie weg sind von Zuhause, und ein Rüde der ist ein top Weltklaße Hund wie die Eltern. Mit dem Top Hund wird jedoch trotzdem nicht weitergezüchtet, weil er die Genetischen Fehler latent in sich trägt, obwohl man einfach so denkt daß da weitere top Hunde rauskommen sollten - Als seriöser Züchter weiß man jedoch daß das nicht so ist, deshalb soll man zum erhalt der Rasse auch mit dem nicht weiterzüchten.
Der Verstoßene Welpe wird sein gesamtes Leben lang immer Krankheiten zugeneigt sein, wenn Ihr ihn nicht einschläfert, so was kann ein richtig unangenehmes Leben sein für den Hund, macht Beschwerden für die Menschen, und der Tierarzt macht den Reibach. - Also bitte schläfert den ein.
Privat sollte gar nicht vermehrt werden, ein Züchter hat eine einschlägige Ausbildung dafür, um risiken zu minimieren. Trotzdem ist auch da immer ein Restrisiko vorhanden.
Durch das weiterzüchten mit Linien die einen Genetischen Fehler haben werden langfristig gesehen die Hunde auf den Hund gebracht. So gut man das wohl meinen mag, so ist das genau das was die jahrzente lange (je nach Rasse auch jahrhunderte lange) Züchtung versaut.
Als Beispiel: bei dem Siberian Husky schleicht sich zur Zeit das Problem ein daß genau so vermehrte Hunde die jahrtausende alte Rasse zerstören - die werden als status symbol gehalten, nach dem "Kindchenschema" vermehrt, wollen nicht mehr laufen und bekommen HD und Augenkrankheiten. Zudem haben die einen optisch dicken Pelz, der die Kälte nicht mehr abhalten kann.
Bitte überlaßt das Züchten in Zukunft den ausgebildeten Züchtern.
Mit freundlichen Grüßen, Christian