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Re: <nass> und <Nässe> vs. < Nesse>
Hallo Schatztruhe,
Deine Fragen lassen sich mit dem "morphologischen Prinzip" oder "Konstantschreibungsprinzip" erklären (dazu z.B. auch http://www.ruediger-weingarten.de/Orthographie/Wortb...).
"Nässe" und "nass" gehören vom zugrundeliegenden Wortstamm her zusammen, und diese Zusammengehörigkeit wird auch graphisch dadurch ausgedrückt, dass eben nicht "Nesse", sondern, ähnlicher zu "ä", "Nässe" geschrieben wird. Ähnlich bei schwarz - die Schwärze, kalt - die Kälte, alt - älter (aber: die Eltern 'die Älteren').
Die Aussprache "Könich" ist zwar die "offizielle" Aussprache, im süddeutschen Raum ist aber "Könik" ganz normal. Warum das g? In den Flexionsformen, in denen das "g" an den Silbenanfang "rutscht", sprechen (und schreiben) wir ja von "die Könige", "den Königen", und deswegen wird auch im Nom. Sg. das "g" geschrieben -- aus Konstanzgründen, wie oben.
Dasselbe in Grün gilt für "ich gap" - wir sagen (und schreiben) "geben", "ich gebe", "wir gaben" usw. mit "weichem b", und aus Konstanzgründen wird dann auch bei den auslautverhärteten Formen das "b" geschrieben.
Ich danke um schnelle und ausführliche Antworten!
Keine Ursache, aber ich will doch anmerken, dass ich diese Formulierung ziemlich unverschämt finde und deshalb überlegt habe, ob ich überhaupt antworte.
Happy.Eater