Astronomie
Von: Αndrе, 2.3.2002 06:28 Uhr
Hallo!

Habe gerade auf VOX Spiegel-TV gesehen, und zwar ging es um die Mondlandung. Genauer gesagt ging es darum, dass einige Leute behaupten die Mondlandung der Amerikaner wäre nur ein großer Fake gewesen.
Nun nehme ich solche Verschwörungstheorien grundsätzlich nicht sonderlich ernst ("Elvis lebt..."), aber dass was dort gezeigt wurde um diese Theorie zu stützen war eigentlich ziemlich überzeugend. Ich will mal ein paar Punkte davon wiedergeben:

Zunächst die Behauptung: Die Amerikaner waren nie auf dem Mond, die Landeszenen etc. sind irgendwo auf der Erde gedreht worden; die Astronauten umkreisten 8 Tage lang einfach die Erde, bevor sie wieder landeten.

Hier nun die Argumente:
-Die von den Amerikanern aufgestellte Flagge wehte, obwohl das bei nichtvorhandener Atmosphäre ja nicht sein kann

-Der Boden war pulverförmig, staubte bei jedem Auftreten; nicht jedoch bei Start und Landung der Mondfähre durch deren Antrieb (Fußabdrücke wurden nicht wieder zugeweht)

-zu den Aufnahmen: Videoaufnahmen sind ziemlich schlecht (macht die Illusion einfacher). Bilder sind gestochen scharf, obwohl die Kameras sehr schwer zu bedienen waren (kein Sucher, Kamera am Anzug vorne fixiert...). Die einzige Lichtquelle ist die Sonne, und dennoch zeigen einige Schatten (Steine, Personen) in unterschiedliche Richtungen (kann natürlich nicht sein). Astronauten die im Schatten stehen (z.B. von der Mondfähre) sind auf dem Foto hell ausgeleuchtet.
Auf einigen Bildern ist der Hintergrund derselbe, einmal mit und einmal ohne Landefähre (kann auch nicht sein, da diese nie von der Stelle bewegt wurde).
Die kleinen Fadenkreuze auf den Bildern sind teilweise von Objekten auf dem Foto (Astronaut, Flagge) abgedeckt (was natürlich auch nicht sein kann und auf eine Retouche hindeutet).

-Die langsamen Bewegungen der Astronauten hängen mit der Schwerkraft auf dem Mond zusammen. Läßt man die Filme doppelt so schnell ablaufen, so sehen die Bewegungen normal aus.

-Menschen würden den Flug durch den Van-Allen-Gürtel aufgrund der Strahlung nicht überleben. Das Shuttle müßte schon einen 2m dicken Bleischutz haben (was es natürlich nicht hatte). Die Apollo Missionen wären die einzigen Flüge durch diesen Gürtel gewesen, die jemals stattgefunden haben. Ohne das die Astronauten Auswirkungen der Strahlung zu spüren bekamen.
Zusätzlich seien die Bedingungen auf dem Mond so schlecht (Strahlung, Temperaturunterschiede (+250° in der Sonne, -200° im Schatten (selbst im Schatten der Landefähre)) dass es nicht möglich gewesen wäre, dass die Raumanzüge einen ausreichenden Schutz geboten haben.

So, das war mal ein Auszug daraus... natürlich kam auch ein Nasa-Experte zu Worte. Leider beschränkte er sich mehr oder weniger darauf, zu sagen, dass die Mondlandung stattgefunden hat und die Argumente Blödsinn seien. Sein einziges Argument lautete, dass es schließlich unmöglich wäre, die 250.000 am Projekt beteiligten Mitarbeiter alle zu täuschen. Dagegen läßt sich widerrum sagen, dass es ja auch gar nicht nötig wäre, alle zu täuschen...

Wie gesagt, normalerweise bin ich ein Gegner von irgendwelchen Verschwörungstheorien etc. Aber einige Argumente sind nicht schlecht (erst recht nicht gemeinsam betrachtet) und konnten (oder wurden) nicht widerlegt, so dass ich mir doch die Frage stellte, ob da nicht doch was dran ist...
Der Bericht schloß damit, daß ein Blick auf den Mond ja als Beweis genügen würde. Zumindest die Landefähre, Fahne,... müssten ja noch da oben sein. Doch es gibt wohl kein ausreichend leistungsstarkes Teleskop, um das herauszufinden. Das ist der Punkt, der mich am meisten verwundert hat. Für das Hubble-Teleskop müßte es doch ein Witz sein, diese Landefähre da oben zu entdecken, oder?

Hat jemand nähere Kenntnisse über diese Theorie oder kann sogar diese Argumente entkräftigen? Bin mal gespannt, was da so zurückkommt... :-)

Schönen Gruß
Andre



  1. Antwort von Μісһаеl Κlіng 2
    Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten!
    Hi Andre
    Die Diskussion gabs schon mal
    http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv... Hier nun die Argumente:
    -Die von den Amerikanern aufgestellte Flagge wehte, obwohl das
    bei nichtvorhandener Atmosphäre ja nicht sein kann
    Querstange und dran gewackelt
    -Der Boden war pulverförmig, staubte bei jedem Auftreten;
    nicht jedoch bei Start und Landung der Mondfähre durch deren
    Antrieb (Fußabdrücke wurden nicht wieder zugeweht)
    Tschuldigung, aber wer hat nach dem Stratr der Mondfähre dort noch Bilderchen gemacht? die Russen? -zu den Aufnahmen: Videoaufnahmen sind ziemlich schlecht
    (macht die Illusion einfacher). Bilder sind gestochen scharf,
    obwohl die Kameras sehr schwer zu bedienen waren (kein Sucher,
    Kamera am Anzug vorne fixiert...).
    Hasselblad mit Schachtsucher, Hasselblad sind ausgezeichnete Kameras Die einzige Lichtquelle ist
    die Sonne, und dennoch zeigen einige Schatten (Steine,
    Personen) in unterschiedliche Richtungen (kann natürlich nicht
    sein). Astronauten die im Schatten stehen (z.B. von der
    Mondfähre) sind auf dem Foto hell ausgeleuchtet.
    Falsch: 2 Lichtquellen: Erde und Sonne sowie Reflektionen des Mondbodens und der Ausrüstung Auf einigen Bildern ist der Hintergrund derselbe, einmal mit
    und einmal ohne Landefähre (kann auch nicht sein, da diese nie
    von der Stelle bewegt wurde).
    Entfernungspielchen, die sich Photogrammetrisch rausmessen lassen (nahe Mondfähre, ferne Berge... geh etwas zur Seite, Vordergrund total anders, Hintergrund praktisch gleich Die kleinen Fadenkreuze auf den Bildern sind teilweise von
    Objekten auf dem Foto (Astronaut, Flagge) abgedeckt (was
    natürlich auch nicht sein kann und auf eine Retouche
    hindeutet).
    Doch, das kann sein: die hauchdünnen schwarzen kreuze in der kameraoptik wurden durch extrem helle Objekte einfach überstrahlt, ein Problem mit Filmemulsionen (Hofbildung)
    -Die langsamen Bewegungen der Astronauten hängen mit der
    Schwerkraft auf dem Mond zusammen. Läßt man die Filme doppelt
    so schnell ablaufen, so sehen die Bewegungen normal aus.

    -Menschen würden den Flug durch den Van-Allen-Gürtel aufgrund
    der Strahlung nicht überleben. Das Shuttle müßte schon einen
    2m dicken Bleischutz haben (was es natürlich nicht hatte). Die
    Apollo Missionen wären die einzigen Flüge durch diesen Gürtel
    gewesen, die jemals stattgefunden haben. Ohne das die
    Astronauten Auswirkungen der Strahlung zu spüren bekamen.
    Das würde auch die Elektronik aller unbemannten Sonden betreffen, offenkundiger Humbug Zusätzlich seien die Bedingungen auf dem Mond so schlecht
    (Strahlung, Temperaturunterschiede (+250° in der Sonne, -200°
    im Schatten (selbst im Schatten der Landefähre)) dass es nicht
    möglich gewesen wäre, dass die Raumanzüge einen ausreichenden
    Schutz geboten haben.
    Die Verhältnisse sind auch nicht anders wie in der Erdumlaufbahn... Humbug

    Und woher kamen die Steine?
    Die haben eine Zusammensetzung, die UNMÖGLICH auf der Erde entstanden sein kann. Und sowas zu fälschen, ist mit den heutigen methoden nicht möglich?

    http://www.badastronomy.com/bad/tv/foxapollo.html
    http://www.redzero.demon.co.uk/moonhoax/
    Sehr ausführlich

    http://pirlwww.lpl.arizona.edu/~jscotti/NOT_faked/

    sollte reichen.

    Gruß
    Mike
    5 Kommentare
    • von Αndrе 0
      Danke für die Antwort...
      ...schade dass die in dem Bericht nicht sonderlich auf die Widerlegung der "Verschwörungstheorie-Befürworter-Argumente" eingegangen sind, was ja nicht schwierig gewesen wäre... In der Zeit hätt ich mir wohl lieber die Formel-1-Quali reingezogen, anstatt der Verschwörungstheorie... (naja, andererseits auch gut mal davon gehört zu haben...)

      Hätte dann noch mal ´ne Frage zu dem letzten Punkt: es wurde ja behauptet, dass es noch keine ausreichend starken Teleskope gibt, mit denen man auf der Mondoberfläche nach den Spuren der Landung suchen könnte... Stimmt das? Meines Wissens kamen doch z.B. beim Hubble-Teleskop die Vergleiche seiner Leistungsstärke auf wie z.B. "es könne ein 2-Mark-Stück auf der Mondoberfläche erkennen". Wieso wird das dann nicht gemacht, wäre doch viel einfacher als die Argumente einzeln zu widerlegen. Oder denkt man sich dass diese Fotos auch einfach als "Fälschung" erklärt werden würden...?

      Schönen Gruß
      Andre
    • Nachschlag
      Hi
      Zu Hubble
      Hubble wäre nicht in der lage, die genannten Strukturen auf dem Mond zu fotgrafieren, denn die Auflösung ist Baubedingt zu niedrig. Die Theoretische Auflösung ist vom Spiegeldurchmesser abhängig.

      Auch die Kameras haben eine Bestauflösung von ca 0,05
      Bogensekunden.
      Das Lunar module ist allerdings, von der erde/hubble Umlaufbahn gesehen, ungefär 10 - 20 mal kleiner!

      es geht net!

      Spionagesatelliten haben allerdings eine sehr große Auflösung, aber die fliegen in flachen Erdumlaufbahnen, so 500 km über Grund...

      Gruß
      Mike
    • von Uwі 1
      Re: Danke für die Antwort...
      Hallo,
      selbst wenn das gehen würde, denke ich, daß Wissenschaftler mit
      Mdr. teurem Gerät besseres zu tun haben, als erfundenen Humbug
      zu wiederlegen. Das könnten Sie dann nämlich den ganzen Tag
      über machen und Nachts auch noch.
      Es gibt aber wohl einen "sichtbaren" Beweis dafür daß Menschen
      auf dem Mond waren -> Reflektoren für Abstandsmessung Erde-Mond.
      Gruß Uwi Wieso wird das dann nicht
      gemacht, wäre doch viel einfacher als die Argumente einzeln zu
      widerlegen. Oder denkt man sich dass diese Fotos auch einfach
      als "Fälschung" erklärt werden würden...?
    • Re: Danke für die Antwort...
      Hätte dann noch mal ´ne Frage zu dem letzten Punkt: es wurde
      ja behauptet, dass es noch keine ausreichend starken Teleskope
      gibt, mit denen man auf der Mondoberfläche nach den Spuren der
      Landung suchen könnte... Stimmt das? Meines Wissens kamen doch
      z.B. beim Hubble-Teleskop die Vergleiche seiner
      Leistungsstärke auf wie z.B. "es könne ein 2-Mark-Stück auf
      der Mondoberfläche erkennen". Wieso wird das dann nicht
      gemacht, wäre doch viel einfacher als die Argumente einzeln zu
      widerlegen. Oder denkt man sich dass diese Fotos auch einfach
      als "Fälschung" erklärt werden würden...?

      Schönen Gruß
      Andre
      Sicherlich wäre das Hubble-Teleskop rein optisch dazu in der Lage. Aber das Hubble wurde dazu ausgelegt,schwache Lichtsignale zu verstärken und nicht starke abzuschwächen. Die Mondoberfläche ist ganz einfach zu hell,als das man wegen solch eines unbedeutenden Beweises das Hubble demoliert,indem man die Elektronik zerschießt.

      Gruß
      Marco
    • Re^2: Danke für die Antwort...
      Die Mondoberfläche ist ganz einfach zu hell,als das man wegen
      solch eines unbedeutenden Beweises das Hubble demoliert,indem
      man die Elektronik zerschießt.
      Da man das Teleskop nicht unbedingt auf die helle Seite des Modes richten muß sehe ich da kein Problem. Die Schwierigkeit besteht tatsächlich in der zu geringen Auflösung. Selbst das VLT ist nicht gut genug um die Überreste von Apollo auf dem Mond zu erkennen.