BWL & VWL
Von: dесаdе85 (abgemeldet), 19.4.2010 17:33 Uhr
Seit dem BilMoG ist es ja erlaubt, immaterielle Vermögenswerte zu bilanzieren.

Wie bewertet man, generell betrachtet, diese (z.B. Geschäfts- oder Vertriebskonzepte, Verträge die Wettbewerbsvorteile darstellen) aber? Anhand der Arbeitszeit, die man zum entwickeln brauchte oder einem Marktwert vielleicht?

Und: Kann man nur "neue" Konzepte bewerten oder auch alte?

Vielen Dank für die Antworten



  1. Antwort von Μаrс-Оlіνеr 0
    Re: Immaterielle Vermögensgegenstände - wie bewerten?
    Die immateriellen Vermögensgegenstände bewertet man nach dem zukünftigen Nutzenzufluss.

    Das BilMoG sieht grundsätzlich ein Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens vor. Allerdings dürfen maximal nur die in der Entwicklungsphase anfallenden Herstellungskosten angesetzt werden ( neue Konzepte ); allgemeine Forschungsaufwendungen ( alt/neu) sind weiterhin nicht aktivierbar. Soweit die Entwicklungs- und Forschungskosten nicht verlässlich voneinander abgegrenzt werden können, ist eine Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens weiterhin nicht möglich.

    Für steuerliche Zwecke gilt weiterhin das Aktivierungsverbot für selbst erstellte immaterielle Wirtschaftsgüter.