Elektrotechnik
Von: Moritz, 27.10.2008 13:24 Uhr
Hallo!
Aufgrund des aktuellen Tests (Ökotest) von Energiesparlampen bin ich, als eigentlich seit jeher Verfechter dieser Lampen, doch etwas skeptisch geworden, was sowohl die Umweltbilanz durch den sehr hohen Energie- und Materialaufwand, sowie der Verwendung von Quecksilber, als auch die möglichen gesundheitlichen Risiken durch unnatürliches Lichtspektrum und durch die eingebauten Vorschaltgeräte hervorgerufene hochfrequente EM-Strahlung und Flimmerfrequenz angeht.
Da wir ohnehin reinen Ökostrom beziehen und ein höhrerer Verbrauch somit nicht der Umwelt sondern "nur" dem eigenen Geldbeutel schadet, überlege ich meine Energiesparlampen durch moderne (Osram) Halogenbirnen für E14/27 Schraubsockel auszutauschen.
Nach meinem Wissensstand waren die Argumente, die früher gegen Halogenlampen sprachen zum einen die hohe UV-Strahlung, zum anderen der höhere "Elektrosmog", der von den Niedervolttrafos verursacht wurde.
Ersteres ist ja nun bei den neuen Halogenbirnen durch entsprechend filternde Glasvergütung nicht mehr der Fall, aber ich Frage mich, ob die höhere EM-Feld-Belastung evtl. immer noch gegeben ist, z.B. durch eingebaute Trafos o.ä., oder ob die Technologie gänzlich neu ist und die Birnen jetzt einfach bei Netzspannung betrieben werden.
Kann mir dazu jemand was sagen?
MfG



  1. Antwort von Silberlöwe (abgemeldet) 0
    Re: Halogen gegen Energiesparlampen
    Hallo!
    Aufgrund des aktuellen Tests (Ökotest) von Energiesparlampen
    bin ich, als eigentlich seit jeher Verfechter dieser Lampen,
    doch etwas skeptisch geworden, ...
    ..... oder obdie Technologie gänzlich neu ist und die Birnen jetzt :einfach bei Netzspannung betrieben werden.
    Kann mir dazu jemand was sagen?
    MfG
    Hallo Moritz,
    Also, als neu würde ich die Technologie nicht gerade bezeichnen, Hochvolt-(Netz-) Halogenlicht gibt es schon etwa 50 Jahre (Filmleuchten!), neu sind die Bauformen wie z.B. Bajonettsockel (sehen wie bei Startern von Leuchtstoffröhren aus). Ja, solche Leuchtmittel werden direkt ans Netz angeschlossen und sind sozusagen die modernste Form der Licht als Nebenprodukt erzeugenden Elektroheizung namens Glühbirne. Noch neuer sind LED - Leuchtmittel, die Licht Emittierende Dioden verwenden; Sie verbinden lange Lebensdauer mit effizienter Lichterzeugung bei geringer Abwärme. Einschränkung: die Lichtfarbe ist manchmal gewöhnungsbedürftig.
    Gruß
    von Julius
    4 Kommentare
    • von Moritz 0
      Re^2: Halogen gegen Energiesparlampen
      Hi,
      danke für die Antwort. Nach LED-Leuchtmitteln hatte ich auch geguckt (z.B. auf der Osram-HP), allerdings gibt es da bis jetzt wohl nur Leuchtmittel zur "Akzentbeleuchtung" u.ä., also nichts, womit man sinnvoll einen Raum ausleuchten kann. Alles, was zu diesem Zweck angeboten wird, sind Kombi-Leuchtmittel, die eine herkömmliche Energiesparlampe zum Ausleuchten und LEDs zur Nacht- oder Akzentbeleuchtung kombinieren - womit dann ja wieder nichts gewonnen ist.
      Also sind sparsame Schraubsockel-Halogen-Birnen für die Grundbeleuchtung das Mittel der Wahl, oder?
      Gruß Hallo Moritz,
      Also, als neu würde ich die Technologie nicht gerade
      bezeichnen, Hochvolt-(Netz-) Halogenlicht gibt es schon etwa
      50 Jahre (Filmleuchten!), neu sind die Bauformen wie z.B.
      Bajonettsockel (sehen wie bei Startern von Leuchtstoffröhren
      aus). Ja, solche Leuchtmittel werden direkt ans Netz
      angeschlossen und sind sozusagen die modernste Form der
      Licht als Nebenprodukt erzeugenden Elektroheizung
      namens Glühbirne
      . Noch neuer sind LED -
      Leuchtmittel
      , die Licht Emittierende Dioden
      verwenden; Sie verbinden lange Lebensdauer mit effizienter
      Lichterzeugung bei geringer Abwärme. Einschränkung: die
      Lichtfarbe ist manchmal gewöhnungsbedürftig.
      Gruß
      von Julius
    • von Silberlöwe (abgemeldet) 0
      Re^3: Halogen gegen Energiesparlampen
      Hi,
      danke für die Antwort.
      Also sind sparsame Schraubsockel-Halogen-Birnen für die
      Grundbeleuchtung das Mittel der Wahl, oder?
      Gruß
      Hallo Moritz,
      so gesehen sicherlich. Noch dazu, wo wir das warme Licht von Glühlampen als angenehm empfinden, das eher bläuliche vo LED´s und manchen Energiesparlampen eher nicht.
      Gruß
      von Julius
    • von Anonym (abgemeldet) 1
      Re^3: Halogen gegen Energiesparlampen
      Hallo, Also sind sparsame Schraubsockel-Halogen-Birnen für die
      Grundbeleuchtung das Mittel der Wahl, oder?
      Ich weiß beim besten Willen nicht, was Du daran als 'sparsam' empfindest. Lies doch mal: http://de.wikipedia.org/wiki/Energiesparlampe#Finanz...
      Im gleichen Artikel findest Du auch was über den Elektrosmog. Und über Deine anderen Vorurteile auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Energiesparlampe#Vorurt...
      Ich weiß nicht, was Du gegen Energiesparlampen hast.
      Gruß
      loderunner
    • von Moritz 0
      Re^4: Halogen gegen Energiesparlampen
      Hi,
      wie schon gesagt geht es mir NICHT um das finanzielle Einsparpotential, sondern alleinig um Umweltbilanz und Gesundheit.
      Zur Lichtfarbe: Hier geht es nicht um den Eindruck der Lichtfarbe ("warm" oder "kalt"), sondern darum, dass Energiesparlampen (naturgemäß, teure Vollspektrumlampen mal ausgenommen) ein sehr schmalbandiges und diskretes Linienspektrum abstrahlen (vgl. z.B. http://www.energiesparlampen-info.de/), was mit dem natürlichen Sonnenlicht nichts mehr zu tun hat, auf dauer durchaus schädliche Auswirkungen auf den Organismus haben kann. Im Gegensatz strahlen Glühlampen und Halogenlampen ein wesentlich kontinuierlicheres, der Schwarzkörperstrahlung näheres Spektrum ab.
      Zudem tritt nach aktuellen Tests auch flimmern bei weitaus höheren Frequenzen auf - und es ist ja wohl evident, dass nicht nur "sichtbares" Flimmern schädlichen Einfluss haben kann.
      Außerdem gilt nach wie vor, dass Quecksilber in Energiesparlampen verwendet wird, dessen Entsorgung problematisch ist, und diese somit Sondermüll sind. Und das alles sind sicher keine Vorurteile.
      Zudem - wenn du mitreden willst - lies dir mal die 31 Seiten durch: http://oekotest.de/cgi/ot/otgs.cgi?doc=91415

      Gruß