Elektronik
Von: Ρеtеr (abgemeldet), 8.2.2002 08:47 Uhr
Hallo Experten,

ich habe einige Sicherungsautomaten mit den Bezeichnungen
G 16A, H 16A, und L 16 A. Welchen Einschaltstrom verträgt
der jeweilige Automat? Dürfen diese ja älteren Typen noch
installiert werden?
Ein neuerer Typ ist z.B. mit B 16A gekennzeichnet.
Wie sieht es da im Vergleich zu älteren S-Automaten aus?
Welche Klassen gibt es noch?

Schönes Wochenende

Peter



  1. Antwort von Αnоnүm (abgemeldet) 2
    Re: Auslösecharakteristik von Sicherungsautomaten
    Na..Peter,

    der Buchstabe vor dem Nennstrom gibt den k-Faktor des jeweiligen Automaten an.
    Der k-Faktor ist ein Maß, bei welchen k-fachen Nennstrom der Automat innerhalb der festgesetzten Zeit z.B. 0,2 sek. abschaltet.

    Bei dem G-Automaten kann das der 5 bis x fache Nennstrom sein. Hier muß Du dann eine Charakterkurve des Automaten betrachten. In der Rgel und zum Rechnen ist es der 5-fache Nennstrom - wie bei dem DIAZED - System die trägen Sicherungen von 60 bis 200 A.

    Bei den nichtmehr verwendeten H-LS ist der k-Faktor bis 25A z.B. der 2,5fache Nennstrom. Doch bei dem Automat war das Delta t/i derart schlecht, so daß die Vorsicherung eher abschaltete wie der H Automat. Alle H-Automaten soweit diese noch in Anlagen vorhanden sind, werden von mir entfernt und weggeschmissen.

    Früher sagte man auch zu den Automaten; H = Haushalt G = Gewerbe

    Lange Zeit gab es dann den L-Automaten = Leitungsschutz

    Der k-Faktor des L-Automaten lag bei 3,5 ähnlich der flinken Sicherung im DIAZED Systems.

    Die sogenannte Z-Automaten waren Allstromautomaten, deren k-Faktor unter 1,5 lag.

    Und das S auf irgendein Automat sagt, daß die Fa. Sursumm der Hersteller war, Sollte noch ein Kreis um das S sein, dann hat dieser Automat ein ausländisches Prüfzertifikat, ähnlich unserem VDE Zerichen.

    Bei den nun schon über 10 Jahre erhältlichen A B C D handelt es sich um teilweise nur harmonisierte Typen, die sicher einer neuen VDE-Reihe z.B. dem Verteilungsanforderungen und dem der Arbeitschutzrichtlinien angepasst wurde.

    In übrigen braucht der LS Schalter keinen Einschaltstrom. Die Ströme sind jedoch in einem Zeitablauf dokumentiert. Ich habe dadrüber vor langer Zeit (muß in den 70er Jhren gewesen sein) mal eine Kurve gezeichnet - um die Probleme des Abschaltstromes des Nennstromes usw. meinen Zuhören deutlich zu machen.
    Da die VDE Vorschriten sich so gewandelt haben, daß im Bezug auf diese Problematik nur noch mit Impedanz usw. gerechnet wird, dieses sich aber in der Praxis nimals durchsetzen wird, weil kein Installateur das so recht versteht. Na-ja


    Friedrich-Matthis [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]