Ernährung
Von: Lіаνаnа, 1.6.2011 17:53 Uhr
... erlangen`?

Also es sieht so aus. Ich habe andauernd neue Diät-Pläne und schaffe es nicht sie einzuhalten. Ich mache viel Sport und trotzdem esse ich einfach zu viel. Meistens Frustessen. Und ihr braucht mir nicht erzählen, was gesund ist und was nicht. Ich weiß einfach nicht wie ich aufhören soll zu essen. Meistens verspüre ich einfach kein Sättigungsgefühl. Wenn ich mal anfange zu essen gibt es kein Ende. Und dann denke ich wie immer fälschlicher Weise: ach ist doch jetzt auch egal! Disziplin ist ein Wort, das ich scheinbar nicht kenne. Ich weiß echt nicht weiter, weil es echt nicht daran liegt, dass ich nicht weiß, wie ich mich zu ernähren habe. Ich kriege es einfach nicht hin. So viel will ich ja nicht mal abnehmen. 4kg. Ich dachte mir Sättigungskapseln könnte es ja gehen, aber 1. glaube ich eher weniger an den Effekt und 2. geht davon der Appetit ja nicht weg. Ich bin einfach extrem verzweifelt und Obst und Gemüse darf ich jetzt wegen dieses dummen EHEC-Bakteriums auch nicht mehr essen. Also frisch meine ich.

Eine verzweifelte Liavana bittet um Rat!

Liebe Grüße

Liavana

PS: Danke im Voraus, das ihr euch wegen meiner unnötigen Probleme Zeit nehmt, aber es macht mich einfach fertig.



  1. Antwort von Βrіgіttе Еѕѕnеr (abgemeldet) 1
    Re: Ich schaffe es nicht abzunehmen.. Disziplin ...
    Hallo Liavana, ich kann dich gut verstehen. Es ist für dich nur Frust, dya du wenig Erfolg siehst. Ich würde vorschlagen, versuche doch mal ab nachmittag 16.00 Uhr auf Kohlenhydrate zuverzichten. Du könntest dann z.B. noch ein Steak oder auch eine Portion Fisch essen und dein Gewicht wird langsam aber stetig schwinden. Viel Erfolg
    • Re: Ich schaffe es nicht abzunehmen.. Disziplin ...
      Hallo Liavana,

      Du hast Dein wirkliches Problem eigentlich schon selbst erkannt - Frust -
      Erkunde in Dir womit Du nicht Zufrieden bist, was Dich bedrückt oder wovor Du Angst hast - bring das in Ordnung und Dein Problemchen mit den 4 Kilos wird sich in Luft auflösen. Liebe Grüße Heinz
      1 Kommentare
      • Re^2: Ich schaffe es nicht abzunehmen.. Disziplin ...
        Ich weiß wo meine Probleme sind! Die lassen sich aber nicht beheben.... Das versuche ich schon so lange. Es geht nicht. Ich muss lernen damit zu leben...
    • Antwort von lіѕа müllеrѕ 0
      Re: Ich schaffe es nicht abzunehmen.. Disziplin ...
      liebe Liavana
      da du deine probleme längst selber erkannt hast, kann ich dir nur raten, "die probleme" in angriff zu nehmen, die dir frust machen!
      sicher auch nicht so einfach.
      LG Lisa
      2 Kommentare
      • Re^2: Ich schaffe es nicht abzunehmen.. Disziplin ...
        ja... das weiß ich auch... Es ist insofern nicht so einfach, als dass es nicht geht sie zu ändern ohne mir noch viel größere Probleme einzubringen... das solls ja nun wirklich nicht sein.
      • Re^3: Ich schaffe es nicht abzunehmen.. Disziplin ...
        ....tut mir wirklich leid, dass es dir noch immer nicht besser geht!......wie könnte ich dir denn helfen?
        LG Lisa
        ja... das weiß ich auch... Es ist insofern nicht so einfach,
        als dass es nicht geht sie zu ändern ohne mir noch viel
        größere Probleme einzubringen... das solls ja nun wirklich
        nicht sein.
    • Antwort von Νе0x (abgemeldet) 1
      Re: Ich schaffe es nicht abzunehmen.. Disziplin ...
      Hallo Liavana,

      ein kleiner Trost, so wie dir geht es Vielen (mich eingeschlossen). Was richtig, falsch und richtig Falsch ist, weiss man, nur an der Umsetzung hapert es.
      Leider ist Beherrschung der eigenen Disziplin eine angeborene Sache und wenn du's nicht gewohnt bist: ein Teufelskreis, der psychologisch gesehen zwar die Motivation voraussetzt, aber dich nur auf dauer unzufrieden macht - wie du sicherlich auch bemerkt hast.
      All die Worte helfen dir aber nun nicht beim abnehmen, aber vllt. dir bewusst zu machen, dass durch temporäre Selbstkastration (extremer Disziplin über langen Zeitraum um ein Ziel (4kg) zu erreichen) nur Frust aufgebaut wird, die sich irgendwann beim kleinsten "eigenen" Fehler umkippt und dich in die Fressattake (ohne Sättigungsgefühl) kippt. Der Teufelskreis beginnt!
      Helfen könnte: Zusammen in einer (willensstarken) Gruppe abnehmen. Bitte keine die nur aus "Erzählern" besteht, die verfallen nämlich auch in diesen Teufelskreis und ziehen dich "leichter" mit.

      Das du kein Sättigungsgefühl (mehr) hast, stimmt so nicht, nur man ist nicht mehr sensibel genug auf dieses zu hören. Ich habe da aber einen Tipp wie du es wieder erlangen kannst und zugleich der Massenhysterie EHEC aus dem Wege gehen kannst.
      Helfen könnte:
      1. Almased. Eigentlich bin ich gegen Nahrungsergänzungsmittel, vor allem wenn sie zum Abnehmen genommen werden. Aber bei mir hat es geholfen, eine Woche lang nur diesesn "Brei" zu trinken.
      Es hatte zwei Vorteile:
      => du entleerst deinen Magen-Darm-Trakt; ist der leer, kann schon mal kein physiologisches "Hungergefühl" kommen.
      2. Durch die Eiweißstoffe wird zugleich deinem Kopf auf neuronaler Ebene gesagt: "satt".

      Nach ca. 1 Woche hast du deinen Magen-Darm entleert, zur Unterstützung kannst du auch mit Sauerkrautsaft etc. abführen.
      2. Eine Colon-Hydra Therapie.

      Beides ist einleitend für die gesunde Ernährung: Eiweiß, Fette, Ballaststoffe, Kohlenhydrate.
      Versuche in jeder Mahlzeit ausreichend Eiweiß und gesunde Fette (Öle) zu dir zu nehmen, Kohlenhydrate in Form von Gemüse, Nudeln, Reis nur wenig, wie du weisst.

      Beschränk dich Abends auf nur Eiweiß, oder einen Salat mit Eiweiß.
      Trink ausreichend.
      Das wichtige! Wenn du magst und hunger hast, hol dir ruhig eine kleine Tafel (bei Rossmann & DM) Schokolade 35 gramm Zartbitter (75%) und iss sie ruhig nach der Mahlzeit. Das hält dem Süssigkeitenflash vor.
      Denn komplette Kastration also Verzicht, macht nur unglücklich und dick : )

      .. und manchmal muss man sich einfach damit abfinden, dass der Körper ein anderes Wohlfühlgewicht hat, als der Geist. Und leider ist das der Körper stärker und geht immer wieder auf das Gewicht zurück :)
      • Antwort von Wаldläufеr12 (abgemeldet) 1
        Re: Ich schaffe es nicht abzunehmen.. Disziplin ...
        Hallo Liavana,

        ich denke selbst viel über die Dinge nach und habe auch schon so manches erlebt. Ich bin also kein Psychologe oder so. Ich möchte Dir trotzdem antworten. Wir Menschen ticken häufig alle gleich. Und mit Problemen umzugehen heißt häufig in erste Linie, sich selbst zu verstehen, warum man als Mensch in einer Situation entsprechend handelt. Wer den Mechanismus kennt, kann ihn umgehen.

        eine Lösung für alles gibt es natürlich nicht.
        Aber auf essen fixiert zu sein, kann schon ausreichen. Auch wenn man sich anstrengt, nicht darauf fixiert zu sein. Das macht es eher noch schlimmer. Bei den Einen ist es Essen, bei den Anderen Zigaretten oder gar sex.

        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Probleme, in die man sich hineinsteigert, einfach nicht direkt lösen kann. Etwas auf keinen Fall machen zu wollen, macht die Lage noch extremer. Das betrifft auch das direkte bekämpfen, wie eben mit Sport (obwohl Sport an sich selbst gut ist!). Aber es wirkt ermüdent, wenn der hohe Einsatz sich einfach nicht lohnt. Es frustriert.
        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Probleme verschwinden oder sich mildern, wenn das drum herum sich aus der subjektiven Sicht ändert. Hier geht es um Dinge, die einen eigentlich stören.

        Es gibt etwas in Deinem Leben, was nicht inordnung ist. Und das ist vermutlich nicht das Essen, wie man irgendwann selbst glaubt, wenn sich dieser Kreislauf bildet, aus dem man nicht mehr herauskommt.
        Es könnte schon etwas einfaches sein. Z.B. wenn man einfach das Leben mehr genießen möchte. Manche steigern sich da in sex hinein, solange bis sie längst geistig stumpf sind, weil sie nichts mehr als erotisch empfinden aber unbedingt immer in dieser Lust-Welt leben wollen. Immer und wann sie wollen. Aber anstatt mit Dosierung zum erfolg zu kommen, versucht man den Komsum zu steigern, um permanente Befriedigung zu erleben. Die Folge ist allgemeiner Frust und unzufriedenheit mit einem selbst und dem Leben. Vielleicht trifft der Vergleich nicht ganz, aber die Psyche eines Menschen nimmt häufig den gleichen Weg. Nur die Dinge unterscheiden sich, die bei dem Menschen im Mittelpunkt stehen. Ich will also auf keinen Fall andeuten, dass hier Dein Problem liegt, sondern nur das Prinzip von menschlichen Problemen vergleichen und anfassbar machen.

        Man kennt das Gefühl, wenn man es mal schafft, einen Schritt aus den Problemen raus zu machen. Komisch ist die Phase, in der die Dinge aufeinmal anders sind und sie sich nicht mehr vertraut anfühlen, weil die Probleme einen aufeinmal nicht mehr belasten. Dabei fällt mir häufig der Buchtitel "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" ein. Nicht wegen dem Inhalt des Buches, sondern weil an dem Satz was dran ist. Mit der Schwerelosigkeit die man im ersten Schritt verspürt, wenn man sich von seinem Problem entfernt, kann man häufig nichts anfangen. Obwohl man sich zuvor davon versprochen hat, dass alles schön ist, wenn die Probleme nicht mehr da sind.
        Doch die Unsicherheit ist noch schlimmer und wenn man kurz darauf in den alten Trott zurück verfällt, nimmt man diesen gemachten Schritt hinterher nur noch als verrübergehende Laune wahr, die auch nicht hilft.

        Wichtig ist nach dem ersten Schritt, sich ohne Angst die Zeit zu nehmen, die Dinge neu zu entdecken. Obwohl man sich natürlich vor den eigentlichen Problemen abschotten möchte, eigentlich nichts an sich ran lassen möchte. Aber dann gibt man letzten endes dem größten Druck nach und nicht empfänglich für die Kleinigkeiten, die in dem moment wichtig sind für Geist und Seele.

        Der Körper ist nie lange süchtig. Es ist der Geist. Er möchte was tun, lernen, erfahren. In der heutigen Welt setzen wir dieses erfahren und lernen häufig mit übermäßigem Konsum gleich, als wäre er eine nie endende Erfahrung. Aber es ist nicht die Wahrheit. Übermäßiger Komsum ist nicht das, was wir suchen.

        Wenn die erste Leere kommt, ist ein Schritt zurück aber in Wirklichkeit mühsamer, als dort zu bleiben und die Dinge anders zu betrachten. Achte in dem Moment auf Dich selbst und mach wieder Dinge, die man früher einfach so gemacht hat. Nichtigkeiten von denen man sich irgendwann angefangen hat zu sagen, dass sie keinen Sinn machen und das man sie deswegen nicht macht. Den kleinen Reizen nachgehen, anstatt den großen zu gehorchen. Das schafft eine neue Wahrnehmung der Dinge.
        Dann füllt sich die Leere, die zuvor entstand stückweise wieder und die veränderte Welt fühlt sich nach und nach auch wieder vertraut an.

        Im Kern sind die meisten von uns gleich. Auch wenn wir nach außen anderes darstellen. Ein anderes Leben zu führen heißt in meinen Augen nicht, sich selbst zu ändern. Sondern die Dinge anders wahrzunehmen und sie so zu leben. Das man sich "geändert" hat, dass nehmen nur die Leute von außen so wahr. Man bleibt immer man selbst, auch mit einem anderen Leben.
        • Antwort von соbrа427 0
          Re: Ich schaffe es nicht abzunehmen.. Disziplin ...
          Sie haben Ihr Problem erkannt.

          Das ist schon die halbe Miete.

          Es ist der Kopf. Sie wissen eigentlich, was zu tun ist, aber der Frust führt dazu, dass Sie Dinge tun, die Sie eiegentlich nicht wollen. Es ist wie beimm Rauchen einem Suchtverhalten vergleichbar.

          Dazu müssen Sie zuerst Probleme lösen, den Kopf frei bekommen, etc....

          Fragen Sie mal den Hausarzt, wo Sie weitere Hilfe bekommen, hier müssen medizinische Profis dran, bevor man die Regeln einer optimaleren Ernährung angeht.

          viel Glück