Existenzgründung
Von: rоmарrіmеrа (abgemeldet), 28.11.2011 15:21 Uhr
Hallo,
kann mir einer vielleicht sagen ob man als gewerbetreibender pflichtmitglied sein muss in der BG???



  1. Antwort von Κruеmеlmоnѕtа 0
    Re: BG Transport und Verkehr Pflichtmitgliedschaft???
    Hallo,

    man muss nicht als Gewerbetreibender pflichtversichert sein in einer BG, es sei denn man hat Angestellte.
    Die Angestellten müssen versichert sein, der Unternehmer nicht, der kann sich freiwillig versichern.

    Hallo,
    kann mir einer vielleicht sagen ob man als gewerbetreibender
    pflichtmitglied sein muss in der BG???
    • Antwort von tесһnіk&umwеlt 0
      da ist viel politischer Schwindel dran ...
      ... denn die Ueberlegung in der Nachkriegszeit war, dass UnternehmerInnen ihre eigene Gesundheit wohl ebenso kalkulieren koennen (muessten) wie sie ihr Unternehmen bzw. dessen Gewinn kalkulieren.

      Schon das stimmte nicht, und die (geglaubte) Verbilligung war praktisch immer eine Verteuerung, weil bei Konzentration auf Betriebswirtschaft (und womoeglich noch Produktion, Technik etc.) oft die Allgemeinbildung und Medizinkenntnis fehlt, das abzuschaetzen.

      Es war eher ein Anlocken, weil sich UnternehmerInnen generell eher als erfolgreich einschaetzen (in allen Lebensbereichen) und deshalb meist gar nicht glauben, einen Nachteil durch "freiwillige" Versicherung zu haben.

      (zum Tarif der "Pflicht"versicherung kann/darf sich ja bis heute NIEMAND in irgendeiner Krankenkasse versichern, ebenso wie Du als KleinUnternehmer mit Abhaengigkeit vom GrossKunden und de-facto-Besitzer Deiner Arbeitskraft Dich nicht gegen Arbeitslosigkeit/Auftragslosigkeit versichern kannst)

      Heute ist der Schwindel noch gravierender: AMS.at und ArbeitsAgentur.de zwingen viele, einen UNVERSICHERTEN oder schlecht versicherten "Job" anzunehmen, oder gar "selbstaendig" zu werden obwohl das gar nicht angestrebt wird.

      D.h. auch Menschen mit Kuenstlerseele, die gar nichts von berechnender Lebensweise halten (und diese uU gar nicht imstande sind, zu leben, schon gar nicht im Privatbereich), sind jetzt gezwungen, als "Selbstaendige" mit mangelhaften und DOPPELT SO TEUREN "freiwilligen" Sozialversicherungen und Krankenversicherungen zurecht zu kommen.

      Durch diese Erzwingung der GewinnOrientierung (durchaus noch ohne auf "Kapitalismus" zu schimpfen) ist zb Griechenland bereits 2012 in die miese Lage gekommen, Lebensmittelmarken fuer SchuelerInnen ausgeben zu muessen und de facto in einer Situation zu sein, in der nur mehr (vor 50 Jahren ein Krieg in Frage kam, etwa gegen Tuerkei oder Bulgarien, oder heute) ein BGE Grundeinkommen ohne Bedingungen die Situation retten kann, so verfahren ist sie.

      Genau das darf aber im Kontext EU offenbar nicht erwogen werden.

      Was da alles den Job zu verlieren beginnt, wird in ein paar Jahren eine unglaubliche Menge an Revolutionskaempfern und Snipers udgl produzieren, das ist schon jetzt absehbar.

      Und, um auf Deine Frage zurueckzukommen: eine simple Pflichtmitgliedschaft waere zwar besser, WENN die Konkurrenz der Kassen aufrecht bleibt,
      weil
      durch die hoehere Anzahl Versicherter der Beitrag kleiner (billiger) sein kann
      aber
      Loesung mit Systembestand ist auch das nicht mehr.
      • Antwort von tесһnіk&umwеlt 0
        p.s. wenn Dir an Versicherung liegt, ...
        ... dann versuch auf jeden Fall, einen "normalen" (pflichtversicherten) Angestelltenjob anzunehmen und nur nebenbei unternehmerisch taetig zu sein.

        Denn Du bist ja offensichtlich "Sub"Unternehmer" mit Bindung an einen (Haupt)Auftraggeber, und wenn Du als "echter" Unternehmer erfolgreich waerest, haettest Du die Frage ja nicht in dieser Form gestellt.