Existenzgründung
Von: Uli Sager, 3.3.2005 18:19 Uhr
Hallo und guten Tag,

in Kürze nehme ich an einem 14-tägigen Existenzgründungsseminar teil. Eine Frage dazu habe ich (noch) nicht, aber Erfahrungen von "Absolventen" interessieren mich:
- Habt ihr das Seminar als hilfreich empfunden?
- Welche Themen kamen zu kurz? Welche waren zu ausführlich?
- Postive /negative Erfahrungen?
- Was sollten Anbieter besser machen?

Mit freundlichem Gruß,
Uli



  1. Antwort von Jakob Hollnstein 0
    Re: Existenzgründungsseminar
    Hallo Uli,

    es ist nicht ganz klar, welches Seminar du meinst.

    Wenn Du Dich in Deinem derzeitigen Beruf selbständig machen willst,
    brauchst Du nur einen verläßlichen Kundenstamm und einen
    Steurberater.

    Wenn Du Deine Existenzgründung mit einem Glücksspielsystem wie
    Direktvertrieb planst und dafür noch zahlen sollst, dann könntest Du
    Dein Geld genau so gut zum Fenster hinauswerfen.
    1 Kommentare
    • von Uli Sager 0
      Re^2: Existenzgründungsseminar
      Hallo Jakob,

      bei der Formulierung meiner Frage ging ich davon aus, dass nicht nur in Hamburg Existenzgründungsseminare angeboten werden. Vielleicht heißen sie in anderen Regionen anders.
      Ich meinte solche Seminare, in denen Grundlagen für Existenzgründer vermittelt werden. Beispiele für "Bausteine" solcher Seminare:
      - Persönliche Voraussetzungen,
      - Formen der Existenzgründung,
      - Gründungsidee und Gründungskonzept,
      - Markt und Marketing,
      - Finanzplanung usw.

      Mit meinem (ehemaligen) Beruf und Glücksspiel hat das nichts tun, obwohl: Eine Existenzgründung kann auch ein Glücksspiel sein.

      Gruß,
      Uli
  2. Antwort von Kirsten KLingels 0
    Re: Existenzgründungsseminar
    Hallo Uli

    erste Frage, wie bist du an dieses Seminar gekommen? Über die Zeitung, übers AA, über Empfehlungen?
    Wenns vom AA kommt, dann meist in Verbindung des Antrags auf Überbrückungsgeld oder die Ich-Ag. Dann zahlt das AA dieses Seminar, und zwar mit dem Geld, welches man "coachinggeld" nennt. Dieses Geld könntest du selber beantragen und mit einer Person deiner Wahl (z.B. Steuerberater oder Coach) selber abarbeiten.
    Hast du dir das Seminar selber ausgesucht, wirst du wohl dafür zahlen müssen. Da gibt es haufenweise interessante Literatur, die günstiger ist und letztlich informativer.
    Bedenke:
    Du bist nicht der einzige Teilnehmer (du hast zwar Fragen, alle anderen aber auch). Deine Geschäftsidee wird nicht die gleiche sein, wie andere ( sind die Themen dann für dich überhaupt interessant?- Willst du große Maschinen kaufen, jede Menge Leute einstellen?)

    Meineserachtens (meine ganz persönliche Meinung) sind solche Seminare nett und man kann auch was daraus mitnehmen. Informativer ist es, wenn du ein (1) Gegenüber hast, welches dir deine speziellen Fragen beantwortet. Jede Stadt (oder Gemeinde) hat eine "Wirtschaftsförderung". Die beraten dich kostenlos und persönlich und fachlich fundiert. Das sollte, neben Literatur zum speziellen Thema, deine erste Anlaufstelle sein. Übrigens ist auch das erste Gespräch beim Steuerberater (normalerweise) kostenlos und eine gute Möglichkeit, sich über die steuerliche Seite zu informieren.
    Gruß
    Kirsten [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
    1 Kommentare
    • von Uli Sager 0
      Re^2: Existenzgründungsseminar
      Hallo Kirsten, erste Frage, wie bist du an dieses Seminar gekommen? Über die
      Zeitung, übers AA, über Empfehlungen?
      Wenns vom AA kommt, dann meist in Verbindung des Antrags auf
      Überbrückungsgeld oder die Ich-Ag. Dann zahlt das AA dieses
      Seminar, und zwar mit dem Geld, welches man "coachinggeld"
      nennt. Dieses Geld könntest du selber beantragen und mit einer
      Person deiner Wahl (z.B. Steuerberater oder Coach) selber
      abarbeiten.
      Dieses Seminar ist von der Agentur (AA) vermittelt worden und wird auch von ihr bezahlt (also von Steuergeldern). Ob das Überbrückungsgeld oder die Ich-AG in Frage kommen, werde ich noch klären. Und mit meiner Frage in diesem Forum wollte ich feststellen, ob die vermittelten Inhalte hilfreich sind, wenn es "ernst" wird. Es ging mir also um die Qualität solcher Veranstaltungen (im Allgemeinen) und um die Erwartung, mit einigen Tipps gewappnet vielleicht etwas steuernd in die Wissensvermittlung eingreifen zu können. Der private Seminaranbieter hat ja schließlich auch eigene Interessen, die nicht unbedingt mit den Interessen der Teilnehmer übereinstimmen müssen. Hast du dir das Seminar selber ausgesucht, wirst du wohl dafür
      zahlen müssen. Da gibt es haufenweise interessante Literatur,
      die günstiger ist und letztlich informativer.
      Bedenke:
      Du bist nicht der einzige Teilnehmer (du hast zwar Fragen,
      alle anderen aber auch). Deine Geschäftsidee wird nicht die
      gleiche sein, wie andere ( sind die Themen dann für dich
      überhaupt interessant?- Willst du große Maschinen kaufen, jede
      Menge Leute einstellen?)
      Ist klar. Nach 3 von 10 Tagen kann ich heute noch nichts Abschließendes sagen, aber die Gespräche mit den anderen Teilnehmern würde ich schon als einen Höhepunkt des Ganzen bezeichnen. Ich hätte beispielsweise die Wahl, mich als "Einzelkämpfer" freiberuflich zu tummeln, aber noch lieber würde ich in Netzwerken oder in einer Partnerschaft gründen. Mal sehen, was sich in den nächsten Tagen noch ergibt. Meineserachtens (meine ganz persönliche Meinung) sind solche
      Seminare nett und man kann auch was daraus mitnehmen.
      Informativer ist es, wenn du ein (1) Gegenüber hast, welches
      dir deine speziellen Fragen beantwortet. Jede Stadt (oder
      Gemeinde) hat eine "Wirtschaftsförderung". Die beraten dich
      kostenlos und persönlich und fachlich fundiert. Das sollte,
      neben Literatur zum speziellen Thema, deine erste Anlaufstelle
      sein. Übrigens ist auch das erste Gespräch beim Steuerberater
      (normalerweise) kostenlos und eine gute Möglichkeit, sich über
      die steuerliche Seite zu informieren.
      Ich stimme Dir zu und es wird auch nach dem Seminar noch offene Fragen geben oder er kommen sogar noch weitere hinzu.

      Vielen Dank für Deine Antwort,

      Gruß,
      Uli
  3. Antwort von Anja K Kapelski 0
    Re: Existenzgründungsseminar
    Hallo Uli,

    ich habe so ein Seminar mal bei der Hamburger Handelskammer mitgemacht. Das war so vor ca. 10 Jahren. Ich fand das ziemlich gut, weil man da etliches einfach noch mal kompakt vermittelt bekommt. Es ist der "Aha- bzw. Achja-Effekt" der wichtig ist. Bei uns gab es damals auch ein Buch dazu zum Nachschlagen. Das fand ich auch gut. Wir wissen ja alle, dass ein Seminarbesuch nicht gleichzeitig auch Erfolg bedeutet. Was zu ausführlich ist oder zu kurz kommt, empfindet doch jeder anders. Du wirst noch viel lernen danach und auch mit Deinem Steuerberater reden.

    Viele Grüße
    Anja
    1 Kommentare
    • von Uli Sager 0
      Re^2: Existenzgründungsseminar
      Hallo Anja,
      ich danke Dir für Deinen Erfahrungsbericht.
      Meine Eindrücke nach einer Woche (am Freitag waren nur noch die Hälfte der Teilnehmer anwesend): kompakt wäre nicht schlecht, aber aufgrund landläufig bekannter Umstände wurde ein 4-Wochen-Seminar auf 2 Wochen zusammengestrichen. Da wäre Klasse statt Masse gefragt, aber die wenigsten Dozenten machen sich die Mühe, den Stoff entsprechend zu präsentieren. Da wird dann lieber die Vortragsgeschwindigkeit erhöht. Andererseits: von der Möglichkeit, am Wochenende auf verfügbares Know-how zurückzugreifen, wollte niemand Gebrauch machen. Und alle Dozenten (auch die Schnellredner) stehen nach der Veranstaltung für Fragen zur Verfügung. Aber einige sind so "leergeredet", dass sie gar nicht wissen, was sie fragen sollen.

      Für Menschen mit Medienkompetenz (Bücher, Internet) und etwas Initiative ist das alles weniger ein Problem. "Aha-Effekte" kann ich durchaus bestätigen.

      Gruß,
      Uli