Sind TFT-Monitore auch für Spiele und Office-Anwendungen oder nur für das Büro geeignet ?
Grundsätzlich ist ein TFT-Bildschirm langsamer, träger in der Darstellung als ein Röhrenmonitor. Daher ist es eine Überlegung wert, ob auch zum Beispiel Videos, TV, DVD oder Spiele auf dem Monitor dargestellt werden sollen. Reine Officeanwendungen, Grafikdesign, CAD-Anwendungen oder das Surfen im Internet brauchen dagegen nicht unbedingt schnelle Bildfolgen. Diese Eigenschaft von TFT-Monitoren macht sich natürlich im Preis bemerkbar.
Bezeichnend für die Geschwindigkeit des Monitors ist die Response-Zeit (sollte in jeder guten Bedienanleitung angegeben sein). Die aktuellen Spitzenwerte liegen derzeit bei 20ms. Mit schlechteren Werten als 30ms solllte man sich aber nicht mehr zufrieden geben.
Manche Monitore bieten eine sogenannte Pivotfunktion. Diese Funktion ermöglicht es den Bildschirm um 90° zu drehen. Dann kann eine komplette DinA4 Seite auf dem Monitor dargestellt werden. Ein Segen für jede Office-Anwendung!
Ergonomisches Arbeiten an so einem Monitor ermöglicht ein höhenverstellbarer Fuß und der Monitor sollte auch in einem weiten Bereich kippbar sein. Der Blickwinkel eines guten TFT-Bildschirms sollte nicht unter 160° liegen (horizontal wie vertikal), damit eventuell auch mehrere Personen einen ungetrübten Blick auf das Bild haben. Weiterhin ist ein guter Kontrast und auch eine ausreichende Helligkeit wichtig. Die mäßige Helligkeit preiswerter Modelle kann in einem hellen Büro durchaus zum Problem werden.
Die Größe des Monitors ist sicherlich davon abhängig, wieviel Budget vorhanden ist und welche Arbeiten am Gerät durchgeführt werden sollen. Für den Hausgebrauch werden meistens die 15 bis 17 Zoll Monitore genutzt. Der Vorteil von TFT-Monitoren ist die 100%ige Ausnutzung des vorhandenen Platzes. Für den Grafik- oder CAD-Bereich fängt die Größe sicherlich erst bei 18 Zoll an, entsprechendes "Kleingeld" vorausgesetzt.
Man sollte sich jeden Monitor vor dem Kauf ansehen. Und zwar genau den Monitor, den man kaufen möchte. Pixelfehler sind extrem lästig, aber bis zu einer bestimmten Anzahl nicht zu reklamieren (je nach Hersteller). Fällt auf einen Arbeitsplatz Sonnenlicht, so ist ein TFT-Monitor nicht zu verwenden. Beachtenswert ist die Wärme, die Monitor und das kleine Netzteil erzeugen. Manche Monitore haben integrierte Lautsprecher, für ein Sounderlebnis sind diese aber nie geeignet.
Kauftipps (und auf was man achten sollte):
Verarbeitung
- keine scharfen Kanten
- solide Befestigung am Fuß
- Mechanik leichtgängig
- Kippsicherheit
- Kabel flexibel
- leicht zugängige Bedienungstasten
- gute Wärmeabfuhr (die Monitore werden ziemlich warm)
Lieferumfang
- ordentliche Verpackung
- vollständiger Kabelsatz
- Netzteil
- Treiberdisketten- oder CD
- Adapter (z.B. für MAC)
- Handbuch (auch in Deutsch?)
Einstellungen am Gerät
- ist ein ordentliches Menüsystem vorhanden, ist es bedienbar und verständlich (deutsch?)
- minimal: Frequenz, Phase, Bildlage, Helligkeit, Kontrast
- ist ein Betriebsschalter vorhanden
Bildeindruck
- kontrastreiches Bild
- Farben erscheinen natürlich, nicht zu knallig
- es werden Graustufen gut aufgelöst
- gleiche Helligkeit über gesamten Bildschirm
- keine oder akzeptable Pixelfehler
Links zu den Herstellern
ADI http://www.adi-deutschland.com
Belinea/Maxdata http://www.maxdata.de
CTX http://www.ctxeurope.net
EIZO http://www.eizo.de
IBM http://www.ibm.de
Iiyama http://www.iiyama.de
LG-Elektronics http://www.lge.de
NEC/Mitsubishi http://www.nec-mitsubishi.com
Philips http://www.philips.de
Samsung http://www.samsung.de
Sony http://www.sony-cp.com
Yakumo http://www.yakumo.de/home/index.php?lang=1
Testprogramm für Monitore und TFT-Displays
http://www.heise.de/ct/ctscreen/download.shtml
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