Kontoführung & Zahlungsverkehr

Auftragserteilung
* einige Banken haben einmal täglich einen Buchungsschnitt, also einen Zeitpunkt, bis zu dem sie gleichtägig Überweisungen ausführen. Dieser Zeitpunkt variiert, bei kleineren Banken kann dies schon mal 8 Uhr morgens sein, oft ist es irgendwann zu Mittagszeit, einzelne Institute haben aber auch einen Termin zur Abendzeit.
* Wenn man nach diesem Zeitpunkt einen Auftrag online erteilt, wird dieser erst im Buchungslauf des nächsten Tags ausgeführt. Hier liegt eine mögliche Verzögerung von einem Tag. In ihren AGB schreiben die Banken den Zeitpunkt des Buchungschnittes.

Zahlungsweg
Der Austausch der Daten ist theoretisch wirklich eine Sache von Sekunden. Das Problem ist nur, dass die empfangende Bank auch den Gegenwert haben will. Also: Für den Austausch von Zahlungen braucht es immer eine Verrechnungsmöglichkeit zwischen den beteiligten Instituten.
Bleibt die Überweisung im eigenen Netz der Bank des Auftraggebers, geht es am schnellsten (taggleich).
Geht die Zahlung von der Commerzbank zu einer Großbank (Deutsche, Dresdner, Post) so geht es auch recht schnell, denn die tauschen die Daten mehrmals am Tag aus und verrechnen das über ihre LZB-Konten. Bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken ist es schwieriger, denn die Grossbanken tauschen nicht mit jeder einzelnen Sparkasse oder Volksbank aus, sondern nur mit deren Spitzeninstituten. Die geben das dann an ihre angeschlossenen Unternehmen weiter, was rund einen Tag kostet.
Am längsten dauert es, wenn die Auftraggeberbank mit der Bank des Empfängers überhaupt nicht in Verbindung steht, z.B. eine kleine private Bank in München. Dann geht das über die Bundesbank (wo alle Banken Konto haben) und dann schon mal 2-3 Tage weg.
Es gibt die Möglichkeit der telegrafischen Überweisung (die nur noch so heisst, da sitzt keiner mehr am Fernschreiber). Da das von jeder Bank zu jeder Bank geht, ist schonmal klar, dass die Bundesbank da ihre Finger im Spiel hat. Und so ist es auch: Gegen die läppische Gebühr von 10 Euro geht das zackzack mit der Überweisung, es wird taggleich verrechnet und der Empfänger bekommt ein Avis. (Die wenigsten Banken begnügen sich nicht damit, die 10 Euro dem Auftraggeber zu belasten, da haut man schon mal was drauf)

Fehler im Auftrag
Sollte der Auftrag einen Fehler haben, z.B. falsche BLZ, die aber immerhin existent ist, oder falsche Kontonummer, so landet das Geld meist in der Nachforschungsabteilung der empfangenden Bank. Einige stellen Nachforschungen an über den zahlungsempfänger und leiten dann die Zahlungen auf das richtige Konto, andere geben den betrag ohne Nachforschung zurück. Hier ist eine weitere mögliche Verzögerung.

Meiner Erfahrung nach sind Überweisungen meist einen Tag nach Ausführung auf meinem Konto beim Empfänger, innerhalb der eigenen Bank sogar innerhalb von Sekundenl. Dies variiert von Bank zu Bank (siehe oben Zahlungsawege), funktioniert aber meist doch, sofern alle Angaben richtig sind.

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