Handwerk & Hauswirtschaft allgemein
Von: Rеіnһаrd, 10.4.2010 21:37 Uhr
Hallo Wissende,

es geht um ca. 2,50m x ,4m Fläche.
Da sind jetzt noch Pflanzen, naja eher alles Unkraut, das soll jetzt weg und gepflastert werden wie der Rest vom Hof.
Mit diesen ich sag mal Knochenförmigen Pflastersteinen.

Sand ist vorhanden und die Steine.

Über die neugeplasterte Stelle werden gelegentlich mal leute laufen, aber selten und Autos oder so nicht drüberfahren, also eher eine geringe Belastung.

Jetzt dachte ich mir, ich entferne die Pflanzen samt Erde, so 20-30cm tief, kipp dann da Sand rein, verdichte den, lege dann darauf die Steine.

Jetzt zum Verdichten, wie mache ich das?
Langt es wenn ich da mit meinen 87 kg drauf rumhüpfe?
Ich hab auch einen großen Vorschlaghammer, da könnte ich unten ein Brett quer befestigen und als Ramme benutzen.

Hinweis, an der einen Längsseite ist die Grenze zum Nachbarn, da ist unetn eine kleine Mauer, oben dann Drahtzaun, ich mutmße mal zu der Seite hin kann der Sand nicht weg weil die mauer auch in den Boden geht *schätz*

Auf der anderen Längsseite ist halt der gepflasterte Hof.

Danke ^ Gruß
Reinhard



  1. Antwort von Ѕtеffеn Gеоrgі 1
    Re: Untergund für Pflastersteine
    Hallo Reinhard!

    Sand lässt sich kaum oder garnicht verdichten,
    Das wird so nichts ordentliches.
    Das wird sich nach dem ersten oder 2. Winter sicher ganz schön verwerfen.

    Du müsstest das bis auf festes Erdreich abgraben,
    also zumindest den Mutterboden entfernen.
    Dann eine Rüttelplatte besorgen, den Untergrund abrütteln.
    Dann möglichst so 20 cm. Frostschutz 0-32 mm Korngrösse einfüllen, wenn es geht in 2 Laagen a 10 cm einbauen, und jeweils richtig mit der Rüttelplatte verdichten.
    Es macht sich gut, den Frostschutz bischen mit Wasser zu besprühen, da staubt das nicht so, und wird knochenhart.

    Im Idealfall hast Du dann eine ebene Fläche erzeugt,
    auf die so 3 cm Pflastersplitt 2-5 mm Körnung kommen,
    da hinein werden dann genau ausgerichtete Rohre gelegt, der Splitt wird dann mit einem Brett abgezogen,
    und auf das genau ausgerichtete Splittbett legst du dann Deine Steine.
    Ich habe da immer so ausgemessen, dass die Steine 5 mm höher als gewünscht liegen,
    die 5mm werden dann mit der Rüttelplatte mit Gummimatte unten dran auf Halbgas vorsichtig und gleichmässig eingerüttelt.

    Mit Deinem Sand kannst Du höchstens als allerletztes die Fugen ausfüllen.

    Ich habe bei mir schon einige Flächen so gepflastert, die auch täglich oft mit Autos befahren werden, das hält. Seit 15 Jahren.
    Auch habe ich schon wenig benutzte Höfe gesehen, wo die Betonpflastersteine einfach in Sand auf dem Dreck gelegt wurden,
    das war nach 2 Wintern völlig hinüber. Das hat der Frost gehoben, sich aber nicht mehr gleichmässig gesenkt.
    Sah aus wie Sau. Da hat es einige Steine mehrere Zentimeter hoch rausgedrückt.

    Grüße, Steffen!
    4 Kommentare
    • Re^2: Untergund für Pflastersteine
      Hallo Steffen, Sand lässt sich kaum oder garnicht verdichten,
      Das wird so nichts ordentliches.
      Das wird sich nach dem ersten oder 2. Winter sicher ganz
      schön verwerfen.
      *hmmh* trotz deines nachfolgenden Textes klingt das doch Hoffnungsfroh. Grad das mit "oder 2tem".
      Was bedeutet denn dann "Verwerfung"? Wenn sich die Steine um 5mm heben oder senken wäre kein Problem insofern daß es dann insgesamt gesehen 10 Jahre so bliebe. Du müsstest das bis auf festes Erdreich abgraben,
      also zumindest den Mutterboden entfernen.
      Okay. Dann eine Rüttelplatte besorgen, den Untergrund abrütteln.
      Ach, so heißt das Ding was ich schon an Baustellen sah. Dann möglichst so 20 cm. Frostschutz 0-32 mm Korngrösse
      einfüllen, wenn es geht in 2 Laagen a 10 cm einbauen, und
      jeweils richtig mit der Rüttelplatte verdichten.
      Es macht sich gut, den Frostschutz bischen mit Wasser zu
      besprühen, da staubt das nicht so, und wird knochenhart.
      "Frostschutz"? Sagt mir jetzt nix. Aber im baumarkt finde ich das wenn ich nach "Frostschutz" frage? Nicht daß die mich dann zur Autokühlerabteilung schicken :-) Im Idealfall hast Du dann eine ebene Fläche erzeugt,
      auf die so 3 cm Pflastersplitt 2-5 mm Körnung kommen,
      Wenn ich zement mit dem Sand (so 1:3) und Wasser vermische und reinkippe hab ich auch eine ebene Fläche wenn ich es rechtzeitig gut verteile. Ist das gleichwertig? da hinein werden dann genau ausgerichtete Rohre gelegt, der
      Splitt wird dann mit einem Brett abgezogen,
      Rohre? Welche Art Rohre? Kunststoff? Haben die den gleichen Zweck wie Putzschienen? und auf das genau ausgerichtete Splittbett legst du dann Deine
      Steine.
      Ich habe da immer so ausgemessen, dass die Steine 5 mm höher
      als gewünscht liegen,
      die 5mm werden dann mit der Rüttelplatte mit Gummimatte unten
      dran auf Halbgas vorsichtig und gleichmässig eingerüttelt.
      Danke für den Tipp, wenn ich das so mache wie du schreibst. Mit Deinem Sand kannst Du höchstens als allerletztes die Fugen
      ausfüllen.
      Immerhin ein Nutzen *seufz* :-) Auch habe ich schon wenig benutzte Höfe gesehen, wo die
      Betonpflastersteine einfach in Sand auf dem Dreck gelegt
      wurden,
      Sah aus wie Sau. Da hat es einige Steine mehrere Zentimeter
      hoch rausgedrückt.
      Schade, mehrere Zentimeter sind mir dann doch zuviel. So max. 1 cm fänd grad so meine Duldung. Und das nicht nach 2 sondern nach 10 Jahren.

      Gruß
      Reinhard
    • Re^3: Untergund für Pflastersteine
      Hallo Reinhard!
      *hmmh* trotz deines nachfolgenden Textes klingt das doch
      Hoffnungsfroh. Grad das mit "oder 2tem".
      Was bedeutet denn dann "Verwerfung"? Wenn sich die Steine um
      5mm heben oder senken wäre kein Problem insofern daß es dann
      insgesamt gesehen 10 Jahre so bliebe.
      Das kann man so nicht vorhersagen, manchmal hat man Glück, manchmal Pech.
      Da spielen viele Sachen eine Rolle, Bodenbeschaffenheit, Bodenfeuchtigkeit,
      wie kalt der Winter ist usw...
      Wie schon geschrieben, ein Bekannter hat mal seinen Hof mir solchen Betonsteinen ausgelegt, einfach mit Sand auf dem Dreck verlegt, das sah nach 2 Wintern aus wie Sau. Völlig huckelig. Du müsstest das bis auf festes Erdreich abgraben,
      also zumindest den Mutterboden entfernen.
      Okay. Dann eine Rüttelplatte besorgen, den Untergrund abrütteln.
      Ach, so heißt das Ding was ich schon an Baustellen sah.
      Kannst Du damit umgehen?? "Frostschutz"? Sagt mir jetzt nix. Aber im baumarkt finde ich
      das wenn ich nach "Frostschutz" frage? Nicht daß die mich dann
      zur Autokühlerabteilung schicken :-)
      Ist im Baumarkt gut möglich.
      Normal bekommt man das vom Steinbruch geliefert.
      Du brauchst da ja auch für die 10 Quadratmeter so 2 Kubikmeter davon,
      das sind ca. 4,5 Tonnen, das wird wohl ein LKW bringen müssen.
      Der Frostschutz ist ein Gemisch aus Schotter, Splitt und Sand in einem genauen Mischungsverhältnis.
      Das nimmt kaum Wasser in sich auf, und hebt sich im Winter bei Frost nicht, oder nur wenig. Daher der Name. Wenn ich zement mit dem Sand (so 1:3) und Wasser vermische und
      reinkippe hab ich auch eine ebene Fläche wenn ich es
      rechtzeitig gut verteile. Ist das gleichwertig?
      Nein, die Betonplatte wird im Winter durch den Frost brechen, und die einzelnen Bruchstücke verkeilen sich, das wird auch zu Huckeln führen.
      Der Frostschutz bleibt flexibel.
      Ausserdem wäre Beton zu teuer und zu aufwändig. da hinein werden dann genau ausgerichtete Rohre gelegt, der
      Splitt wird dann mit einem Brett abgezogen,
      Rohre? Welche Art Rohre? Kunststoff? Haben die den gleichen
      Zweck wie Putzschienen?
      Ja, so etwa.
      Was man halt hat, altes halbzolliges Wasserrohr z.B.
      Muss blos gerade sein. Schade, mehrere Zentimeter sind mir dann doch zuviel. So max.
      1 cm fänd grad so meine Duldung. Und das nicht nach 2 sondern
      nach 10 Jahren.
      Na, so genau kann man das nie vorhersagen.
      Der Frost hebt das Erdreich meist stellenweise hoch, mit einer unglaublichen Kraft,
      und die Steine natürlich auch.
      Da sich die Steine aber ineinander verklemmen,
      ist nicht garantiert, dass die sich nach dem Winter wieder alle in ihre ursprüngliche Laage setzen.

      Nun, Reinhard,
      ich weiss nicht so recht,
      wenn ich das so lese, ist das wohl eine Nummer zu gross für Dich.
      Ich stelle mir gerade vor, wie Du versuchst, die Rüttelplatte zu starten,
      und wenn die dann auf einmal losfährt...

      Das ist bestimmt genauso, wie bei mir,
      als Du mir mal die Sache mit der fortlaufend durchdatierten Excel-Tabelle erklärt hast.

      Grüße, Steffen!
    • Re^4: Untergund für Pflastersteine
      hallo Steffen, Was bedeutet denn dann "Verwerfung"? Wenn sich die Steine um
      5mm heben oder senken wäre kein Problem insofern daß es dann
      insgesamt gesehen 10 Jahre so bliebe.
      Das kann man so nicht vorhersagen, manchmal hat man Glück,
      manchmal Pech.
      gut, ich vertraue erstmal meinem Glück, also Boden weg, Sand drauf, Steine drauf, dann nächstes Jahr schauen...

      Dann kann ich ja wenns schiefläuft immer noch deine professionellen Ratschläge umsetzen. Ach, so heißt das Ding was ich schon an Baustellen sah.
      Kannst Du damit umgehen??
      Weiß ich nicht, hatte noch nie eins in der Hand äh in den Händen. Du brauchst da ja auch für die 10 Quadratmeter so 2 Kubikmeter
      davon,
      Ups, hab jetzt meine Anfrage nicht sichtbar vor mir, es geht um 2,5m * ,4m, also einen Quadratmeter. Also einen an sich unbenutzten Randstreifen eines Hofes. Der Frostschutz ist ein Gemisch aus Schotter, Splitt und Sand
      in einem genauen Mischungsverhältnis.
      Aha, danke, wußte ich nicht. Nein, die Betonplatte wird im Winter durch den Frost brechen,
      und die einzelnen Bruchstücke verkeilen sich, das wird auch zu
      Huckeln führen.
      Okay, also kein Beton. Ausserdem wäre Beton zu teuer und zu aufwändig.
      Für 1 qm? Der Frost hebt das Erdreich meist stellenweise hoch, mit einer
      unglaublichen Kraft,
      und die Steine natürlich auch.
      Ja, sehe ich oft und auch die Kraft von Baumwurzeln. Da sich die Steine aber ineinander verklemmen,
      ist nicht garantiert, dass die sich nach dem Winter wieder
      alle in ihre ursprüngliche Laage setzen.
      Gut, wenn ich die jährlich nach dem Frost wieder "runterkloppe" wär das auch okay. Ich stelle mir gerade vor, wie Du versuchst, die Rüttelplatte
      zu starten,
      und wenn die dann auf einmal losfährt...
      Das macht mich neugierig so ein Ding mal auszuprobieren :-) Das ist bestimmt genauso, wie bei mir,
      als Du mir mal die Sache mit der fortlaufend durchdatierten
      Excel-Tabelle erklärt hast.
      Klappt das nicht? Dann frag nochmal an.
      Ich hab vergessen um was es da ging, aber ich bin in verschiedenen Excelforen und beantworte da Anfragen und kann mir unmöglich alles merken.
      So einen oder zwei Tage später hätte ich evtl. noch gewußt um was es in etwa ging, aber jetzt, ne.

      Danke für deine Informationen
      Gruß
      Reinhard
      Grüße, Steffen!
    • Re^5: Untergund für Pflastersteine
      Ups, hab jetzt meine Anfrage nicht sichtbar vor mir, es geht
      um 2,5m * ,4m, also einen Quadratmeter. Also einen an sich
      unbenutzten Randstreifen eines Hofes.
      Hi!

      Ups,
      ich hab auch schon gerätselt,
      ob das nun 2,5 x 4 Meter sind,
      oder 2,5 x 0,4 Meter.
      Ich ging aber von der grösseren Fläche aus. Falsch gedacht.

      Na, dann grab den weichen Dreck ab, und leg die Steine in den Sand,
      da ist das dann schon Ok.
      Vielleicht kannst Du von einem Nachbarn einen Handstampfer ausleihen,
      um den Boden bischen festzustampfen.
      Mit einer Rüttelplatte brauchst Du bei der kleinen Fläche nicht anzufangen.
      Und die Steine bischen überstehen lassen, so 5 mm, und mit dem Handstampfer festklopfen.
      Bei so einer kleinen Fläche ist das völlig Ok,
      da brauchst Du dir keine Sorgen machen.

      Sorry, für das Missverständnis,
      Grüße, Steffen!