Bauhandwerk & Renovieren
Von: Hoffmann, A., 29.12.2012 18:26 Uhr
Ich habe den Boden des (unbewohnten) Speichers gedämmt und möchte einen Teil begehbar machen (u.a. für den Schornsteinfeger). Ich habe heute in einem Baumarkt gefragt wegen OSB-PLATTEN, mir wurde gesagt, ich müsse die Balken in 30 cm Abstand legen, damit die Platten nicht brechen, das kommt mir sehr eng vor. Gibt es Alternativen?
Danke für Tipps!



  1. Antwort von duck313 0
    Re: Holzplatten nach Dämmung Dachgeschossdecke
    Hallo!

    Der Boden wurde gedämmt,also einfach Isolierung aus Rollen oder Plattenware ausgelegt ?
    Was ist denn drunter,Balkenlage und keine Dielen drüber ?

    Für gelegentliches Begehen kann man einfach "Laufbohlen" auf die Isolierung legen,auch Plattenware,die verteilen Gewicht noch besser.

    Oder liegt Dämmung in den Balkenlagen,dann aus Rauhspundbrettern( 1" stark) die Laufwege auslegen und aufnageln. Da reichen die üblichen Balkenabstände von < 1 m durchaus aus. Niemand bricht da ein !

    Und OSB gäbe es ja auch dicker(oder 2-lagig ,versetzte Stöße),dann verträgt es mehr Balkenabstand.
    OSB ist hier aber generell nicht ideal,weil es fast wie eine Dampfsperre wirkt,was hier unerwünscht wäre und evtl. nötige Dampfdiffusion aus der Dämmung in den Dachraum erschwert.

    MfG
    duck313
    3 Kommentare
    • Re^2: Holzplatten nach Dämmung Dachgeschossdecke
      Vielen Dank für deine Antwort!
      Hallo!

      Der Boden wurde gedämmt,also einfach Isolierung aus Rollen
      oder Plattenware ausgelegt ?
      Was ist denn drunter,Balkenlage und keine Dielen drüber ?

      Also laut statischer Berechnung besteht die Decke aus Estrich,Bimsbeton, und drunter Balken. Ich habe Dampfbremse auf den Estrich verlegt und darüber dann Thermo-Hanf-Platten. Einen Teil muss ich begehbar halten (will viel später evtl. mal ausbauen, ist aber jetzt kein Thema), damit der Schornsteinfeger an den Kamin kommt. Für gelegentliches Begehen kann man einfach "Laufbohlen" auf
      die Isolierung legen,auch Plattenware,die verteilen Gewicht
      noch besser.
      Was sind "Laufbohlen"? Oder liegt Dämmung in den Balkenlagen,dann aus
      Rauhspundbrettern( 1" stark) die Laufwege auslegen und
      aufnageln. Da reichen die üblichen Balkenabstände von < 1 m
      durchaus aus. Niemand bricht da ein !

      Und OSB gäbe es ja auch dicker(oder 2-lagig ,versetzte
      Stöße),dann verträgt es mehr Balkenabstand.
      OSB ist hier aber generell nicht ideal,weil es fast wie eine
      Dampfsperre wirkt,was hier unerwünscht wäre und evtl. nötige
      Dampfdiffusion aus der Dämmung in den Dachraum erschwert.
      Ok, hatte das nur mal genannt bekommen, dass man OSB-Platten nehmen könne. Dann gucke ich nochmal nach anderen Materialien. Nachdem was ich über die Klebstoffe jetzt gelesen habe, hatte ich eh meine Zweifel, dass das gut wäre.
      Und klar, Dampfdiffusion will ich ja nun wirklich nicht verhindern! Das war mir nicht bewusst!

      Hatte Kantholz schon bestellt(Vollholz) auf das Bretter gelegt(genagelt oder geschraubt) werden können.
      MfG
      duck313
    • von duck313 0
      Re^3: Holzplatten nach Dämmung Dachgeschossdecke
      Hallo!

      "Laufbohlen" sind lose ausgelegte Bohlen(Bretter) in Gehbreite oder mind. 30-40 cm, damit man über die Dämmung laufen kann um z.B. zu einem Schornstein(Reinigungsklappe) oder zur Dachluke zu gelangen.

      Bei druckstabilem Thermohanf kann man das doch einfach lose auflegen.
      Die Bohlen oder Platten verteilen die Last,es sinkt nur wenig ein,richtet sich aber nachher wieder auf.

      Wenn Du aber planst,richtig auszubauen,dann hätte man es m.E. nach von vorneherein anders dämmen sollen.
      Du hattest eine glatte,ebene Oberfläche(Estrich),also böte sich da ein System-Dämmung+Fußboden an.
      Das wären Stufenfalz-Dämmplatten ca. 10 cm( und mehr) mit bereits aufkaschierter Holzwerkstoffplatte(Spanplatte od.Fermacell).
      Lose ausgelegt(manchmal verklebt in Fälzen) ergibt das Dämmung und fertigen und belastbaren Gehbelag,der sofort die Unterlage für einen Bodenbelag bietet(Fliesen,Teppich,Laminat).

      Nur wenn Du ausbaust,dann musst Du die Dachschrägen dämmen und die Fußbodendämmung ist dann überflüssig ! Zwischen beheizten Räumen Obergeschoss/Dachgeschoss braucht man nicht dämmen,wobei ja durch die Bimsdecke schon eine Mindestdämmung vorhanden war.

      Die Fußbodendämmung braucht man nur für die Zeit,wo man den Boden als kalten Lagerboden nutzt,dann ist der Fußboden die notwendige oberste Deckendämmung gegen Außenluft.

      Hast Du den Thermohanf schon liegen,dann lege einfach OSB-Platten in 1 m Streifen(Fälze verklebt) als Laufweg auf die Dämmung ohne weitere Unterkonstruktion.

      MfG
      duck313
    • Re^4: Holzplatten nach Dämmung Dachgeschossdecke
      Nochmal Dank für deine Anmerkungen.

      So wirklich druckfest kommen mir die Platten (14 cm Höhe) nicht vor. Da ich die Kanthölzer schon da habe, werde ich mir wohl Laufbohlen organisieren, erscheinen mir wegen der fehlenden Klebstoffe unbedenklicher und dann verschrauben.
      Mit dem eventuellen späteren Ausbau des Speichers: die thermohanfplatten sind auch für die Untersparrendämmung zu benutzen - hatte ich vorher geklärt - also die kann ich auch für die Dämmung dort benutzen. Die Platten sind auch schon von der Größe her entsprechend geschnitten (0,625 m Breite)...

      Aber da ich noch nicht weiss, ob und wann ich das machen kann mit dem Ausbau, wollte ich - nachdem ich den Tipp bei der Begehung des Speichers bekommen hatte von einem Fachmann (wegen Solarthermie- und Photovoltaikanlage), der auch Energieberater ist (übrigens nicht von Thermo-Hanf ;-)), habe ich das so umgesetzt.

      Mit freundlichen Grüßen
      M. Hoffmann