Liebe & Partnerschaft
Von: ΙсһΗаѕѕеΜеіnLеbеn (abgemeldet), 12.6.2011 18:27 Uhr
Ich frage mich seit langer Zeit, warum ich überhaupt lebe. Eigentlich kann das Leben sehr schön sein, wenn man sich nicht ständig alleine, ungeliebt und leer fühlt. Ich kann seit Jahren (2-3) nicht mehr richtig denken und schlafen. Jeden Tag dasselbe. Meine Geschwister haben die Nase voll von mir, meine Mutter ist überfordert und behandelt mich anderst als die anderen. Bin bei einer psychologin...naja, bringt meiner Meinung nach ja doch nichts. Ich bin extrem unselbstbewusst, was wiederum dazu führt, dass ich schwer Kontakte knöpfen kann. ich wirke auf vielen Menschen arrogant und klugscheisserisch, da ich in der Schule immer die beste war. Natürlich sind die auch neidisch, aber es tut weh, wenn man sein bestes geben muss, um sich nur dann von den eigenen Eltern geliebt zufühlen. Aber ist das wirklich alles? Manchmal wünschte ich mir einfach sozusein wie andere Mädchen in meinem Alter (ich bin 18). Sie gehen feiern, sind selbstbewusst und haben einen großen Freundeskreis...
Ich war nie der typische Aussenseiter. Es scheint immer, dass ich mich mit allen verstehe, aber sie reden hinter meinem Rücken über mich. Das andere negativ bzw. schlecht über mich reden, macht mich immer kaputt. Ich bilde mir iwie ein ich sei hässlich, ungebraucht und wertlos. ich versinke quasi im Selbstmitleid und stelle mir manchmal vor, wie es ist, wenn ich nicht mehr da wäre. Ich wüsste, dass viele ohne mich leiden würden (Mutter, geschwister..weil irgendwo lieben sie mich ja doch...). Ich weiß echt nicht mehr was ich tun soll. Mehr als zum Psychologen zugehen kann ich nicht.

Ich hoffe ihr habt gutgemeinte und tolle Vorschläge für mich ;). Ich möchte mein leben ändern....

Danke fürs Lesen schonmal.



  1. Antwort von Dеmеtrіuѕ Dеgеn 0
    • Antwort von νеrѕсһеnknіx 0
      Re: Wozu leben wenn wir so oder so irgendwann sterben?
      Hallo,
      ich habe Dein Schreiben in dem Du von Deinen Problemen berichtest.
      Es ist schon mal gut, dass du Dich an einen Psychologen gewandt hast. Von ihm kannst Du Ratschläge bekommen, wie Du Dein Leben ändern kannst und er hört Dir sicher auch zu. Schon dass, dass man jemanden hat, der einfach nur zuhört, dem man mal von dem was einen belastet erzählen kann, kann schon gut tun. Doch helfen kann weder ein Psychologe, Deine Familie oder Freunde nicht. Du selber musst es allein tun. Ich war selber einmal in gleicher psychischen Situation, dass ich Hilfe suchte und glaubte, dass andere mir helfen können. Doch es änderte sich nichts, bis ich begriffen hab, dass ICH SELBER mein Leben in die Hand nehmen und selber was ändern muss. Seitdem ich es dann nach langer Zeit getan hab, ging es langsam aber stetig bergauf mit mir und es geht mir um vieles besser. Gleiches musst du selber für Dich lernen zu begreifen. Erst dann kannst Du beginnen an Deiner Situation was zu verändern. Und verändern solltest Du Einiges von dem, was du hier über Dich schreibst. Einerseits solltest Du weniger Wert darauf legen, was andere über Dich denken und sagen, denn Du lebst Dein Leben für Dich, keiner von denen hilft Dir, Deinen Weg zu gehen. Und.... vielleicht redest Du auch manchmal über Andere mit anderen? Tut das nicht jeder von uns auch ohne zu bedenken, dass es demjenigen auch weh tun kann, wie man grade über denjenigen redet? Und diejenigen, die über dich reden, sind sicher in Deinem Alter, gehören zu Deinen Freunden, Bekannten usw. und haben somit noch recht wenig Lebens- und Menschenerfahrungen. Man sollte solche unreife Meinungen nicht zu sehr bewerten. Vielleicht solltest Du Dir ein anderes Umfeld suchen, in dem es Menschen gibt, die Deinen Interessen eher entsprechen, evtl.über einen Bereich von Freizeitgestaltung.
      Allgemein klingt Dein Schreiben sehr depressiv und ich würde an Deiner Stelle zusätzlich zu dem Psychologen Deine Hausarzt aufsuchen und Dir Antidepressiva verordnen lassen. Ich habe in meiner schweren Zeit auch gleiche Medikamente bekommen und konnte feststellen, dass diese meinen Weg aus der Tiefe meines Lebens heraus gut unterstützt haben.
      Ich weiss nicht, ob ich Dir ein wenig auf Dein Schreiben helfen konnte. Für eine Hilfe in der Gesamtheit sind Deine Ausführungen noch zu kurz um dass ich mir ein richtiges Gesamtbild von Dir, Deinem Umfeld, Deinen Leben machen kann. Gern kannst Du mit mir aber in Kontakt bleiben, wenn du glaubst, es könnte für Dich eine Hilfe sein.
      Im gleichen Zuge bitte ich zu entschuldigen, wenn ich mit meiner kurzen Ausführung Dir irgendwie etwas Unpassendes geschrieben oder dich vielleicht nicht richtig verstanden hab.
      Deine Problematik wird sich mit einem einzigen Schreiben oder einen einzigen Kontakt nicht regeln lassen, dafür ist eine mehr oder weniger lange Zeit die Grundlage. Gib nicht auf und gib Dich nicht auf. Es ist schon mal gut, wenn Du redest und Hilfe suchst. Und ich glaube, Du wirst auch lernen, dass das Leben auch schön sein kann.
      Ich hoffe, ich konnte Dir mit meinem Schreiben was sagen, was Dir weiter hilft.

      LG verschenknix
      • Re: Wozu leben wenn wir so oder so irgendwann sterben?
        Hallo,

        kann leider nicht weiter hlfen.
        • Antwort von xаrеnа 0
          Re: Wozu leben wenn wir so oder so irgendwann sterben?
          Hallo Unbekannte,

          was Du geschrieben hast kenne ich fast alles von mir selber!
          Und immer wieder habe ich Ähnliches von anderen Menschen gehört. Gut ist, dass Du Dir schon Hilfe zu holen bereit bist; ich war so ein Sturkopf, und habe mir zunächst eingebildet, ich müsste es allein schaffen da wieder raus zu kommen.

          Wenn Dir die Psychologin nichts bringt, solltest Du nach einer anderen suchen.
          Die Kassen zahlen im Allgemeinen fünf "probatorische"
          Sitzungen bei Psychotherapeuten; das sind sozusagen Probestunden, aufgrund derer Du Dich dann entscheiden kannst, ob Du mit demjenigen klar kommst, und eine Vertrauensbasis da ist.
          Du kannst für drei verschiedenen Therapeuten diese Stunden beanspruchen.
          Voraussetzung ist eine Zusage der Kasse zur Übernahme der Kosten.
          Auch möchte ich Dir empfehlen, zu einem Psychiater zu gehen, um Dir Medikamente verschreiben zu lassen. Für manche Menschen klingt das Wort "Psychiater" erst mal nicht so toll; die wissen dann nicht, dass der Begriff
          nur für den Facharzt steht, der psychische Krankheiten diagnostiziert und die passenden Medikamente ( Antide-pressiva oder, falls nötig auch Beruhigunsmittel) ver-
          schreibt.
          Es ist wahrscheinlich sogar besser als erstes zum Fach-arzt zu gehen, denn der kann Dir eventuell einen guten
          Therapeuten empfehlen.
          In vielen Städten gibt es jetzt "Depression- Netzwerke",
          z.B. das " Bündnis Depression". Schau im Internet nach!
          Ansonsten kannst Du auch Hilfestellung finden bei:
          - Selbsthilfeorganisationen
          - pro familia
          - wahrscheinlich auch bei Frauengruppen
          - der Telefonseelsorge; die wird heutzutage nicht mehr
          nur von den Kirchen betrieben.

          Hoffentlich konnte ich Dir mit obigem helfen; ich wünsche mir, dass Du mutig und stark den Weg aus dem
          "dunklen Tal" findest!!!

          Und um Dir Mut zu machen: ich war 16 Jahre lang unter
          "der Käseglocke" und habe es auch da rausgeschafft!

          Dir alles, alles Gute, von ganzem Herzen.
          Ich denke an Dich, und schicke Dir "good vibration".

          Xarena