Literatur
Von: Utе Dіеl (abgemeldet), 24.11.2003 13:19 Uhr
Hallo,

ich suche einen besinnlichen Text als Abschlusworte für ein Adventkonzert.
Es sollte nicht zu anspruchsvoll sein, da das Publikum sehr gemischt ist.
Auch nicht zu religiös.
Vielleicht im Sinne von Frieden, Zufriedenheit, Glück o.ä.

Gruß
Ute



  1. Antwort von Ѕіnа ν. Оtһеllо (abgemeldet) 0
    Re: Besinnlicher Text
    >>Sonntag, 8. September 2002. Es gibt Wörter, die für besonders viele verschiedene Bedeutungen gleichzeitig herhalten müssen. Friede und Liebe gehören dazu.
    «Ich habe das doch aus Liebe getan! Ich liebe euch doch alle!» rief Erich Honneker ins Publikum während des Gerichtsverhandlung, in der er für seine Verbrechen verurteilt wurde.

    Im Verprechenstext einer Hochzeit wird heutzutage das Wort Liebe nicht mehr benutzt.

    Als «Frieden» bezeichnet man ein etwas schummriges Konzept, «Mit Lieb' bin ich umfangen, Herzallerliebste mein» (Johann Steurlein, 1546-1613)

    «Eight Days a Week I lo-o-o-o-ove you!» (Beatles)

    das je nach Kontext sehr verschieden sein kann. Friede im Herzen ist was anderes als Frieden in Familie und Freundeskreis. Und das wiederum ist wieder was anderes als politischer Friede zwischen den Völkern, der auch als Weltfrieden, Reich Gottes, oder Einheit der Menschen gehandelt wird.

    Liebe ist, wenn die bloße Beschäftigung mit dem Geliebten dir echte Freude bereitet. Emotionale Liebe (ein Gefühl).

    Liebe ist, wenn du dem Anderen wohlgesonnen bist. Wohlwollen, Nächstenliebe. Soziale Liebe. Eine Einstellung.

    Partnerschaftliche Liebe
    Eltern-Kind-Liebe
    Feindesliebe
    Selbstliebe
    Gott lieben<<

    Vielleicht etwas in der Art? Der Text ist jetzt nicht unbedingt zum Vortragen geeignet, aber auf der Thematik könnte man doch aufbauen.
    Gruß,
    Sina v. Othello [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
    1 Kommentare
    • von Ѕіnа ν. Оtһеllо (abgemeldet) 3
      Re^2: Besinnlicher Text
      __________________________________________

      Oh, jetzt hab ich gerade noch was viel besseres gefunden! :

      >>Vier Kerzen brannten am Adventskranz. es war ganz still. so still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße FRIEDEN. mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

      Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße GLAUBEN. aber ich bin überflüssig. die Menschen wollen von Gott nichts wissen. es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne“ ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.

      Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort:
      „Ich heiße LIEBE. ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die
      Menschen stellen mich auf die Seite. Sie sehen nur sich selbst
      und nicht die Anderen, die sie lieb haben sollten und die sie
      lieben.“ und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht
      ausgelöscht.

      Da kam ein Kind in das Zimmer. es schaute die Kerzen
      an und sagte: „Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus
      sein!“ Und fast fing es an zu weinen. Da meldete sich die
      vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: Hab keine Angst! Solange ich
      brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzuenden. Ich heiße HOFFNUNG.

      Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und
      zuendete die anderen Kerzen wieder an. Ein kleines LICHT anzünden ist nicht viel. Wenn ALLE es tun, wird es HELLER.
      Der einzelne kann nicht den Frieden auf der Welt bewirken,
      aber wenn ALLE ein Zeichen des Friedens geben, dann wird
      Weihnachten überall sein.

      In diesem Sinne wünsche ich allen schöne, friedliche und gesegnete Weihnachten.<<

      Das ist nicht zu sehr religiös, leicht verständlich und trotzdem besinnlich! :-)

      Gruß, Sina v. Othello [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]